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SLASH , “By The Sword (featuring Andrew Stockdale of Wolfmother)”

Samstag, 13. März 2010 | By | Category: News

Nur ganz wenige Künstler können es sich leisten, mit nur einem einzigen Namen, der auch noch ein Spitzname ist, erfolgreich zu werden. Slash ist definitiv einer davon. Und nur ganz wenige Gitarristen genießen derartigen Respekt im Business. Als er anfing, die Liste der Wunschsänger für sein neues Album abzutelefonieren, hörte er kein einziges „Nein“. Ozzy Osbourne, Iggy Pop, Kid Rock, Dave Grohl und Fergie – allesamt Künstler, die den Luxus genießen, Kollaborationen dieser Art abzulehnen – antworteten sofort mit einem klaren „Ja“.

Slash

Slash

Und obwohl Slash bereits auf eine überragende Weltkarriere zurückblicken kann, ist Slash sein erstes wirkliches Soloalbum. Er verbrachte fast ein Jahr in einem Studio in Hollywood, wo er diverse Aufnahmesessions mit Produzent Eric Valentine (Queens Of The Stone Age, All-American Rejects) und der Rhythmusabteilung, bestehend aus Bassist Chris Chaney (Jane’s Addiction) und Schlagzeuger Josh Frees (Nine Inch Nails) absolvierte.

Die Liste der Gäste liest sich wie das Who-is-Who der zeitgenössischen Rockmusik: Ian Astbury, Lemmy Killmeister, Chris Cornell, Duff McKagan, Maroon Five’s Adam Levine, Alter Bridge’s Myles Kennedy, Wolfmother’s Andrew Stockdale, Avenged Sevenfold’s M Shadows und der aufstrebende Sänger Rocco De Luca.

Die Songs decken ein breites Feld ab: das Album startet mit einem dunklen, verlockenden Song, „Ghost“ mit Ian Astbury. „Beautiful Dangerous“ (Fergie gibt Vollgas!) und „I Hold On“ (mit keinem Geringeren als Kid Rock am Mikrofon) sind zwei ordentliche Rock Songs. Auf der Instrumentalnummer „Watch This“ spielt sich das Trio Grohl/Slash/McKagan die Seele aus dem Leib. „Crucify The Dead“ (Ozzy), „Doctor Alibi“ (Lemmy) und „We’re All Gonna Die“ (Iggy) präsentieren die unverwechselbaren Persönlichkeiten dreier Rock Ikonen. Und der süß-romantische Song „Gotten“ (Levine) und das fast sogar mysteriös anmutende Stück „Saint Is A Sinner Too“ (De Luca) zeigen die ruhige Seite von Slash und seinen Mitstreitern.

„It was an honor to have all of these guys in here,” so Slash. „A few of them are heroes of mine from when I was younger. Lemmy was definitely one of the main ones for me growing up. Ozzy and Iggy and Lemmy. They all came to have a good time, but I was impressed that they were all really conscientious about doing a good job.”
Seit er in den 80er Jahren mit seiner bahnbrechenden Band Guns N’ Roses in die erste Riege der Rock Ikonen aufgestiegen ist, ist er einer der begehrtesten Gitarristen der Welt geworden. Viele bekannte Musiker wenden sich an Slash, um ihren Aufnahmen diesen ganz speziellen Touch zu verleihen. Von Michael Jackson („Black and White“, „Give In To Me“) über Ray Charles und Stevie Wonder bis hin zu den Regisseuren Quentin Tarantino und Darren Aronofsky (Slash war maßgeblich am Soundtrack zu „Jackie Brown“ und dem Titeltrack zu „The Wrestler“ beteiligt), reißen sich die Top Figuren der modernen Musik und Popkultur um den sympathischen Gitarristen. Kritiker und Fans streiten sich immer noch darüber, welches wohl das beste Riff aller Zeiten sei und „Sweet Child O’ Mine“ ist immer oben mit dabei. Schließlich verwies ihn im Time Magazine lediglich Jimi Hendrix auf Platz 2 der besten Gitarristen aller Zeiten.
Slashs musikalische Geschichte beinhaltet Guns N’ Roses, seine Band Slash’s Snakepit und die beiden weltweit sehr erfolgreichen Alben mit Velvet Revolver, aber Slash ist sein allererstes Soloalbum. Dem Album liegt das Konzept zugrunde, dass jeder Song, egal von wem er interprtiert wird, eine unglaubliche Energie, mitreißende Spannung und – am wichtigsten von allem – eine Vielfalt und Intensität im Gitarrenspiel aufweist, welche das Ganze zu einem runden und in sich schlüssigen musikalischen Gesamtwerk macht.
„There’s obviously a sort of musical coherence to it,” so Slash. „A lot of variety on the record, shifts in mood. But there is that underlying … uh … Slashiness.”

