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Uncle Kracker – Biografie

Mittwoch, 2. September 2009 | By | Category: Biografie

Mit seiner Durchbruchs-Single Follow Me feierte UNCLE KRACKER, DJ und Co-Songwriter des Rockbastards Kid Rock, bereits im Jahr 2001 seinen perfekten Start in die Solokarriere: Eigentlich jeder sang den damaligen Top-Sommer-Song 2001 eine ganze Saison mit und wird sich auch heute noch an den entspannten Groove erinnern. Der Song war ein echter Radiohit und wurde nach einer zweiwöchigen Position-1-Platzierung in den deutschen Charts schließlich mit Platin ausgezeichnet.

Uncle Kracker (c) Chapman-Baehl

Uncle Kracker (c) Chapman-Baehl

In diesem Oktober legt UNCLE KRACKER nun sein viertes Album Happy Hour vor, und das schließt an Flair und Feeling so direkt an Follow Me und das Debüt Double Wide an wie kein anderes UNCLE KRACKER-Album zuvor.

Auslöser für den herrlich lockeren Groove des Albums war KRACKERs achtjährige Tochter: „Sie sagte zu mir: Ich kann zu deinen Songs gar nicht richtig tanzen“, erinnert sich der dreifache Vater UNCLE KRACKER, der im Januar 2008 die ersten Songs für das neue Album entworfen hatte. „Nicht, dass ich deshalb beschlossen hätte, ein Dance-Album aufzunehmen, aber es dämmerte mir, dass ich zu sehr dazu tendiere, viele akustische Balladen und Midtempo-Songs zu schreiben. Und ich dachte: ‚Hey, das ist nicht gut, wenn deine eigenen Kinder deine Platten nicht gern hören.’ Letztendlich wollen die Leute mehr lachen als weinen. Mir wurde klar, das es nun Zeit wurde, ein bisschen mehr upbeat und positiv zu sein. Und so wurde es dann auch auf Happy Hour.“

Produziert von Multi-Grammy-Gewinner Rob Cavallo, wurde Happy Hour eine frische Mixtur aus Country-geprägtem Pop und Rock’n’Roll, der den gebürtigen Detroiter nicht nur als einen äußerst liebenswürdigen Jungen von nebenan zeigt, sondern auch seine ausgeprägte Gabe als Songwriter zur Geltung bringt. Immerhin – wurde er früher meist als DJ in Kid Rocks Twisted Brown Tucker Band identifiziert, hat UNCLE KRACKER (der in „Wirklichkeit“ Matt Shafer heißt) in den letzten Jahren eindrucksvolle Erfolge als Songwriter vorweisen können, unter anderem als Co-Songwriter für einige Kid Rock-Hits wie Bawitdaba, Cowboy, Forever, Only God Knows Why und den Sommerhit 2008, All Summer Long, aber auch im Rahmen seiner Solokarriere: Sein Solodebüt Double Wide (2000) erreichte US-Doppelplatin. „Uncle Kracker hat null musikalisches Talent“, schmunzelt auch sein alter Kumpel Kid Rock. „Aber er ist ein phänomenaler Songwriter – äußerst talentiert, wenn es um Worte und Melodien geht!“

Auf Happy Hour eröffnet UNCLE KRACKER eine Welt von außergewöhnlich Ohrwurm-fähigen Refrains in echten Feel-Good-Hymnen wie der ersten Single Smile, der ausgelassenen Southern California-Stichelei I Hate California und dem lockeren Good To Be Me, in dem er seine Lieblingsbeschäftigung abfeiert, nämlich in seinem Cutlass Supreme mit heruntergelassenem Verdeck durch die Gegend zu cruisen. Auf drei weiteren Songs beweist er seinen Sinn für Humor und Satire – nennen wir sie Songs über ‚komplizierte’ Frauen: California, Hot Mess, My Girlfriend – und in Corner Bar lässt er seine ernste Seite durchblicken, etwa Gedanken über die derzeitige Wirtschaftskrise: “A funny little thing we all call greed / Brought my hometown down to its knees”. Zu den weiteren Highlights gehören natürlich die akustische Ballade Me Again und die Coverversion von Bob Segers Main Street.
So locker sich die Songs anhören, heißt das dennoch nicht, dass sie locker zu schreiben waren. Happy Hour ist UNCLE KRACKERs erstes Album seit Seventy-Two & Sunny; das schon vor fünf Jahren erschien. Denn nach der Tour zum Album hatte UNCLE KRACKER zwar ein ganzes Album geschrieben und aufgenommen, verwarf es aber wieder: „Ich entschied, dass es nicht das richtige Album war,“ sagt er. „Es fühlte sich einfach nicht relevant an. Also trat ich alle Songs in die Tonne.“

