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Space Cowboy – Digital Rock Star – VÖ: 18.09.09

Dienstag, 25. August 2009 | By | Category: Neue Alben

Space Cowboy

Woher man diesen Namen kennt? Nun, wer Lady Gagas Platinalbum „The Fame“ gehört hat, kann sich bestimmt daran erinnern, wie sie auf dem Song „Starstruck“ (featuring Flo Rida) folgenden Satz ruft: „Space Cowboy just play that track.“

Space-Cowboy--Digital-Rock-Was er natürlich auch tut: die satten Basssalven, die messerscharfen Synthie-Sounds, das energetische Klatschen, die Gast-Vocals (es handelt sich schließlich um ein waschechtes Duett) – das alles hat in diesem Fall jener Space Cowboy beigesteuert, der nicht nur ein begnadeter Produzent, sondern auch ein versierter Multiinstrumentalist und ein fantastischer Sänger ist. Als Lady Gagas Albumgast und wichtigster Gegenpart in ihren intergalaktischen Abenteuerepisoden (die sie in ihrer Web-Serie „Transmission Gaga-vision“ präsentiert), hat sich Space Cowboy schon längst einen Namen als enigmatischer DJ und Producer gemacht.

Doch die Geschichte von Space Cowboy beginnt natürlich schon sehr viel früher und ganz woanders: in Großbritannien nämlich, wohin es ihn kurz nach seiner Geburt in Paris verschlagen hat. Gezeugt von einem Vater, der mit großer Leidenschaft Gitarren sammelt, legte der Sohnemann schon bald in der schwitzigen Londoner Club-Szene auf. Irgendwann kombinierte Space Cowboy die Rockeinflüsse, die ihm sein Vater unweigerlich mit auf den Weg gegeben hatte, mit seinem eklektischen DJ-Sound, das so schon ein einzigartiges Gemisch aus Techno, Electro, HipHop und Dance-Elementen war. Dann verpasste er diesem Style den Namen „Digital Rock“ und machte sich daran, die ersten eigenen Produktionen aufzunehmen.

Es dauerte nicht lange, bis das erste Album auf dem britischen Indie-Label Tiger Trax erschien, was in Japan wie eine Bombe einschlug und ihm sogar einen Auftritt beim renommierten Fuji Festival bescherte. Und da die Leute einfach nicht genug bekommen konnten, legte er noch eine Indie-Veröffentlichung nach, auf der auch sein erster richtiger Hit „Across The Sky“ vertreten war.

2006 veröffentlichte Space Cowboy mit „Digital Rock“ sein Electro-Dance-Rock-Manifest dann auch in Großbritannien. Darauf enthalten war unter anderem eine der ersten Versionen von „My Egyptian Lover“, das im Handumdrehen auf der Playlist vom britischen Radio 1 landete. Per Satellitenradio hörten schließlich auch die Macher von Cherrytree Records, die gerade erst eine New Yorker Newcomerin namens Lady Gaga unter Vertrag genommen hatten, den Track. Sie griffen sofort zum Hörer, meldeten sich bei Space Cowboy, machten ihn und Lady Gaga miteinander bekannt – und siehe da: die kreative Chemie stimmte sofort.

„Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir zum ersten Mal miteinander telefoniert haben“, erzählt Space Cowboy über sein erstes Gespräch mit Lady Gaga. „Sie erzählte was von Pailletten, Disco-Kugeln, Prince, David Bowie und Körperbemalungen. Damit war bereits klar, dass wir die gleiche Sprache sprechen.“

Kurze Zeit nach diesem Telefonat trafen sich die beiden in Los Angeles, wo Lady Gaga Space Cowboy das Angebot machte, sie auf Tour zu begleiten. Außerdem gingen sie zusammen ins Studio und schrieben nicht nur das bereits erwähnte „Starstruck“, sondern auch das futuristische Weihnachtslied „Christmas Tree“.

Dafür bekannt, was er alles aus einem tragbaren Studio rausholen kann, und obendrein ein absoluter Meister des Multitasking, war Space Cowboy seither nicht nur für den Sound bei sämtlichen Auftritten von Lady Gaga verantwortlich, sondern hat zwischen den ganzen Gigs auch die Zeit gefunden, um den zweiten Teil seiner „Digital Rock“-Saga aufzunehmen: „Digital Rock Star“, so der Titel des neuen Albums.

Mit ganz neuen Stücken und ein paar Highlights vom „Digital Rock“-Vorgänger, die er noch einmal überarbeitet hat, präsentiert Space Cowboy seine unverwechselbare Mischung aus Dance-, HipHop-, Electro- und Rock-Sounds dieses Mal noch nachdrücklicher; zudem hat er für den neuen Longplayer auch ein paar Freunde um Unterstützung gebeten: Für die rockige Club-Hymne „I Came To Party“ – eine klare Ansage mal wieder – hat er beispielsweise mit Cinema Bizarre gearbeitet, den Electro-Glamrockern aus unseren Breiten. Und auf „Falling Down“, der ersten Singleauskopplung von „Digital Rock Star“, teilt er sich das Mikrofon mit Chelsea Korka von The Paradiso Girls.

Obwohl er mit jedem Track unterschiedliche Styles und Einflüsse auspackt, zieht sich sein Markenzeichen, die perfekte Vermählung von Dance und Rock, wie ein roter Faden durchs Album. Ein weiteres Element, das alles zusammenschweißt, ist seine Stimme: ein Tenor, in dem all die Kicks und Kümmernisse des rastlosen Lebens als DJ mitschwingen. Genauer gesagt: Man muss seinen Gesang irgendwo zwischen Sting und Hal 9000 ansiedeln, dem sprechenden Computer aus dem Kubrick-Klassiker „2001“.

„Meine Stimme hat sich schon immer so schräg und verzerrt angehört, aber nur so passt der Gesang auch zum typischen Sound meiner Beats.“ Indem er Schräges, Schrilles und Schönes zusammen denkt, hat Space Cowboy nicht nur einen vollkommen neuen Sound kreiert, sondern zugleich den Grundstein für seine Karriere als der erste richtige „Digital Rock Star“ gelegt.

http://www.myspace.com/spacecowboymusic

Quelle: Universal Music

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