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Melanie Fiona – The Bridge VÖ: 04.09.09

Mittwoch, 26. August 2009 | By | Category: Neue Alben

Frag sie besser erst gar nicht nach einer Definition: Mit ihrem Debütalbum „The Bridge“ präsentiert die Singer/Songwriterin Melanie Fiona ein brillantes Wechselspiel von ganz unterschiedlichen Aspekten ihrer Persönlichkeit.

Melanie-Fiona-The-Bridge-Co

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Ihr Album hat Wurzeln in Kanada und der Karibik, es ist gleichermaßen charaktervoll und sexy, besinnlich und ausgelassen, und insgesamt die perfekte Verbindung von Pop- und Soul-Elementen. Trotz der unzähligen Stimmungen und Träumereien, die man auf Melanie Fionas Debüt findet, gibt es ein Element, das die LP zusammenschweißt: sie selbst. Denn Ms. Fiona hat jede Menge Soul.

„Das Album heißt ‘The Bridge’,“ sagt Fiona, die unter anderem bereits mit so unterschiedlichen Künstlern wie Akon, Lupe Fiasco, Robin Thicke und Keyshia Cole auf einer Bühne gestanden hat. „Mir ging es darum, diverse Grenzen zu überschreiten – ethnische Grenzen, aber auch Genre-, Alters- und Geschlechtergrenzen. Man kann den Sound daher nicht mit einem Wort zusammenfassen. Die LP hat eine Seele, einen Kern, der ganz klassisch und doch vollkommen neu klingt.“ Das Album spiegelt die Dualität ihrer Persönlichkeit eindrucksvoll wider: Einerseits in der Tradition von unsterblichen Soul-Größen wie Sam Cooke, Nat King Cole und Gladys Knight geschrieben, bestechen die Stücke zugleich mit dem Druck und dem Sound aktueller Produktionen. So schlägt sie eine Brücke – „The Bridge“ eben – zwischen der Vergangenheit und dem Hier und Jetzt, nimmt alte Soul-Samples und baut daraus ihren ganz eigenen Sound, der von einem unverwechselbaren Ansatz zusammengehalten wird. So gesehen unterscheidet sie gar nicht so sehr von ihren wichtigsten Idolen – Bob Marley, Sade und Patsy Cline.

Als Tochter guyanischer Einwanderer in Toronto mit einer Vielzahl musikalischer Einflüsse aufgewachsen, wusste Melanie Fiona schon als kleines Mädchen, dass sie Musikerin werden wollte. „Ich war ein absolut zierliches Mädchen mit einer wahnsinnig voluminösen Stimme“, erzählt sie lachend und berichtet weiterhin, dass sie für jeden und immer und überall gesungen hat, und das gewissermaßen von dem Tag an, an dem sie ihr erstes Wort sprechen konnte. „Meine Mutter, für die Musik genauso viel bedeutet wie für mich, hat bei uns immer Platten aufgelegt – alles von The Ronettes bis hin zu Whitney Houston. Und mein Vater, der Gitarre spielt, erlaubte mir, auf die Bühne zu kommen, wenn er mit seiner Band probte. So haben mich beide sehr früh und sehr stark beeinflusst.“ Zugleich lernte Melanie Fiona schon frühzeitig, dass man gewisse Opfer bringen muss, wenn man etwas erreichen will – und dass sich harte Arbeit und Ausdauer bezahlt machen. „Meine Eltern haben immer sehr hart arbeiten müssen, um meinen Bruder und mich zu ernähren.“

Seit sie von Carmen Murray von Title 9 Productions entdeckt wurde, lebt Fiona aus dem Koffer. Sie ist pausenlos unterwegs, singt, schreibt Songs, spielt Konzerte und arbeitet weiterhin an ihrer unverwechselbaren Stimme. Außerdem konnte sie durch Michael Michel und Murray schon erste Einblicke ins Musikbusiness bekommen: „Ich habe so viel Glück gehabt, dass ich von Menschen umgeben bin, die mir alles zeigen und mir dabei helfen, das Beste aus mir herauszuholen und die Gepflogenheiten dieser Branche kennen zu lernen.“ Eine derartig familiäre Stimmung herrscht in dem gesamten Team, mit dem sie arbeitet – auch ihr Verhältnis zu ihren Managern Jay Brown und Tyran „Ty Ty“ Smith (von Roc Nation) könnte nicht besser sein.

