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The Mars Volta – „The Malkin Jewel“ – VÖ: 17.02.2012

Montag, 13. Februar 2012 | By | Category: Neue Alben

Endlich ist so weit: Knapp drei Jahre nach ihrem letzten Werk „Octahedron“ werden The Mars Volta am 23. März mit ihrem sechsten Album „Noctourniquet“ zurückkehren. Vorab erscheint am 17. Februar die erste Single „The Malkin Jewel“. Der überraschend neue Sound dieses fiesen Electro-Blues-Biests steht dabei stellvertretend für die stilistischen Änderungen der laut des US-Rolling Stone „besten Progrock-Band der Gegenwart“, der 2009 ein Grammy für den Song „Wax Simulacra“ für die „Best Hardrock Performance“ verliehen wurde.

The Mars Volta - Noctourniquet

The Mars Volta - Noctourniquet

Die Rückkehr von The Mars Volta auf Albumlänge ist damit zugleich die bestmögliche Antwort auf alle Spekulationen rund um die Zukunft der Band, nachdem Cedric Bixler-Zavala und Omar Rodriguez-Lopez vor einigen Wochen ankündigten, die seit elf Jahren auf Eis liegenden Post-Hardcore-Giganten At The Drive-In für zwei Gigs auf dem diesjährigen Coachella Festival wiederzuvereinigen.

Die Grenzgänger aus El Paso/Texas sind bekannt dafür, bei jedem Album einen konzeptionellen Überbau zu entwickeln, der Texte, Musik und stilistische Neuerungen kombiniert und in wechselhafte Bezüge stellt. Dies gilt ebenso für „Noctourniquet“, das selbst den an Überraschungen gewöhnten Mars Volta-Fan ein weiteres Mal herausfordert. Die textliche Grundlage des neuen Werks ist eine Erzählung von Cedric Bixler-Zavala, seiner Aussage zufolge basierend auf Supermans Gegenspieler Solomon Grundy, dem griechischen Hyakinthos-Mythos (in dem ein Lustjunge Apollos bei dem Versuch, einen Diskus zu fangen, ums Leben kommt) sowie der britischen 80er-Jahre Band The Godfathers, die der Welt das legendäre „Birth, School, Work, Death“ schenkte. Stilistisch bedeutet dies ein bemerkenswert kompromissloses Aufbrechen bisheriger Mars Volta-Werte: In der Musik finden sich laut Rodriguez-Lopez „hypnotische Melodien und Grenzgänger-Elektro-Ambient“, auch die brillante Hemmungslosigkeit ihrer Musik hat sich verschoben: Weg vom zu intensiven Muckertum mit schwindelerregenden Breaks und Wechseln, hin zu durchkonzeptualisierter, extrem raumgreifender Musik, deren Untiefen und Gefahr im produktionellen Detail lauern.

„The Malkin Jewel“ ist ein perfekter Beleg für ihre stilistische Neuorientierung. Aus einem chaotisch dissonanten, mit gruseliger Stimme unterlegten Intro schälen sich eine knackige Hookline und ein stoisch schleppender Beat. Zwischen der Stimme und der Band hängt allerlei seltsam schillernder Klang-Zierrat, die knackigen Twang-Gitarren erinnern an Jon Spencers Blues Explosion, die gesamte Stimmung an Mark Lanegans dunkle Rock-Elogen. Es ist ein sehr untypischer Song für diese Band, in seiner unvorhersehbaren, äußerst individuellen Ausgestaltung zugleich aber voll und ganz The Mars Volta. Damit macht „The Malkin Jewel“ großen Appetit auf mehr. Dies wird man ab 23. März hören können, wenn „Noctourniquet“ weltweit erscheint.

http://www.themarsvolta.com

Quelle: WMG


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