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Matt Corby – Biografie

Mittwoch, 31. Oktober 2012 | By | Category: Biografie

Corby ist erst 21 Jahre alt. Er wuchs auf in Sydney, beeinflusst schon früh vom Gospel der Kirche, seiner (durch den Song „His Eye is on the Sparrow“ entfachte) Leidenschaft für Musik und, später, seiner Liebe zu Crosby, Stills, Nash and Young.

Matt Corby

Matt Corby

Auf seinem Weg wurde er durch bemerkenswerte und profane Lebensabschnitte gleichermaßen geprägt: Er tourte mit einer Kirchen-Band, er arbeitete in der U-Bahn, er erkämpfte sich musikalische Stipendien und Support-Auftritte, bis er sich plötzlich als Noch-Teenager ausgebrannt, verunsichert und verwirrt wiederfand. Er stand kurz davor seinen Traum von der Musik aufzugeben.

Es brauchte einen Trip nach London, kurz nach seinem 18. Geburtstag, um den Weg zurück zur kreativen Zufriedenheit zu finden. Er spielte kleine Shows, verliebte sich aufs Neue in die Musik und traf sich in der britischen Metropole mit dem Label Communion. Bei diesem haben unter anderem Ben Howard, Marcus Foster und The Staves ein Zuhause gefunden. Durch ihr Interesse fühlte er sich dazu angespornt, sich das Songwriting beizubringen und zu lernen, wie man die Kraft seiner Stimme und die von ihr getragenen Worte zusammen bringt.

„Zunächst war ich nur ein Sänger“, erklärt Corby. „Ich konnte immer singen, was ich wollte, aber ich war kein echter Texter. Erst als ich älter wurde lernte ich die Macht dieser Kunst und wie ein guter Song Menschen berühren kann. Ich glaube meine Zusammenarbeit mit Communion veränderte ganz stark meine Beziehung zum Songwriting, ganz einfach weil ich die anderen Künstler auf dem Label beobachten konnte.

Er denkt da insbesondere eine Nacht, in der Communion sein Künstler-Repertoire der Öffentlichkeit präsentierte. Damals spielte er an der Seite von Marcus Foster. „Er hat mich mit jedem seiner Songs ausgestochen“, erinnert sich Corby. „Da wurde mir klar, dass ich bessere Lieder schreiben muss, um meinen Standpunkt klar zu machen; Ich wollte die Stille um uns in Musik verwandeln – um auszudrücken, was ich zu sagen habe.“

Nachdem er in Großbritannien für Communion die „Colour“ EP aufgenommen hatte, ging Corby zurück nach Australien. Kurze Zeit später startete er eine Tour durch Gärten und Hinterhöfe im ganzen Land. „Wir arbeiteten uns die Küste entlang, surften, machten Musik, wurden bekannter und lernten vieles. Am Ende der Tour hatte ich genug Erfahrungen gesammelt, um eine neue EP aufzunehmen.“

Corby ging, bewaffnet mit sechs Songs und einer halben Idee für einen weiteren mit Namen „Brother“, ins Studio. „Ich schrieb diesen Song im Proberaum fertig“, erinnert er sich. „Etwas vergleichbar Episches hatte ich nie geschrieben. Ich hatte das Gefühl ein Risiko einzugehen, in dem ich einen so ‚großen’ Song aufnahm. Zuvor hatte ich auch nie wirklich gesungen, wenn ich ins Studio ging. Ich war immer nur am flüstern und versteckte dadurch, wie gut ich wirklich singen kann.“

Wenn es einen Titel gibt, der nicht nur Corby’s außergewöhnliche Stimme, sondern auch die Entschlossenheit und die Schwierigkeiten einfängt, die Corby zu seiner Musiker-Karriere motivierten, dann ist es mit Sicherheit „Brother“. Hier vereint er Wolfs-Geheul, Falsett-Gesang und pure, herzzerreißende Sehnsucht.  „Als dieser Song veröffentlicht wurde, dachte ich mir, entweder funktioniert dieser Song oder gar keiner“, sagt Colby heute.

Der Song wurde schnell durch die kultisch verehrte, australischen Radio-Station Triple J aufgegriffen und wurde noch größer durch eine für den Sender performte Akustik-Session, die heute bereits als legendär gilt. Bis zu diesem Tag erreichte die Brother EP in Australien fünf mal Platin und sicherte ihm (hinter den Black Keys und Gotye) in seiner Heimat den dritten Platz in der Liste der 100 besten Songs des Jahres.

Am Spannendsten ist, dass auch diese EP nur andeutet, wie viel Talent tatsächlich in Corby steckt. Er spricht vom Selbstvertrauen, den der Erfolg der EP ihm gegeben hat, seiner Freude über seine neue Heimat Atlantic Records und wie viel Spaß ihm das Songwriting seit dem macht. „Das ist eine physische Sache – die Leute bekommen eine Verbindung zu deinem Herz und deinem Selenleben geschenkt“, sagt er mit einer Hand auf der Brust. „Irgendwas hier drinnen fühlt diese Verbindung, diese Wärme…dieses Gefühl bekomme ich, wenn ich etwas Gutes schreibe. Und das macht die ganze Sache für mich so spannend.“

Quelle: WMG

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