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RETO BURRELL: „GO“ – VÖ: 29.01.2010

Mittwoch, 27. Januar 2010 | By | Category: Neue Alben

GO’ weist die Richtung – kompromisslos optimistisch in die Zukunft. Wirtschaftskrisengejammer? Im Selbstmitleid zerfließen? Er schont seine Stimme für Besseres. Reto Burrell ist ein Macher und sein hoher musikalischer Output ist bewundernswert. Der Schweizer Singer/Songwriter mit amerikanischen Wurzeln schaut vorwärts und was er anpackt, das macht er mit endloser Leidenschaft und unerschöpflichem Optimismus.

Reto-Burrell

Reto-Burrell

Bezeichnenderweise heißt seine neuste Scheibe „GO“. Vor über zwanzig Jahren begann alles im Proberaum mit der Gründung einer Punkrock-Band. Nach Jahren des Punk-Kid-Daseins entdeckte Reto seine unendliche Liebe zu gutem Songwirter-Handwerk, inspiriert von Großmeistern wie Tom Petty oder Bruce Springsteen. Nach hunderten von Konzerten im In- und Ausland, tausenden von Stunden in Studios und mehr als hundert geschriebenen Songs besteht kein Zweifel – Reto Burrell lebt Musik.

Als gefragter Produzent hört man Burrells musikalische Handschrift auf Alben von Trummer, Coal, Mothers Pride, Kandlbauer, Patrick Jonsson, Hathors, etc.Seine langjährige Erfahrung als Songwriter teilt er mit Coal, Trauffer, Adi Stern, David Campbell Jr. und anderen in unterschiedlichen Musikstilen. Reto Burrells Songs fanden den Weg in mehrere Filmproduktionen so wie in die amerikanische Serie „The Education Of Max Bickford“ mit Richard Dreyfuss.

Zwischen 2000 und 2004 veröffentlichte das deutsche Musikliebhaber Label BlueRose Records seine Alben ‚Echopark‚, ‚Shaking Off Monkeys‚ und ‚Roses Fade Blue‚ europaweit gefolgt von Tourneen in diversen Ländern. Zur Band BURRELL formiert, veröffentlichte der Singer/Songwriter, zwischen 2004 und 2006 schweizweit zwei Modern-Rock Alben – ‚Burrell‚ und ‚HelloHelloHello‚. Danach verspürte Reto das Verlangen, wieder auf Solopfad zu schreiten. Mit Gitarre und seinen Liedern folgte er seinen amerikanischen Wurzeln. Nach einem längeren, kreativen Aufenthalt in Los Angeles und Nashville ist er zurück aus den Staaten mit seinem neuen Album „GO“ im Gepäck. Mit zwölf eingängigen, energiegeladenen Songs,  die Reto Burrells Charakter und sein musikalischen Schaffens nicht besser repräsentieren könnten. Co-produziert von Chris Testa (Dixie Chicks, Rickie Lee Jones, Jimmy Eat World) und live eingespielt von den Gitarristen Jonny Polonsky und Michael Chavez, Schlagzeuger Aaron Sterling, Bassist Jonathan Ahrens und Keyboarder Phil Parlapiano. Diese Musiker gehören zu den gefragtesten Exponenten der L.A.-Szene und spielten unter anderen mit Künstlern wie Johnny Cash, Dixie Chicks, Neil Diamond, Fiona Apple, John Meyer und Kelly Clarkson zusammen. Begriffe wie roh, erdig, live und hautnah beschreiben die Songs auf dem neuen Album am besten.

In seinen Texten spielt Reto Burrell auf der Sonnenseite des Lebens Schattentheater mit abgründigen Ansätzen, aber immer mit einem Funken Hoffnung. In der atmosphärischen Single „Some Days“ besingt er die Begegnung zwischen Arm und Reich im L.A.-Stadtteil ‚Echo Park‘. Im Titelstück „GO“ beschwört Burrell den Affen auf dem Rücken, er soll ihm gefälligst den Buckel runterrutschen.

Der Schweizer Singer/Songwriter schöpft die Ideen für seine Songs aus dem Alltag. Der Song „Coming Home“ ist geprägt von der Vorfreude heimzukehren, fernab von einsamen Nächten in schäbigen Hotelzimmern. Bezeichnenderweise ist die autobiografische Liebeserklärung auf der Heimfahrt von zwei Konzerten entstanden. In „Heart & Bones“ kehrt Reto Burrell sein verletzliches Inneres nach Aussen, wenn er bereit ist, für die Liebe alles zu opfern und sich in kriegerischer Manier seinem Gegenüber zu stellen.

Eines der Highlights auf dem Album ist der Song „Dancing To The Rhythm Of Rain“, ein wunderschönes Duett mit der amerikanischen Sängerin Tift Merritt, welches die Sehnsucht nach dem Verlust eines geliebten Menschen an einem einsamen Regentag nachfühlen lässt. Heiterer und selbstironisch zeigt sich Reto im punkigen „Not As Cool As L.A.“, wenn er den Rock’n’Roll-Zirkus und die Mentalität in der westamerikanischen Metropole aufs Korn nimmt: Viele  Schulterklopfer, viele oberflächliche Bewunderer, aber keiner, der auf dich und deine Songs wartet. Der Künstler lässt sich dadurch nicht beirren und beschreitet weiter seinen Weg. Typisch dafür die Textpassage im Song „GO“: „The further you go, the closer you get to where you hope to be, just haven’t got there yet.

Seine Antwort auf die Krise in der Musikindustrie heißt: Independence – Machen statt Jammern. So nimmt Reto Burrell die Dinge selbst in die Hand und gründete zusammen mit seinen Brüdern Coal und Philipe (Marygold) kurzerhand ein Musik-Label ECHOPARK MUSIC mit internationalen Distributionspartnern, unter dem sie zukünftig ihre Musik selber veröffentlichen. Für Reto Burrell gibt es nur eine Richtung: Vorwärts. Ohne Kompromisse. GO!

www.retoburrell.net

http://www.myspace.com/retoburrellmusic

Quelle: MPN

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