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Silversun Pickups – Biografie

Montag, 30. April 2012 | By | Category: Biografie

SSPU III – Neck Of The Woods“ – klingt beim ersten Hinschauen wie die Fortsetzung eines erfolgreichen Actionblockbusters aus Hollywoods Leinwandtraumfabriken. Ist es auch, irgendwie. Zwar kein Zelluloidstreifen für Lichtspieltheater, doch aber ganz großes Breitwandkopfkino zum hören und tagträumen, direkt aus Los Angeles.

Silversun Pickups - Credits: WMG

Silversun Pickups - Credits: WMG

Mit „Neck Of The Woods“ veröffentlicht das kalifornische Indierock-Quartett Silversun Pickups nun sein drittes Album: Full IMAX-Rock `N Roll im 3D Stereoskop-Sensurround-Sound!

Schon mit ihrer im Jahr 2005 releasten „Pikul“-EP haben Frontmann/ Gitarrist Brian Aubert, Bassist Nikki Monninger, Keyboarder Joe Lester und Drummer Christopher Guanlao erstmalig mehr als wohltuend auf sich und ihre Qualitäten aufmerksam gemacht.

Das ein gutes Jahr später folgende Albumdebüt „Carnavas“ enterte inklusive der Single „Lazy Eye“ auf Anhieb Platz 1 der Billboard-Heatseekers-Charts sowie einen ehrbaren Platz 80 der US-Albumcharts und ebnete den Weg zum 2009er Durchbruchs-Longplayer „Swoon“. Mit Songs wie „Panic Switch“ oder „The Royal We“ etablierten sich Silversun Pickups als eine der aufregendsten und vielversprechendsten Newcomer im Alternative-Genre, wie auch der wohl verdiente Grammy Award in der Kategorie „Best New Artist“ beweist.

Nach Release ihrer gefeierten Vorabsingle „Bloody Mary (Nerve Endings)“ legen Silversun Pickups mit „Neck Of The Woods“ ihr facettenreichstes, ausgereiftestes und mitreißendstes Album vor! Ein akustisches Abenteuer in Rock: Angefangen bei Niederfrequenz-Schlägen in die Magengegend, über elegische Ausflüge in hypnotische Klangwelten samt leicht elektrifizierten Eskapaden, bis hin zur High Definition-Kreativität des ersten Song-Outtakes – mit „Neck Of The Woods“ haben SSPU ihren ohnehin schon fast unermesslichen Klangkosmos um eine neue Dimension erweitert.

„Ich denke, man kann auf diesem Album deutlich unsere absolute Spielfreude heraushören“, kommentiert Sänger Brian Aubert die brandneuen Stücke. „Wir haben sehr viel experimentiert und uns eine gewisse Freigeistigkeit zugestanden. Wir wollten die Songs fließen, fliegen, schweben lassen.“

Freigeist, der von Auberts Europa-Trip nach dem erfolgreich bestandenen „Swoon“-Tourmarathon beeinflusst und kreativ gespeist wurde. Inspirationsexkursion von Italien nach Island und wieder zurück. Und ein paar erste Late-Night-Homerecording, während seine Frau nebenan seelenruhig schlief. Making Of von reinem Zauber. Schon vor den eigentlichen Aufnahmen zu „Neck Of The Woods“ war mehr als klar, das musikalische Level mit den Songs idealerweise ein ganzes Stück höher zu setzen. Was man mit „Swoon“ schon eindrucksvoll zelebrierte, das wurde auf „Neck Of The Woods“ zu einer luftig-leichten, ätherischen und unkonventionellen Soundeinheit perfektioniert. Pure Magie, erstmalig eingefangen irgendwo in einem kleinen Proberaum in Silverlake: Die Macht der Phantasie, eingefangen auf Album Nr. 3.

Silversun Pickups - Credits: WMG

Silversun Pickups - Credits: WMG

Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, den Songs ihre eigene Freiheit zu lassen. Sie nicht künstlich zu limitieren oder uns sonst wie in unserer Kreativität zu beschneiden. Wir wollten herausfinden, warum sie so sind, wie sie sind. Sie atmen lassen, statt sie in irgendwelche unnatürlichen Korsetts zu zwingen. Selbst die Stücke, die wir eingangs zu seltsam fanden, haben wir mittlerweile gelernt zu lieben…

Neue Einflüsse, neue Energien, neue Synergien, zu deren Umsetzung niemand Geringerer als Producer-Ikone Garrett „Jacknife“ Lee (U2, R.E.M., Snow Patrol…) entscheidenden Einfluss hatte und Silversun Pickups den nötigen Freiraum bot, zu improvisieren, sich selbst immer neu zu erfinden, sich zu wandeln, sich zu entwickeln.

Jacknife meinte nur: Lass uns ins Studio gehen, den Kram verkabeln und einfach von Grunde auf anfangen“, erklärt Aubert. „Das war genau das, was auch uns vorschwebte: Ein Album zu machen, ohne es wochenlang tot zu analysieren und alles Leben aus den Songs heraus zu proben, bevor wir anfangen könnten zu recorden Es sollte Ecken und Kanten haben, an denen wir uns stoßen können.

Ecken und Kanten, Neuerfindung – das große Schlüsselwort auf „Neck Of The Woods“: Statt sich diesmal wie gehabt auf ihren Markenzeichensound – meterdicke Klangschichten aus verechoten und verzerrten Gitarrennoises – zu verlassen, präsentieren sich SSPU diesmal von einer eher träumerischen, überirdisch-ätherischen Seite.

„Wir hatten uns diesmal vorgenommen, mit negativem Klangraum zu experimentieren. Wir versuchen immer, eine gewisse Dynamik innerhalb der Stücke zu erreichen, doch leider geht diese manchmal in den verschiedenen Soundschichten verloren. Diesmal haben wir versucht, die Dinge in verschiedene Richtungen zu treiben und alles ein wenig knackiger und schräger zu gestalten. Die etwas drastischeren, lauteren Stellen innerhalb der Lieder sollten diesmal richtig cranky klingen!“

Trotz der gewohnt epischen Songbreite kann man Songs wie „Here We Are (Chancer)“ teilweise noch die ursprüngliche Nacktheit von Auberts Heimdemos anhören, wurden doch viele der Original-Demo-Drumspuren und andere rohe Elemente im Gesamtmix belassen. „The human sound in the machine“, wie Aubert die SSPU-eigene Vorgehensweise charakterisiert.

Angefangen beim hypnotischen „Skin Graph“ offenbart das Album eine überraschend frostige Spannung, die eher an Leinwandthriller wie Stephen Kings „The Shining“ oder das Horrormärchen „So finster die Nacht“ erinnert. Stücke wie „Make Belief“ und „The Pit“ dagegen werden getrieben von dunklen Gedanken, denen man auch als erwachsener Mensch nicht entkommen kann.

Am Erwachsenwerden gibt es diverse Aspekte, die mich absolut gruseln“, erklärt Aubert weiter. „Dinge, die sich irgendwo tief in einem verstecken. Das ist der Stoff, der mich am meisten inspiriert. Manche Menschen glauben an `Die Macht` – ich bin da mehr eher stumpf wie Han Solo. Ich denke, alles im Leben ist nur pures Glück! Ich weiß nicht, ob wir dieses Glück verdienen, aber wir sind nichts desto trotz sehr dankbar dafür!“

Quelle: WMG

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