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Sacred Steel „Carnage Victory“ VÖ: 23.10.09

Freitag, 2. Oktober 2009 | By | Category: Neue Alben

Drei lange Jahre musste die Fangemeinde sich gedulden, doch im Herbst 2009 findet Sacred Steels siegreiches Massaker „Carnage Victory“ nunmehr endlich den Weg auf die Schlachtfelder der Metalcommunity.

Die Band war während dieser Zeit nicht untätig sondern spielte mehr Shows als in den sechs Jahren davor insgesamt. Dabei machte der Bandbus unter anderem Halt in Griechenland, Italien, Frankreich, Schweden, Polen und Spanien sowie beim Swordbrothers Festival, Thrash Assault oder Summer Breeze Open Air. Das neue Line-up ist über die Jahre zu einer verschworenen Einheit zusammen gewachsen.

Sacred-Steel

Sacred-Steel

War „Hammer Of Destruction“ für diese Besetzung noch so etwas wie ein Debut-Album, mit all der typischen ungestümen Energie und Power, die solche Alben stets auszeichnet, zeigt sich die Band auf „Carnage Victory“ deutlich gereifter. Über zwei Jahre zog sich das Songwriting und ein komplettes weiteres Jahr (mit Unterbrechungen) verbrachte die Band damit, die Aufnahmen in passender Form auf Band zu bringen, zu mischen und zu produzieren und schließlich zu mastern. Für den Mix griff man auf die bewährte Hilfe von Achim Köhler zurück, der bereits Band-Highlights wie Bloodlust, Slaughter Prophecy oder Iron Blessings soundtechnisch veredelte.

Die lange Entwicklungszeit ist dem Album an jeder Stelle anzumerken. Während der Opener „Charge Into Overkill“ den geneigten Zuhörer noch weitgehend Sacred Steel typisch mit traditionellem Speed-Geballer überrollt, sorgt bereits die Mercyful Fate Hommage „Don’t Break The Oath“ für das erste Ausrufezeichen. Spätestens bei dem im Mid-Tempo gehaltenen Titeltrack wird dann deutlich: Dieses Album ist zwar 100% Sacred Steel, aber doch irgendwie ernsthafter und anders. Heavy, melodisch, catchy und Metal durch und durch, aber dabei sowohl textlich als auch musikalisch anspruchsvoller, als dies Otto-Normal-Metaller den fünf Schwaben zugetraut hätte. Dies setzt sich bei Tracks wie „Broken Rite“ oder „Crosses Stained With Blood“ nahtlos fort. Sacred Steel sind sicher auch eine der wenigen heute noch aktiven Metal Bands, die eine antichristliche (Denial Of Judas) und satanische (Ceremeonial Magician Of The Left Hand Path) Message mit klassischen Heavy und Speed Metal kombinieren.

Sie stehen damit voll in der Tradition der genannten Mercyful Fate oder auch Bands wie Onslaught. Natürlich findet sich auf dem Album auch Auflockerung in Form von typischem Horror-Stoff (The Skeleton Key) oder der bewusst minimalistisch gehaltenen Ode an den Metal Underground.

Kritische Stimmen, die Sacred Steel vorwerfen, seit 10 Jahren immer das gleiche Album heraus zu bringen (was ohnehin vollkommener Schwachsinn ist), sollten hier dieses mal also besonders genau hinhören. Eines aber ist klar: Eine Konsens-Band ist Sacred Steel auch nach „Carnage Victory“ ganz sicher nicht.

http://www.myspace.com/truesacredsteel

Quelle: Soulfood Music

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