Erst als Rob Cavallo ins Spiel kam, der für Green Day, Kid Rock und die Dave Matthews Band bereits hervorragende Arbeit geleistet hatte, bekam die Sache wieder richtigen Schwung. „Cavallo ließ mich nicht mit Mittelmäßigem durchkommen“, so UNCLE KRACKER. „Er rührte einfach nicht an, was ihn nicht vollkommen überzeugte. Also schrieb ich ein paar neue Songs, und es gab vielleicht einen von zehn, bei dem er sagte ‚Okay, das können wir versuchen.’ Ich habe meine letzten Alben selbst co-produziert, und so war es eine gute Erfahrung, ein paar Sachen zu schreiben und zu gucken, was ein gestandener Producer daraus machen würde. Manchmal ist man einfach zu dicht an den eigenen Songs, um offen genug zu sein, von irgendjemand anderem Vorschläge anzunehmen.“

„Ich glaube, Matt hat wirklich einen Schritt nach vorn gemacht, als er jemanden wie Rob ins Boot geholt hat, um die Produktion abzurunden“, so Kid Rock. „Happy Hour ist vom Sound her sein bestes Album. Ich denke auch, dass es vom Songwriting her sein bestes Album ist. Sollte es auch, schließlich hat er verdammte fünf Jahre gebraucht, um es zu schreiben.“
UNCLE KRACKER muss unweigerlich grinsen, wenn er die Kommentare Rocks hört. Immerhin sind die beiden beste Freunde, seit sie sich 1987 in einem Club in Clawson, MI, trafen, in dem Rock auf einem All-Ages-DJ-Contest die Turntables bediente. Ihre gemeinsame Vorliebe für HipHop und Classic Rock schweißte sie zu engen Freunden zusammen. Was kaum einer weiß: UNCLE KRACKER hatte seinen ersten Deal schon mit 15 Jahren bei einem kleinen Detroiter Indie-Label. „Ich fing mit elf Jahren an, Rap-Songs zu schreiben, kurz nachdem das erste Fat Boys-Album Mitte der Achtziger erschien“, erinnert er sich. „Ich traf Kid Rock mit 13, und hab nur ein paar Jahre später meinen ersten eigenen Deal gehabt. Ich war damals juristisch gesehen zu jung, um selbst einen Vertrag zu unterschreiben. Aber die Leute denken immer, Kid Rock hätte mich quasi einfach ausgespuckt, und da war ich“, so lacht UNCLE KRACKER.

Tatsache ist, dass UNCLE KRACKER maßgeblich an den Erfolgen der Kid Rock-Alben Early Mornin’ Stoned Pimp und Devil Without A Cause beteiligt war, bevor er 2000 sein Solo-Debüt Double Wide veröffentlichte, das Platz 7 der Billboard 200 erreichte und seinen bisher größten Hit Follow Me enthielt. Der Song wurde bald mit Doppelplatin ausgezeichnet und ebnete den Weg für Songwriter wie Jason Mraz und John Mayer. 2002 erschien No Stranger To  Shame (US-Gold) mit dem Hit In A Little While und den Doobie Brothers-Klassiker Drift Away, der mit 22 Wochen Dauerpräsenz auf Platz 1 der AC-Charts einen Rekord brach. 2004 kam Seventy-Two And Sunny, auf dem er unter anderem mit Country-Star Kenny Chesney zusammenarbeitete. Im Gegenzug bedankte sich UNCLE KRACKER mit seinem Stimmeneinsatz auf Chesneys When The Sun Goes Down, der sich fünf Wochen lang auf der Top-Position der Hot Country Songs hielt. Das war zudem das erste Mal nach 20 Jahren, dass ein Country-unvorbelasteter Künstler auf einer No.1-Country-Single auftauchte. Die beiden gingen danach auf eine großangelegte Arena-Tour, auf der die Chesney-Fans lauthals bei Follow Me und Drift Away mitsangen.

„Ich hab viel von Kenny gelernt, etwa, wie man die Dinge mit einem positiven Blick betrachten kann,“ betont UNCLE KRACKER. „Er zeigte mir, wie man sich etwas weniger Sorgen macht und sich nicht an Kleinigkeiten aufreibt.“ Ein Einfluss, den man deutlich auf Happy Hour hört, sein definitiv mitreißendstes Album. „Das war absolut ein Abschied von dem, was ich bisher gemacht habe, und ich bin sehr scharf darauf, dass die Leute es hören!“

http://www.myspace.com/unclekracker

Quelle: WMG


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  1. […] 3 ½ Jahren verliess Philip die Band um nach L.A. zu ziehen. 2001 stieg er bei Uncle Kracker ein und hatte noch im selben Jahr mit „Drift Away” einen US Nr. 1 Hit. Zwei Jahre später […]

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