Das Album war ein Großunternehmen, dem eine eigentlich sehr einfache Idee vorausging. Nach der Velvet Revolver Libertad Tour wollte und brauchte Slash etwas außerhalb der Band, etwas anderes, eigenes. Er dachte, es wäre ein großer Spaß mit vielen unterschiedlichen Leuten zusammenzuarbeiten. Also begann Slash zu schreiben, Demos zusammenzustellen und entwickelte die Idee der unterschiedlichen Gastsänger. Er verbrachte fast ein Jahr damit, zu schreiben und für jeden Song den passenden Sänger zu finden.

Die Instrumentalaufnahmen wurden zu den Sängern geschickt, die die Freiheit hatten, Texte und Melodien zu schreiben und sogar die Musik entsprechend ihren Ideen zu verändern. Die erste Session startete Slash mit Iggy Pop während der die beiden den geistreichen Rocksong „We’re All Gonna Die“ aufnahmen. Das komplette Album wurde analog aufgenommen, was den Songs eine gewisse Spontanität und Direktheit verleiht. Der Entstehungsprozess des Albums wurde aber noch von einem anderen Projekt beeinflusst: Slash schrieb zur gleichen Zeit die Filmmusik für This is Not a Movie des jungen mexikanischen Regisseurs Ollalo Rubio. Es war das erste Mal, dass Slash einen kompletten Soundtrack geschrieben hat, was ihn in neue Sphären seiner eigenen Kreativität geführt hat.

Slash verfolgt weiterhin seine Liebe zur Musik und erweckt dabei den Geist seiner Kindheit, die er in England verbracht hat, wieder. Dort weihte ihn sein Vater in Klassiker wie die Beatles, die Rolling Stones und Yardbirds ein. Sein Insiderwissen konnte er während seiner Teenagerzeit vertiefen, als er mit seiner Familie nach Los Angeles zog, wo sein Vater als Designer gemeinsam mit David Geffen für Artists wie Neil Young und Joni Mitchell arbeitete und seine Mutter als Kostümdesignerin für viele Künstler tätig war. Es dauerte nicht lange, bis sein Freund Steve Adler und er gemeinsam Musik machten, Slash als Gitarrist und Adler an den Drums. In den frühen 80ern – beeinflusst von Bands wie Lemmy´s Motörhead – begannen die jungen Musiker ihre eigene Band nach ihren Vorstellungen zu formen, und rekrutierten dafür Bassist McKagen. Innerhalb eines Jahres, mit dem Bandbeitritt von Axl Rose und Izzy Strandlin, hatte sich das Projekt in Guns N’ Roses verwandelt – und bis Ende des Jahrzehnts die Entwicklung der Rockgeschichte auf den Kopf gestellt.

Nachdem Guns N’ Roses weltweit über 100 Millionen Alben verkauft und die Musikindustrie mit ihrem Vorzeigealbum “Appetite For Destruction” dominiert hatten, gewann Slash kritischen Beifall für Slash’s Snakepit und hatte globalen Erfolg mit Velvet Revolver.
Fans imitieren reihenweise den Slash-Style in Guitar Hero III: Legend of Rock, wo er einen der spektakulärsten Charaktere darstellt. Er ist außerdem als ein wahrer Gitarren-Kenner und -Liebhaber bekannt, mit einer Sammlung von mehr als 100 Gitarren, von denen viele speziell für ihn angefertigt wurden – nicht zu vergessen die Gibson Signature Slash, welche ihm zu Ehren entworfen wurde.

Das Soloalbum ist jedoch nur die Spitze eines gigantischen Berges weiterer Projekte: Die Aufnahmen von Songs mit Ron Wood von den Rolling Stones für dessen bald erscheinendes Soloalbum, das Schreiben und Einspielen eines kompletten Filmmusik Sets, gemeinsame Auftritte mit den Black Eyed Peas, sowie das Co-Writing seiner 2007 erschienenen Autobiographie Slash.

Die Zeichen sind eindeutig: Allrounder und Energiebündel Slash wird auch in Zuklunft nicht so schnell die Puste ausgehen. Begleitend zum Release von Slashs Solo-Debüt erscheint die Singleauskopplung „By The Sword“ feat Andrew Stockdale von Wolfmother. Mit der ersten Single beweist Slash direkt, worauf es bei ihm ankommt – und zwar zu rocken!

http://www.myspace.com/slash

Quelle: MPN

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