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Black Stone Cherry – Biografie

Dienstag, 4. März 2014 | By | Category: Biografie

Schon mit ihrem selbstbetitelten 2006er Albumdebüt haben sich Black Stone Cherry ihre ganz eigene Nische gesucht, in der sich das amerikanische Quartett auch heute noch hörbar pudelwohl fühlt: Ein Plätzchen irgendwo zwischen dickhosig-schmutzigem Vollgas-Hard Rock, schwer traditionsverhaftetem Southern Rock und eingängigem Mainstream-Rock – eine erbarmungslos nach vorne marschierende Soundmixtur, die die vier Jungs aus Edmonton, Kentucky auch auf ihrem neuen Album in Perfektion abliefern.

Black Stone Cherry - Credits: Ash Newell Photography

Black Stone Cherry – Credits: Ash Newell Photography

 

Wie würde es wohl klingen, wenn sich die Allman Brothers mal kurz mit Metallica auf ein paar Drinks träfen, so richtig die Fetzen fliegen ließen, sich am Ende sogar komplett in die Haare kriegen und schließlich von Robert Johnson wieder auseinander gebracht werden würden? Black Stone Cherry sind der lebendige Beweis! Einerseits ist der typische BSC-Sound so zeitlos wie ein Grillabend im Freien, ein betagtes Farmhaus im Wilden Westen oder ein runtergerocktes Paar Levi`s-Jeans – andererseits aber auch so modern und vorwärtsdenkend wie ihr Publikum. Ein Spirit, der auch auf „Magic Mountain“ deutlich spürbar ist. Mit ihrem neuen Album bringen Black Stone Cherry eine ganz neue Classic Rock-Saat aus, ohne die alte Ernte zu verleugnen.

Eine Ernte, die in der Vergangenheit unzählige extrem fruchtbare Radiohits wie „White Trash Millionaire“, „In My Blood“ oder „Please Come In“ hervorgebracht hat. Angetrieben von den charismatischen Vocals und der kraftvollen Gitarrenarbeit Chris Robertsons, den knirschend-kontrastierenden Gitarren von Ben Wells, dem rhythmisch-pulsierenden Bass Jon Lawhons und dem Uhrwerk-gleichen Groove von Drummer John Fred Young arbeiten sich Black Stone Cherry einmal mehr durch mitreißende Melodien und sofort ins Ohr gehende Rock-Vibes. „Natürlich ist es eine Ehre, in einem Atemzug mit Bands wie Lynyrd Skynyrd, den Allman Brothers, Molly Hatchet oder der Marshall Tucker Band genannt zu werden“, so Gitarrist Ben Wells. „Aber wir tun nicht so, als wären wir aus den 70ern. Wir haben niemals geplant, wie eine Southern Rockband zu klingen – wir klingen einfach nun mal so, wenn wir zusammen spielen. Es finden sich definitiv viele Heavy Rock-Elemente in unserem Sound, aber auch ein bisschen Country und sogar Funk. Wir vereinen von jedem ein bisschen. Wir erlegen uns selbst keine Grenzen auf, sondern tun, wonach uns ist.“

Mit ihrem vierten Longplayer fügen Black Stone Cherry ihren bisherigen acht gefeierten Radiosingles noch ein paar weitere Rock-Perlen hinzu; angefangen bei der Lead-Single „Me And Mary Jane“, über echte Bad Ass-Knaller wie das pomadige „Dance Girl“, bis hin zum explosiven „Blow My Mind“. Nach ihrer ebenso erfolgreichen wie zermürbenden Tour zum 2011er Release „Between The Devil & The Deep Blue Sea“ (dem Nachfolger zum 2008er Durchbruchsalbum „Folklore And Superstition“ sowie dem selbstbetitelten Debüt) nahm sich die Band Ende 2012 ein paar Monate Zeit, um endlich Familien zu gründen, die Batterien wieder aufzuladen und nicht zuletzt erste Ideen für das neue Album zu sammeln. „Wir alle mussten uns erst wieder an das geregelte Leben abseits des Tourstresses gewöhnen, um wieder die `good old boys from Kentucky` zu werden, die wir eigentlich sind“, so Frontmann Chris Robertson. „Ich habe mir die meiste Zeit mit der Hirschjagd vertrieben. Es tut wirklich gut, ein bisschen Zeit mit sich selbst im Wald zu verbringen.“ Nachdem man das Songwriting beendet hatte, machte machten sich BSC auf, das neue Material in Kalifornien einzuspielen.

