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Daniel Behle: Arien aus Gluck Opern

Dienstag, 13. Mai 2014 | By | Category: Neue Alben

Daniel Behle ist einer der vielseitigsten deutschen Tenöre und in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Sein Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Nun erscheint sein erstes Album beim Traditionslabel Decca am 13. Juni 2014 mit Arien von Christoph Willibald Gluck pünktlich zu dessen 300. Geburtstag am 2. Juli. Behle, der ohne Zweifel begeisterte Reaktionen hervorruft, singt zusammen mit der brillanten Armonia Atenea unter der Leitung von George Petrou. Für das Album entstanden dabei auch vier Weltersteinspielungen der Titel Quercia annosa sull’erte pendici aus der Oper Antigono, Io veggo in lontananza aus Semiramide riconosciuta, Non hai cor per un’impresa aus Ipermestra und Bel piacer saria d’un core aus Semiramide riconosciuta

Im April 2014 gab Daniel Behle in Salzburg unter Leitung von Christian Thielemann sein umjubeltes Debüt als Matteo in Strauss‘ „Arabella“. Im Sommer 2014 folgt an der Bayerischen Staatsoper Henry Morosus in „Die schweigsame Frau“. 2015 gestaltet er am Théâtre La Monnaie Brüssel Oronte in Händels „Alcina“, kehrt als Belmonte nach Aix en Provence zurück und singt an der Oper Frankfurt erstmals Erik in „Der fliegende Holländer“.

Daniel Behle - Credits: Decca/Juian Laidig

Daniel Behle – Credits: Decca/Juian Laidig

 

Daniel Behle wurde schnell einem breiteren Publikum bekannt und bekam viel Applaus von angesehenen Kritikern. Er wurde mit den Tenorlegenden Wunderlich, Tauber und Dermota verglichen und für sein „strahlendes, geschmeidiges, warmes Timbre“ sowie für seine „natürliche Musikalität“ gepriesen.

Die 1991 gegründete Armonia Atenea weist eine vielseitige Identität auf, zumal sie sowohl mit der historischen als auch der modernen Aufführungspraxis bestens vertraut ist. Das Orchester setzt sich mit einem weitgefächerten Konzertrepertoire von der Barockmusik bis hin zur zeitgenössischen Musik des 21. Jahrhunderts ernsthaft und erfolgreich auseinander, wie auch mit Opern- und Ballettaufführungen. Der Dirigent und Echo-Klassik-Preisträger George Petrou ist derzeit der Künstlerische Leiter des Orchesters.

Gluck, der von Musikwissenschaftlern lange Zeit als revolutionäre Figur in der Operngeschichte gefeiert wurde, ist möglicherweise zu stark mit einem einzigen Bühnenwerk identifiziert worden: der 1764 in Wien uraufgeführten Oper Orfeo ed Euridice. Obwohl unbestreitbar ein Meisterwerk, ist Orfeo eigentlich in vielerlei Hinsicht nicht repräsentativ für Glucks Gesamtwerk. Die meisten der italienischsprachigen Arien auf dieser Aufnahme wurden Glucks wunderbaren früheren Werken in formaler dramatischer Tradition der von Metastasio beeinflussten Opera seria entnommen, und Daniel Behles kraftvolle Verteidigung dieser Musik zeigt, wie reif viele dieser hervorragenden Werke für Wiederaufführungen sind.

Mit großer Vielseitigkeit umspannt er mühelos die sehr verschiedenen stimmlichen, stilistischen und emotionalen Anforderungen von Glucks Kompositionen in bedeutender französischer Manier, so in Armida und Iphigenie auf Aulis. Die letzte Aufnahme zeigt die Gefahren einer zu großen Vereinfachung beim Studium der Musikgeschichte auf: La rencontre imprévue ist eine komische Oper in äußerst französischem Stil, doch sie wurde erstmals am Wiener Burgtheater aufgeführt, mehr oder weniger unter den Augen der österreichischen Habsburger, die eingefleischte Hüter des Metastasio-Ideals waren. Mit einer Handlung, die auf Mozarts Die Entführung aus dem Serail vorausdeutete, war sie Glucks erfolgreichstes komisches Werk.

Quelle: Universal Music

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