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Josh Groban – Biografie

Freitag, 18. Januar 2013 | By | Category: Biografie

Mit rund 25 Millionen verkauften Alben und DVDs, weltweit ausverkauften Tourneen und vielfachen Platinauszeichnungen gehört JOSH GROBAN zu den spektakulärsten Sängern unserer Zeit. Billboard führt ihn auf Platz 14 der meistverkauften Acts des 21. Jahrhunderts, und sein Album Noël (2007) wurde zum meistverkauften Weihnachtsalbum in der Geschichte der Popmusik.

Josh Groban  - Credits: WMG

Josh Groban – Credits: WMG

GROBAN arbeitete bereits mit Giganten der Producergilde zusammen, darunter David Foster und Rick Rubin. Sein neues Album All That Echoes entstand nun in Zusammenarbeit mit Rob Cavallo, den man mit seinen Produktionen für Green Day, die Dave Matthews Band, aber auch Fleetwood Mac und anderen eigentlich eher aus dem Rockbereich kennt. Weiterhin waren Walter Afanasieff (Mariah Carey, Michael Jackson) und Lester Mendez (Shakira, Nelly Furtado) und der italienische Superstar Laura Pausini am Entstehen von All That Echoes, dem sechsten Album JOSH GROBANs, beteiligt.

Auf All That Echoes baut JOSH GROBAN vollständig auf jener künstlerischen Grundlage auf, die ihn seit mehr als einem Jahrzehnt zu einem internationalen Popstar macht, und beschreitet gleichzeitig neues Territorium. So ist die inspirierte erste Single Brave nur ein Beispiel  für sein fortgeschrittenes, persönliches Songwriting, das sich in sieben weiteren Songs, die er mitgeschrieben hat, niederschlägt. Aber auch die anderen Songs, Klassiker vom Oscar-Gewinner Falling Slowly aus dem Broadway Musical Once bis hin zu Stevie Wonders I Believe atmen ganz den Geist von JOSH GROBANs ureigener Kreativität. Mehr noch: GROBAN entdeckt sowohl die spanische Poesie mit Un Alma Mas, bei dem er Unterstützung durch den in Kuba geborenen Trompetenmeister Arturo Sandoval erhält, als auch die italienische Wesensart mit E Ti Prometterò, das er als Duett mit der wunderbaren Laura Pausini aufgenommen hat. Diese Exkurse unterstreichen GROBANs einzigartiges Talent als meisterhafter Interpret in allen Sprachen.

 

In dieser ersten Zusammenarbeit mit Rob Cavallo gelang es GROBAN, den Geist seiner legendären Konzerte einzufangen, bei denen er das enge Band mit seinen Fans, den so genannten „Grobanites“, knüpft. „Das Album wurde von derselben Energie geprägt, die ich auf Tour spüre“, bestätigt JOSH GROBAN. „Ich dachte: Genau dies ist die Energie und die Dynamik, die ich auf meinem nächsten Album haben möchte: Das Gefühl, dass ich auf die Bühne gehe.“ Und jeder von den Hunderttausenden Fans, die GROBAN auf seiner Tour zum Album „Illuminations“ gesehen haben, weiß, was das bedeutet. Seine Konzerte sind Konzerte sind so locker und verspielt wie auch voller intimer Atmosphäre – selbst in Stadiondimensionen. Gleichzeitig entwickelt seine Performance eine unwiderstehliche Kraft, indem sie von GROBANs großer Musikalität und seiner beseelten, spontanen Persönlichkeit geprägt sind. Letztere brachte ihm auch eine steile TV- und Filmkarriere ein, die ihn unter anderem an eine Rolle in der Kultserie The Office führte, einen Auftritt im Steve Carrell/Julianne Moore-Film Crazy, Stupid, Love verschaffte und ihn zum Co-Star in der kommenden Komödie Coffee Town bescherte.

