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The Alexandria Quartet – „Somewhere“ – VÖ: 27.11.09

Samstag, 7. November 2009 | By | Category: Neue Alben

Die drei einfachen Worte ‘I’, ‘love’ und ‘you’ verstecken sich auf viele raffinierte Arten. So auch auf dem Debütalbum von The Alexandria Quartet. Gegründet in Bergen in Norwegen, jetzt aber in London ansässig, hat sich die Band 18 Monate lang in Studios und Proberäumen verkrochen, um dieser Sammlung von wunderschönen Songs den letzten Schliff zu verpassen.

The-Alexandria-Quartet

The-Alexandria-Quartet

Frontmann Martin Skaalnes wurde in Kopervik, einer kleinen Stadt im Westen von Norwegen, geboren, die – wie er es ausdrückt – bekannt ist für “…seine Säufer und seine Christen”. Schon bald begann er seinen eigenen Weg zu gehen: während seine Freunde in der Kirche waren, spielten seine Eltern ihm Musik vor.

Das erste Lied, das er bewusst wahrnahm, gibt er ohne Zögern zu, war ‘Needles & Pins’ von The Searchers, auch wenn es REM waren, deren Lieder normalerweise aus der elterlichen Stereoanlage im Auto drangen, und es nicht lange dauerte, bis er den Songs von Oasis verfiel. Im Alter von 6 Jahren erarbeitete er erste Akkordfolgen auf der Gitarre und nur ein Jahr später spielte er schon Klavier. Mit 11 schrieb er seinen ersten Song.

“Es begann mit einem Traum und dem Wunsch den Leuten da draußen zu zeigen, dass ich etwas werden konnte,” erinnert sich Martin, “aber nach einer Weile erkannte ich, dass es mehr darum ging, auszudrücken was ich schon längst war.” Diese Idee von Ausdruck ist ein wesentlicher Bestandteil der Anziehungskraft von The Alexandria Quartet. Jetzt mit 21 erscheint Martin schüchtern und bescheiden. Beinahe so, als würde er sein Leben in seinen Texten leben.

Deshalb findet man irgendwo im Kern des Albums seiner Band die Stimme eines unbekümmerten 11jährigen vermischt mit einem abgehärteten und lebensüberdrüssigen älteren Selbst, während es prüfend in die Zukunft sieht. Es ist eine fesselnde Mischung von Unschuld, Erfahrung und Unruhe über das, was bereits geschehen ist, was gerade passiert und was noch passieren wird.

Die Geschichte der Band begann als Martins Freund Øystein, ein Gitarrist, nach Trondheim zog und Kim, einen Schlagzeuger, bei den örtlichen Konzerten traf. Als Martin eines Tages aus Bergen, seiner neuen Heimat, anrief, um seinem Freund zu erzählen, dass ein Label Interesse an seiner Musik hätte, nahmen Øystein und Kim den nächsten Zug. Ein Bassist komplettierte die Band kurze Zeit später.

‘Into The Light’ die Debütsingle, war das erste Lied, das die Vier zusammen geschrieben hatten. Es fängt Martins Ängstlichkeit, nach Bergen zu ziehen, brillant ein. “Ich war in einer komplett neuen Umgebung,” erinnert er sich, “und der Text handelt von einer Beziehung, deren Kommunikationsprobleme ihr Ende bereits buchstabieren”. Es sind Schnappschüsse wie dieser, welche die Songs von The Alexandria Quartet zum Leben erwecken.

Ein weiterer Schlüsselsong ist ‘Somewhere’. Obschon eine launische Affäre offeriert er einen Hoffnungsschimmer. “Hoffung muss es immer geben,” erklärt Martin. “Der Text von ‘Somewhere’ ist schonungslos negativ, aber die Musik bringt etwas Positives dazu.” Während der Text als möglicherweise suggeriert, dass die Welt ein hoffnungsloser Fall ist, fügt die Musik der Gedanke von einer Wende zum Besseren hinzu.

Viele Bands finden im Studio heraus was sie wirklich ausmacht und andere wiederum definieren sich erst, wenn sie vor einem Publikum stehen – für The Alexandria Quartet trifft beides ein bisschen zu. “Wir entwickeln im Studio einen Sound und finden die dazu passende Energie auf der Bühne. Die versuchen wir dann, wieder mit ins Studio zu bringen,” sagt Martin. So ist zum Beispiel die aktuelle neue Single “Dark Side Of The Blues” als Nachzügler zum Album zwischen Konzerten im Vorprogramm von ‘Travis’ im Frühjahr erst entstanden.

Das ständige Arbeiten an und Schreiben von neuen Songs hat der Musik von The Alexandria Quartet eine ganz neue Richtung gegeben und eine Ende der Entwicklung ist noch nicht in Sicht.

Nur die Frage nach dem Bandnamen muss nicht gestellt werden. Sie haben ihn einer weltberühmten Reihe von Romanen entliehen, die bisher noch keines der Bandmitglieder gelesen hat. “Wir dachten einfach der Name klingt gut,” lacht Martin. “Ich habe versucht, einen von ihnen zu lesen, aber die sind ja doch sehr lang…”

http://www.myspace.com/thealexandriaquartet

Quelle: MPN

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