Nachdem Black Stone Cherry in der Vergangenheit schon mit der Creme de la Creme renommierter Rock `N Roll-Hitmaker zusammen gearbeitet haben – namentlich mit Bob Marlette (Ozzy Osbourne, Seether, Rob Zombie) auf ihrem zweiten Album sowie mit Howard Benson (Creed, Three Days Grace, Daughtry) auf dem Nachfolger – verpflichtete man für „Magic Mountain“ niemand Geringeren als Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Tool, Soundgarden) als ausführenden Produzenten. „Dem Großteil der heutigen Rockmusik fehlt es einfach an Seele; alles ist echt langweilig und fade geworden“, analysiert Bassist Jon Lawhon. „Es gibt keine wirkliche Haltung mehr und kein Herzblut. Jeder von uns ist damals mit 70er Rock, Southern Rock, Country und Blues-Ikonen wie Robert Johnson oder Muddy Waters aufgewachsen. Auf unserem neuen Album stehen alle diese Elemente im Vordergrund – mehr als je zuvor!“

„Wir gingen mit dieser ganz besonderen Vorstellung ins Studio: Eine Vorstellung davon, wer wir als Band sein wollten und wie dieses Album klingen sollte“, erklärt Wells weiter. „Das Material sollte live über unseren Fans nur so zusammenbrechen – wir wollten von Anfang an demonstrieren, wie gut wir diese harten Riffs und catchy Melodien drauf haben!“ Eine geerdete Mixtur, mit der sich Black Stone Cherry eine kontinuierlich wachsende Fanbase erspielt haben und mit der man sowohl im Vorprogramm von Größen wie Nickelback, Bad Company, Lynyrid Skynyrd, Def Leppard, Whitesnake, Chickenfoot oder Alter Bridge die Massen begeistern konnte. „Wir haben uns unsere Fans auf die gute alte Art erarbeitet,“ so Wells. „Die Radiosender haben uns zwar von Anfang an unterstützt und wir wissen das auch sehr zu würdigen, doch erst wenn die Leute uns wirklich live auf der Bühne sehen, können wir sie restlos überzeugen. Diese Livepower wollten wir auch in den Sound des neuen Albums einfließen lassen.“

Young fügt hinzu, dass sich mit „Magic Mountain“ ein Kreis für Black Stone Cherry schließt: Sein Vater, Kentucky Headhunters-Gitarrist Richard Young, hatte der Band seinerzeit einen Showcase für einen A&R-Manager bei Atlantic Records besorgt. Obwohl es damals zu keinem Geschäft kam, so ist man jedoch heute Dank des Zusammenschlusses von Warner Music, Atlantic und Roadrunner Records schließlich doch bei Atlantic unter Vertrag. „Wir wollten alles andere als ein langweiliges 08/15-Album machen, sondern eines mit richtig Eiern in der Hose, das jeden schon mit den ersten Akkorden wegblasen sollte. Und genau das haben wir auch gemacht – es gibt auf diesem Album einfach kein Halten für uns“, so Young weiter.

Ganz der Draufgängermentalität Black Stone Cherrys folgend, stößt man das Album mit dem prahlerischen „Holding On… To Letting Go“ an – eine klassische Fists-in-the-air-Livehymne, die schon bald bei Konzerten rund um den Globus zu lauten Ehren kommen wird. Mit „Runaway“ hat man den mainstreamigsten Song ever im Programm, der trotz seiner radiotauglichen Eingängigkeit ganz klar BSCs Heavy Rock-Signatur trägt. Und mit Wells` persönlichem Lieblingslied „Fiesta Del Fuego“ lässt man schließlich Einflüsse von Ted Nugent und Aerosmith aufeinander prallen. „Am Ende geht der Track in diesen Jam-Part über, den wir aus dem Stehgreif im Studio eingespielt haben. Tatsächlich gehört dieser Teil zu meinen Lieblingsmomenten auf dem ganzen Album!“

Mit ihrem momentanen Line-Up sind Black Stone Cherry heute immer noch in ihrer Urbesetzung zu erleben, mit der sich die Band an Robertsons 16. Geburtstag am 4. Juni 2001 gegründet hat. Robertsons Kindergarten-Buddy Young über die bestens bewährte Konstellation: „Wir kennen Jon seit wir 13 waren. Ben lernten wir nur ein paar Tage vor unserer Bandgründung kennen. Eine echte Band sollte nicht nur aus einem Sänger und seinen austauschbaren Musikern bestehen, sondern eine Gruppe von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel sein. Eine Band ist vergleichbar mit einer Ehe: Man streitet sich hin und her, aber am Ende des Tages liebt man sich.“

Und auch die Fans lieben die spürbare Bandchemie aus Loyalität und Bruderschaft. „Die meisten unserer Fans sind auch nicht gerade mit dem sprichwörtlichen silbernen Löffel im Mund zur Welt gekommen. Sie wissen, was es heißt, sich etwas im Leben zu erarbeiten. Genau wie wir haben auch sie ihre Ziele und Ambitionen“, so Lawhon. „Wir verstehen unsere Fans – und sie verstehen uns.“

Quelle: WMG

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