 

Doch zurück zum Album: Als JOSH GROBAN und Rob Cavallo sich nach einer Show in Chicago zusammensetzten, um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit auszuloten, stellte sich sehr schnell heraus, dass beide die gleiche Vorstellung von einem neuen JOSH GROBAN-Album hatten. „Als Rob nach Chicago kam, hatte er im Grunde dieselben Adjektive im Kopf wie ich“, berichtet GROBAN. „Ich wollte es mit Seele haben, wollte, dass es aufrichtig und dynamisch und inspiriert und energetisch ist. Und hauptsächlich wollte ich diesen gewissen Punkt in meinem Gesang finden, den ich auf Tour immer treffe.“ Um dies zu erreichen, strebte Cavallo, der 1998 einen Grammy als Producer of the Year bekam, eine Annäherung an die Studioarbeit an, die so kreativ wie möglich sein sollte.  Obwohl er als Produzent vor allem für seine Arbeit mit Rockbands bekannt ist, gehen sein Interesse und seine Erfahrungen weit darüber hinaus. Vor allem seine Großeltern, die große Opernliebhaber waren, führten ihn schon früh an klassische Musik heran. Luciano Pavarotti war ein Freund der Familie, der vor allem wegen der Kochkünste der Großmutter oft und gern vorbeikam. Und die Chance, all diese Welten in einem Projekt zu vereinen, war eine Herausforderung, die Cavallo nur zu gern annahm.

 

In den berühmten Ocean Way Studios in Hollywood begann Cavallo zunächst, eine All-Star-Band zusammenzustellen: An die Drums kamen Matt Chamberlain (Bowie, Garbage, Brad Mehldau, Robbie Williams) und Abe Laboriel Jr., der gerade von einer Tour mit Paul McCartney zurückgekommen war, am Bass hört man Chris Chaney (Jane’s Addiction), die Gitarre spielt Tim Pierce (Madonna, Dave Matthews) und an die Keyboards setzte sich Jamie Muhoberac (Rolling Stones, Seal, My Chemical Romance u.v.m.). Zusätzlich besorgte Cavallo noch eine Geheimzutat, nämlich ein Trio von Top-Orchestersession-Musikern aus L.A.: Cellistin Dane Little, Violinist Charlie Bisharat und Harfen-Ass Gayle Levant. Und schließlich, um die Situation so fruchtbar wie möglich zu machen, gab er den Musikern und GROBAN sämtliche Freiheiten. „Wir versuchten ein Experiment“, so Cavallo. „Wir hatten nur die besten: Die besten Gitarristen, Keyboarder, Bassisten und Drummer, und dann holten wir die die beste Harfenistin, die beste Cellistin und den besten Violinisten in ganz L.A. und setzten sie zusammen, damit sie sich aufeinander einspielen konnten. Wir probierten es und wussten nicht, ob es funktionieren würde. Und es funktionierte hervorragend! Jeder hörte auf den anderen und alle reagierten aufeinander. JOSH war der Anführer, und die Chemie aller Beteiligten fügte sich zusammen. Es war wie gemacht für leidenschaftliche Gesangsaufnahmen. Was man auf dem Album bekommt, ist der wahre, reine JOSH GROBAN. Sehr wahr!“

Alle Arrangements wurden dann gemeinsam ausgearbeitet: „Die Rhythmussektion kam herein und war bereit zum Rocken“, erinnert sich GROBAN. „Die Leute vom Orchester kamen herein und waren sehr kontrolliert. Die perfekte Balance entstand dadurch, dass die Rock-Typen den Orchesterspielern Ecken und Kanten beibrachten, und die Orchestermusiker gaben den Rockmusikern ein sicheres Gefühl für Kontrolle und Nuancenreichtum in ihrem Spiel. Abe Laboriel zu sehen, wie er mit einer Harfe harmoniert, war einfach großartig. Und Gayle sagte, dass es seit Sinatras Tagen nicht mehr vorkam, dass sie mit einer Rhythmussektion improvisieren konnten. Als sie dann zu mir sagten: „Das Mic ist bereit“, war es eine wirkliche Inspiration, auf das Arrangement zu singen und drei Welten – meine eigene mitgezählt – miteinander zu verschmelzen.“