Obwohl Melanie Fiona schon seit Jahren ihre eigenen Songs schreibt – und sogar an Rihannas zweitem Album mitgearbeitet hat –, entpuppte sich ihr Zusammentreffen mit Andrea Martin, die unter anderem bereits Hits für En Vogue und Angie Stone sowie Leona Lewis’ „Better in Time“ geschrieben hat, als entscheidender Moment auf dem Weg zur Fertigstellung von „The Bridge“. „Als ich Andrea kennen lernte, hat es sofort Klick gemacht“, erzählt sie. „Zwischen uns ist eine sehr persönliche Beziehung entstanden, während wir bei der Arbeit waren. Ab einem gewissen Punkt haben wir uns gegenseitig so sehr inspiriert, dass alles wie von selbst lief. Ich denke, dass ich durch diese Zusammenarbeit als Musikerin enorm gewachsen bin. Sie nahm mich unter ihre Fittiche, und plötzlich lief alles wie am Schnürchen.“ Indem sie ihre persönlichen Erfahrungen austauschten und viel Zeit miteinander verbrachten, haben Melanie und Andrea ein paar der wichtigsten Songs des Albums aufgenommen.

Die britischen Produzenten Future Cut steuerten den Track „You Stop My Heart“ bei, der auf einem Sample aus einem ihrer Lieblingssongs basiert, Frankie Avalons „Venus“ nämlich. „Ay Yo“, eine weitere Kollaboration mit Future Cut, die sie selbst geschrieben hat, beschreibt Melanie sogar als ihr „Baby“. „He’s Alright“ und „Please Don’t Go“ wurden von Vada Nobles produziert, bekannt für seine Arbeit als Co-Produzent von Lauryn Hills „The Miseducation of Lauryn Hill“-Klassiker. Zu weiteren Produzenten des Albums zählen The Stereotypes aus Los Angeles, J. Phoenix aus New York City, Peter Wade, der zuvor schon mit Natasha Bedingfield kollaboriert hat, und Salaam Remi, der für seine Arbeiten mit Amy Winehouse und Nas bekannt ist. Und schließlich wird das eklektische Mix durch Andrew Wyatt („G.A.M.“) sowie Rob Fusari und Angela Hunte („Bang Bang“) abgerundet, während sie ihre karibischen Wurzeln mit Supa Dups„Somebody Come Get Me“ unterstreicht.

„Give It To Me Right“, die erste Singleauskopplung, ist ein wahnsinnig eingängiger Track, schlicht und funky, der auf einem Sample aus „Time of the Season“ von The Zombies basiert. Inhaltlich besticht das Stück mit einer Auseinandersetzung über das Thema Gleichberechtigung, übrigens eine Frage, die Melanie Fiona überhaupt sehr am Herzen liegt. Sie sagt von sich, dass ihr enormes Selbstbewusstsein letzten Endes darauf zurückzuführen ist, dass sie von so vielen starken Frauen unterstützt wird. „Mir liegt wirklich sehr viel daran, dass Frauen, die meine Songs hören, sich davon gestärkt fühlen. Meine Musik soll ihnen das Gefühl geben, dass sie schön und sexy sind, ohne damit die Männer abzuschrecken.“

Dem raffinierten und eindringlichen Sound, den Fiona auf „The Bridge“ präsentiert, kann man einfach nicht widerstehen: „I’ve got to give it all I got before I die“, singt sie auf „Ay Yo“, ein deutliches Statement von einer jungen Frau, die bereit ist für den ganz großen Durchbruch. Dennoch ist Melanie Fiona keine, die alles überstürzen oder ihrem Schicksal reinreden will.

„Ich habe einen langen Weg hinter mir. Um die ganze Welt bin ich gereist; ich habe in Toronto, New York City, Los Angeles, Miami, Kingston und London Aufnahmen gemacht. Wenn es noch eine Weile dauert, bis alles sitzt, dann habe ich auch dagegen nichts einzuwenden. Ich bin während meiner Jugend in Toronto mit unzähligen Kulturen und Musikstilen in Kontakt gekommen, vor denen ich mich in meinen Songs verneige. Ich denke nicht, dass man heute noch anhand von Klamotten, Alter oder Hautfarbe sagen kann, was für Musik ein Mensch hört. Das war vielleicht früher so. Ich bin die Brücke zwischen den unterschiedlichen Einflüssen, die meinen Sound geprägt haben.“

„Ich kann diese ganzen Erfahrungen nur einmal sammeln“, sagt sie. „Ich werde nie wieder eine absolute Newcomerin sein. Nie wieder werde ich eine Musikerin sein, die das ganze Spiel von der Pike auf lernen muss.“ Ganz egal, was auch passieren mag, wenn „The Bridge“ im Frühjahr auf Steve Rifkinds SRC Label/Motown Universal Records erscheint – Melanie Fiona ist auf alle Fälle bereit für den nächsten Schritt: „Ich lebe nach wie vor ganz bescheiden aus meinem Koffer, und ich schätze auch die kleinen Dinge im Leben. Mir ist wichtig, dass die Leute das erkennen. Ich habe das Glück, auf die Bühne gehen zu können, aber mir liegt sehr viel daran, dass meine Zuhörer und Zuhörerinnen wissen, dass ich letzten Endes genau wie sie bin.

http://www.melaniefiona.com/

Quelle: Universal Music

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