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Biografie – Little Dragon

Dienstag, 18. Februar 2014 | By | Category: Biografie

„Wir lieben so viele verschiedene Arten von Musik. Sei es der monotone Clubsound, die traurige Ballade oder der eingängige Pop-Song, das High ist jedes Mal ein anderes.“ 

– Yukimi, Frontfrau von Little Dragon

Little Dragon - Credits: Because Music

Little Dragon – Credits: Because Music

Sie sind selten, aber es gibt sie, diese Sorte von Bands, bei denen scheinbar jede einzelne kreative Komponente ineinander passt, um in schier unerschöpfliche Originalität zu münden und schließlich eine Geschichte zu erzählen die stimmig ist, jedoch keineswegs monoton. Little Dragon sind eines dieser raren Exempel, die im Laufe der Zeit und mit der richtigen Portion Bauchgefühl Einzigartiges schaffen. Vier Freunde, die mit ihrer gemeinsamen Leidenschaft erfolgreich sind.

Ihre Geschichte beginnt Mitte der Neunziger im schwedischen Göteborg. Frontfrau Yukimi Nagano, Drummer Erik Bodin und Bassist/Keyboarder Fred Wallin (den Big Boi von Outkast liebevoll ‘Freaky Fred’ nennt) lernen sich in der Schule kennen. Ihre ersten musikalischen Gehversuche blieben eben diese. Yumiki spielte langsam mit dem Gedanken eine Solokarriere anzustreben. Doch Anfang 2000 trafen die Drei auf den Sythie-verliebten Håkan Wirenstrand, die noch fehlende Zutat sozusagen. „Als Håkan dazustieß gab er uns allen neue Impulse“, erzählt Yukimi. „Obwohl Erik, Fred und ich alle auch Hip Hop und R&B hörten, waren wir eher mit Jazz beschäftigt. Dann kam Håkan dazu und war voll auf diesem nerdigen Kraftwerk, Depeche Mode, Jean Michel Jarre Synthietrip. Dieser Zusammenprall hat uns ein wenig die Augen geöffnet.“

2007 folgte das Debütalbum Little Dragon mit der Durchbruch-Single „Twice“. Während der Erfolg im heimischen Schweden erst einmal Ausblieb, führte der Song in den USA eine Art Eigenleben und brachte der Band ihre ersten eigenen Shows in Los Angeles ein. Als 2009 das elektronischer anmutende Folgealbum erschien, lud Damon Albarn Little Dragon prompt als Tour-Support auf die Gorrilaz „Plastic Beach“-Tour ein. „Stellt euch das einmal vor“, schwärmt Yukimi. „Bevor unsere eigenen Touren gut besucht waren, spielten wir schon als Support-Band der Gorrilaz in ausverkauften Stadien.“ Von da an ging es für Little Dragon steil bergauf. Ständig unterwegs, entstand das dritte Album der Band auf Tour und zwischendurch. Mit „Ritual Union“ etablierte sich das Quartett endgültig als Vorreiter experimenteller Popmusik.

Ihr neues Album „Nabuma Rubberband“ entstand in einem wesentlich entspannteren, winterlichen Umfeld. Auf die Rastlosigkeit der vorangehenden Jahre folgte, zurück in Göteborg, zurück im eigenen Studio, die Rückbesinnung der Band auf sich selbst. Als Inspirationsquellen dienten obskure Prince-Tracks, Eindrücke aus der derzeitigen Club-Kultur und alte ‚Slow Jams’ von Janet Jackson. „Janets richtig langsamen Stücke versetzen dich in einen regelrechten Schwebezustand“, erklärt Yukimi. „Das hat mich sehr bewegt und ist wahrscheinlich der Grund, warum auf der Platte erstmal wieder so viele langsame Songs drauf sind. Seit dem Erfolg von ‚Twice’ waren wir, was langsame Songs angeht, etwas befangen.“ Doch auch auf dem neuem Album gibt es noch die Momente zum mitwippen, wie etwa bei der ersten Single „Klapp Klapp“. „Wenn ich dieses Intro höre, die Bassline aus- und der Sound einsetzt, dann fühle ich mich jedes Mal wie Superwoman“, sagt Yukimi.

Little Dragon vertrauen weiterhin auf ihr Bauchgefühl. Was anders klingt oder Unerwartetes zu Tage bringt hat weiterhin Vorrang. Somit erscheint die Band auch auf „Nabuma Rubberland“ wieder in einem Licht, das mit ihren bisherigen Erscheinungen wie durch ein Prisma bricht, um schließlich doch wieder in neuem Glanz zu erstrahlen.

Little Dragon „Nabuma Rubberland“ erscheint am 12.05. auf Because Music.

Quelle: WMG

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