Die meisten Aufnahmen auf dem Album entstanden aus den ersten frühen Takes. Selbst die Parts mit einem ganzen Orchester, die später hinzugefügt wurden, ergaben sich direkt aus der Musik der frühen Sessions. Und der Vibe pflanzte sich außerhalb des Studios fort: „Es ist eine musikalische Kameradschaft geworden, nicht nur eine Anwesenheit für einen Gig“, so schwärmt GROBAN. „Rob steht dabei am Anfang, aber es war nicht nur das Spielen selbst, es waren auch die Witze und die gemeinsamen Mahlzeiten, die uns zusammenbrachten. Wir haben uns alle sehr persönlich kennengelernt. Manchmal entsteht diese Magie, wenn man sozusagen jenseits der Uhr ist, also wenn man seinen Job technisch hinter sich gebracht hat, aber das Gefühl hat, dass es noch besser geht. Und jeder von uns hat sein ‚Extra‘ beigetragen.“

Buchstäblich auf die Straße führte sie Hollow Talk, ein Song der dänischen Indie-Band Choir of Young Believers, der voller komplexer musikalischer Wendungen und wechselnder Emotionen steckt. Er baut sich von einer kleinen, intimen Ballade zu einem großen, sich ausweitenden Soundhorizont mit Orchester und Dudelsack auf. Im Studio ließ GROBAN die Bemerkung fallen, dass er dabei eine Vision von einem einsamen Mädchen vor Augen hat, das allein eine Straße hinabgeht. Toningenieur Allen Sides wurde davon inspiriert, steckte ein Mikrophon ein und ging los, um auf dem Sunset Boulevard Straßenatmosphäre aufzunehmen. „Wir hörten, wie die Autos vorbeifahren und sagten: Kann das funktionieren?“, so GROBAN. „Und es wurde sehr großartig!“

Auch als Songwriter fühlte sich JOSH GROBAN inspiriert, seine Erfahrungen seit Illuminations auszuweiten, jenem Album, das sich erstmals um seine Eigenkompositionen zentrierte. Für Brave schloss er sich mit seinem langjährigen Mitstreiter Tawgs Salter und der Singer/Songwriterin Chantal Kreviazuk zusammen. „Brave ist einer der energetischeren Songs, aber ich fühlte mich trotzdem ganz in meinem Element. Ich hatte zu keiner Zeit Gefühl, er würde aus einer mir fremden Welt stammen. Er trifft genau dieses Gefühl der Energie, die ich auf der Bühne spüre. Ich will dann, dass das Licht ganz verrückt wird und die Band so losrockt, dass es mir die Haare nach hinten weht und mich bewegt. Das repräsentiert für mich jene Adjektive, die Rob und ich bei unserem ersten Treffen in Chicago im Sinn hatten.“

Text und Melodie für Below The Line, das GROBAN mit Salter und Simon Wilcox schrieb, entstanden an jenem Tag, als er an Life Below the Line teilnahm, ein Projekt, an dem Menschen einen Tag lang versuchen müssen, mit $1.50 über die Runden zu kommen, um ihnen eine Vorstellung von Armut zu geben. „Das war kein Spaß“, erinnert sich der Sänger, dessen eigene Find Your Light Foundation sich vorrangig um dringend benötigte Bildung in den Künsten kümmert. „Ich habe den ganzen Tag von einer Dose Bohnen gelebt, eine Hälfte am Morgen, die andere am Abend. Irgendwie entstand ein Song daraus. Es geht gar nicht unbedingt um die ganze Botschaft des Songs, aber die Kernzeile ist: ‚Wir helfen uns selbst nicht, wenn wir nicht auch anderen helfen‘.“

