RSS Feed abonnieren


Gabrielle Aplin „Light Up The Dark“

Montag, 17. August 2015 | By | Category: Neue Alben

Gabrielle Aplin hat die ganze Welt gesehen – und auch gehört: Der britische Singer/ Songwriting-Shootingstar verbrachte insgesamt 18 Monate auf Tour rund um den Globus, konnte bisher über 63,5 Millionen Spotify-Streams, über 80 Millionen YouTube-Views und mehr als 1,5 Millionen verkaufte Einheiten ihres 2013er Albumdebüts „English Rain“ generieren.

Gabrielle Aplin - Credits: WMG

Gabrielle Aplin – Credits: WMG

Außerdem chartete sie in ihrer englischen Heimat auf Platz 1 (in der ihr Album zusätzlich mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde), konnte zwei 1. Plätze in Australien verbuchen, löste in Japan sogar eine echte Fan-Hysterie aus und erhielt einen Vertrag bei der renommierten Storm Model Agency. Und nicht zuletzt ist ihr „BBC Introducing“-YouTube-Kanal beim Publikum viel populärer, als die ihrer erfolgreichen Kollegen Ed Sheeran, George Ezra oder Royal Blood – Einflüsse, die sich heute auf ihrem zweiten Album „Light Up The Dark“ wider spiegeln!

Als Ergebnis all dieser verschiedensten Erfahrungen präsentiert sich Gabrielle Aplin heute als eine gewandelte, selbstbewußtere und auch etwas lautere Singer/ Songwriterin, als noch auf ihrem gefeierten Debüt. „Light Up The Dark“ wurde mit einem befreundeten Producer irgendwo in einer kleinen Ecke in Stoke Newington im Nordosten Londons geschrieben und aufgenommen. Songs, die sowohl intro-, als auch extrovertiert sind, die nur so vor purer Energie zu strotzen scheinen; die auf der anderen Seite eine knisternde Atmosphäre verbreiten und die einen gewissen Feist-meets-Cat Power-Swag transportieren. Stücke mit einer starken Einstellung und vielen Ideen. Songs mit Köpfchen und Bauchgefühl, die einem direkt ins Herz gehen.

„Ich habe viele Dinge erlebt und wollte über viele von diesen Dingen schreiben“, so die verblüffend einfache Erklärung, die die 22-Jährige zu ihrer künstlerischen Entwicklung abgibt. Eine Art kreative Entfaltung, die deutlich auf dem euphorischen Titelsong oder der gefühlvollen ersten Single „Skeleton“ spürbar ist. „Je mehr man spielt, desto besser wird man. Ich habe damals `English Rain` aufgenommen und ging sofort monatelang auf Tour. Ich konnte meine Fähigkeiten auf der E-Gitarre und auf dem Piano verbessern und ich schreibe heute bessere Songs. Ich habe viele tolle Musiker kennen gelernt und mit ihnen viel Zeit verbracht. All das hat mir sehr geholfen und enorm dazu beigetragen, das neue Album zu formen.“

Wobei man nicht vergessen sollte, dass Miss Aplin ihren ersten Plattenvertrag schon im zarten Alter von 19 Jahren unterschrieb. Ein paar ihrer Songs auf dem ersten Album reichen bis in die frühen Teenagerjahre des Countrygirls aus Wiltshire zurück. Eine junge Künstlerin, die sich alles, was sie heute kann und weiß, selbst beibrachte. Die schon im Alter von 15 Jahren ihr eigenes Plattenlabel gründete und die ein beachtliches Social Media-Following aufbaute, während sie selbst noch viel jünger war, als viele ihrer Fans.

Wenig später bekam sie das Angebot, ein Cover von Frankie Goes To Hollywoods Klassiker „The Power Of Love“ für die 2012er Weihnachtskampagne der britischen Warenhauskette John Lewis aufzunehmen – ihre aller erste Top 1-Single! Der Ausbruch einer wahren Aplin-Manie, die kurz danach sogar ins ferne Japan herüber schwappte. Gabrielle lächelt: „Dort ist man vernarrt in die britische Kultur. Japan ist wirklich elegant und cool. So freundlich und so musikbegeistert. Und sie scheinen mich wirklich zu lieben! Meine Texte wurden dort bis ins kleinste Detail analysiert; man ist wahnsinnig an mir und meiner Musik interessiert. Ich fühle mich in Japan echt extrem wohl“, so ihr Urteil nach „sechs oder sieben“ Trips ins Land des Lächelns.

Noch lange nicht das Ende des Aplin-Hypes, der mit „The Power Of Love“ auch auf Australien übergriff. „Ich mag, wie Musik und Film sich manchmal ergänzen“, sagt die Frau, die über ein geschultes Auge verfügt (Gabrielle entwirft sämtliche Videoclips und ihr gesamtes Artwork selbst). „Das war der Grund, weshalb ich die John Lewis-Werbung gemacht habe: Ich finde es spannend, Musik mit bewegten Bildern zu verbinden und zu schauen, was aus dieser Kombination entsteht. Ich war sehr gespannt, ob ich mit dem Song noch mehr ausdrücken könnte, als in dem Werbeclip.“ Während ihr Song in UK den gesamten Weihnachtsmarkt beherrschte, wurde er in Australien in der TV-Serie „Resurrection“ verwendet. Eine Serie, die schon bald zum Quotenhit avancierte – und ebenfalls ihre Coverversion.