Ein weiterer regelmäßiger Begleiter, Lester Mendez (der auch zwei Songs auf dem Album produzierte), tat sich mit GROBAN für False Alarms zusammen und für E Ti Prometterò, das in Zusammenarbeit mit Salter und dem italienischen Songtexter Marco Marinangeli entstand. Einen zweiten italienischen Song, Sincera, schrieb GROBAN gemeinsam mit Marinangeli und dem renommierten Producer/Komponisten Walter Afansieff, der den Song auch produzierte. Derart persönliche Verbindung durchziehen das ganze Album. So schloss GROBAN Freundschaft mit dem irischen Songwriter Glen Hansard, der Falling Slowly co-komponierte und intensiv am Film und Musical Once mitgewirkt hat. Das Musical enthält sogar einen Scherz auf Kosten GROBANs, der das Stück wiederum in der Tony Awards Show vorstellte.

Laura Pausini dagegen war „der erste globale Superstar, den ich persönlich getroffen habe“, so GROBAN. Eine Begegnung, die allerdings einige Jahre zurückliegt, als JOSH GROBAN 17 Jahre alt war und an der MIDEM-Konferenz in Südfrankreich teilnahm. Schon damals entstand eine Freundschaft, die mit der Zeit wuchs und beide hoffen ließ, dass es irgendwann einmal eine Gelegenheit des Zusammenwirkens geben würde. Diese bot sich schließlich mit der Aufnahme von E Ti Prometterò.

Vor ein paar Jahren fand GROBAN sich direkt neben einem seiner persönlichen Helden wieder, nämlich Jimmy Webb, der bei einem sehr stürmischen Fluges nach New York City neben ihm im selben Flieger saß. Auf All That Echoes widmet sich GROBAN dessen Song The Moon Is A Harsh Mistress, ein Song mit komplizierter emotionaler Basis, der von vergangenen Interpretationen durch Judy Collins und Linda Ronstadt geprägt ist. Und das irische Traditional She Moved Through The Fair kam zu GROBAN, als „ich mein nächtliches Glas Wein trank und durch YouTube surfte“. Er stieß auf eine Live-Solo-Version von der britischen Folkrock-Legende Richard Thompson, einem weiteren langjährigen Favoriten GROBANs. „Ich bin mit irischer Musik aufgewachsen und dachte mir: ‚Lass es auf einen Versuch ankommen‘“, zumal der Song bereits von Künstlern wie Van Morrison und Sinead O’Connor erfolgreich aufgenommen wurde. Um den Song angemessen zu instrumentieren, griff Levant hier zu einer keltischen Harfe und GROBAN holte einen weiteren alten Freund ins Studio: Eric Rigler, einen Virtuosen auf der irischen Uilleann Pipe. „Nach ein paar Kompositions-Sessions, auf denen man besonders clever sein wollte, ist es immer gut, von Songs wie diesen wieder auf die Erde geholt zu werden.“

Um die ganze Sache abzurunden, schließt das Album mit einem Stevie Wonder-Klassiker, I Believe. „Niemand schreibt bessere Songs als Stevie Wonder, wenn es um den Gegensatz von Licht und Schatten und um die Versuchungen und Drangsale der Liebe geht“, so GROBAN. „Es geht darum, wie unperfekt wir sein können, wie viel wir zu lernen haben. Nach dem Motto: ‚Auch wenn ich es in der Vergangenheit versaut und alles falsch gemacht habe, werde ich nicht locker lassen, wenn mir die Liebe über den Weg läuft‘.“

GROBANs Stimme verleiht dem Song einen wahrhaft persönlichen Stempel, während die Band und das Orchester von einem ganzen Gospelchor begleitet wird. Das Ende des Songs fängt dann den Geist ein, der die Sessions zu All That Echoes von Anfang bis Ende begleitete. GROBAN selbst spielte bei I Believe das Schlagzeug.

„Für mich“, so GROBAN, „gab es nach all den Botschaften, die wir auf dem Album verarbeitet haben, keinen besseren Weg als mit Brave zu beginnen und  genau so zu enden, wie wir es mit I Believe getan haben.“
Quelle: WMG

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