„Sie schoss sofort auf Platz 1 der australischen Charts. Man lud mich danach ein, in der australischen Version der Castingshow `Dancing With The Stars` zu performen. Später sang ein Mädchen eine großartige Version meines Stückes `Please Don`t Say You Love Me` bei `X-Factor`; auch das wurde zu einer großen Sache und ich trat auch dort auf.“

Wieder zurück in ihrem Wahl-Londoner Heim, beschloss Aplin Anfang letzten Jahres, all diese Erfahrungen und Erlebnisse zu ihrem zweiten Album zu verarbeiten. Sie wandte sich an ihren guten Freund Luke Potashnick, Gitarrist der Bluesrock-Band The Temperance Movement, mit dem sie bereits den Song „November“ auf ihrem Debüt „English Rain“ geschrieben hatte und der das Album produzieren sollte. Außerdem holte sie noch ein paar ausgewählte Musikerkollegen ins Boot; darunter ihren festen Freund Alfie sowie seinen Bruder Harry – die beiden Zwillinge des Irish Rock/ Folk-Duos Hudson Taylor. Eine irgendwie magische Mischung, wie sich schon bald zeigte. Gemeinsam verbrachte man einen Großteil des vergangenen Jahres mit den Aufnahmen in Stoke Newington. „Es hat so viel Spaß gemacht“, so Gabrielle weiter. „Es kam mir die ganze Zeit so vor, als würde ich bei einem Freund abhängen. Es hat sich absolut nicht nach Arbeit angefühlt.“

Mit dem Track „Light Up The Dark“ hat Gabrielle Aplin einen Vorgeschmack auf das gleichnamige Album gegeben; ein Paradebeispiel ihres erneuerten Sounds und ihrer verfeinerten Arbeitsmethoden. Und auf mit dem hoch energetischen, „in nur einer Stunde zusammen gezimmerten“ Single-Track „Skeleton“ demonstrieren Aplin und Co. mit zackigen Blechbläsern, einem hämmernden Piano und Hudson Taylors Geigenspiel ihre neu gewonnene Frische. Mit dem hoch ansteckenden „Sweet Nothing“ hat man eine weitere soundmäßige Überraschung im Programm. „Fools Love“ wurde von einem Weihnachts-Trip nach New Orleans inspiriert. „Wir schmissen unser JUNO-Keyboard an – es verfügt über ein paar echt seltsame Blechbläser-Sounds; wir haben uns lieber dafür entschieden, als für wirkliche Trompetenklänge. Es ist entspannt und ein wenig halbseiden; ich kann noch gar nicht glauben, dass ich das tatsächlich geschrieben habe. Dieser Song stellt einen weiteren Wendepunkt für mich dar.“

Auf „Shallow Love“ schlägt Gabrielle Aplin erneut einen stilistischen Haken – eine eindringliche Ballade mit Gospel-ähnlichen Backingvocals zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Und schließlich gibt es noch Gabrielles momentanen Songfavoriten, „Heavy Heart“: Ein bluesiger Groover, der mit einem uralten Vintage-Mikro aufgenommen wurde und der perfekt ihre neu gewonnene stimmliche Tiefe demonstriert. „Mir war vorher gar nicht bewusst, wie wichtig Mikrophone sind. Heute hört es sich nicht mehr so an, als würde ich krampfhaft etwas versuchen, wenn ich singe. Der Hauptunterschied zu meinem ersten Album ist, dass ich früher aus Produktionsgründen eine ganze Oktave höher singen musste; diesmal habe ich mir an der Produktion von Feists Album `The Reminder` ein Beispiel genommen: Ihre Stimme ist einfach präsent, sehr im Vordergrund, alles andere passt sich ihr perfekt an.“

Arbeit getan. Mit „Light Up The Dark“ hat Gabrielle Aplin genau ins Schwarze getroffen: Eine aufrichtige, handgemachte Sammlung, „von Songs, von denen viele genau betrachtet Demoversionen sind. Darauf bin ich sehr stolz“, sagt diese schlaue und selbstbewusste Künstlerin, die genau weiß, was sie will und wie sie es erreicht. Ein Umstand, der sich auch auf ihrem Vertrag mit der berühmten Storm Model Agency reflektiert. Bei Gabrielle Aplin hat künstlerische Integrität immer Vorrang. „Es ist nicht so, dass ich jetzt auch noch mein Glück als Model versuchen möchte. Sie buchen mich nur für Projekte, die mich widerspiegeln und die auch zu meiner Musik passen.“

Gabrielle Aplin hat die ganze Welt gesehen und gehört. Auf „Light Up The Dark“ sieht und hört die Welt nun Gabrielle Aplin – in einer völlig neuen Klangfarbe.

Quelle: WMG

 

Tags:

Leave Comment