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Bundesverdienstkreuz für Wolfgang Niedecken

Donnerstag, 21. Februar 2013 | By | Category: News

BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken hat heute von Bundespräsident Gauck das Verdienstkreuz erster Klasse verliehen bekommen. Der Kölner setzt sich zusammen mit dem internationalen Kinderhilfswerk World Vision seit Jahren für ehemalige Kindersoldaten in Afrika ein.
„Wir beglückwünschen Wolfgang Niedecken zu dieser hohen Auszeichnung“, erklärte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „Dass der Bundespräsident mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes friedensfördernde Hilfsprogramme zur Wiedereingliederung ehemaliger Kindersoldaten unterstützt, ist eine große Freude für uns.“

Im Jahr 2008 entstand in Zusammenarbeit mit Wolfgang Niedecken und mit finanzieller Unterstützung des Unternehmens Jack Wolfskin das erste Rebound-Projekt in der Region Pader in Norduganda. Der Name Rebound kommt aus dem Basketball-Sport und bedeutet eine zweite Chance nach einem missglückten Korbeinwurf.

Genau diese zweite Chance sollten ehemalige Kindersoldaten und kriegsgeschädigte Jugendliche bekommen. Die Mädchen und Jungen erhielten neben psychologischer Betreuung, Friedenserziehung und Trainings für ein selbstständiges Leben eine Berufsausbildung mit einem Startkapital, um so auf eigenen Füßen stehen zu können. Von 263 geförderten Jugendlichen schlossen 252 ihre Ausbildung erfolgreich ab. In ihren Heimatdörfern wurde mit Theaterspiel und Diskussionsforen für die Akzeptanz der Jugendlichen und für die Versöhnung mit ihren Familien geworben.

Ein zweites Rebound-Projekt startete Wolfgang Niedecken zusammen mit World Vision 2011 in der unbefriedeten Kivu-Region im Ostkongo. Das Projekt verfolgt das Ziel, pro Jahr ca. 80 Mädchen und Jungen eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen und ihnen durch professionelle sozio-psychologische Betreuung neue Zukunftsperspektiven zu geben. Manche der geförderten Kinder und Jugendliche mussten die Ermordung ihrer Eltern mit ansehen und wurden anschließend von Milizen versklawt, andere gelangten durch Hunger und Not in die Hände bewaffneter Gruppen oder skrupelloser Bordellbesitzer. Im Rebound-Zentrum in der Stadt Beni werden ihnen neben einer Traumabehandlung aktuell Ausbildungskurse im Schreinern, Nähen, Kochen und in Automechanik angeboten. Am Ende ihrer Ausbildung erhalten sie ein „Startpaket“ mit den wichtigsten Materialien, um ihr Handwerk ausüben zu können. Den Jüngsten unter ihnen wird endlich der Schulbesuch ermöglicht. Der letzte Jahrgang der Ausgebildeten hat schon einige erfolgreiche Kleinunternehmer hervorgebracht wie den jungen Schreiner Zebra, der in seiner Werkstatt bereits 6 Angestellte beschäftigt.

In Zukunft möchte World Vision gerne noch weitere Rebound-Projekte umsetzen, beispielsweise in Butembo und Lubero, wo die Problematik ähnlich ist. Unterstützung braucht das Kinderhilfswerk dazu jedoch auch von Seiten der Politik. Dazu der World-Vision-Experte Ekkehard Forberg: „Grundsätzlich kann sich die Situation für die Kinder nur dauerhaft verbessern, wenn lokale Autoritäten für mehr Sicherheit sorgen, sie müssen die Rekrutierung von Kindern als Kindersoldaten verhindern und Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt schützen. Darauf kann auch die Bundesregierung einwirken.“

Weitere Informationen, Geschichten von ehemaligen Kindersoldaten und Filme zu Rebound finden Sie unter
www.worldvision.de/rebound

HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. World Vision Deutschland ist Teil der weltweiten World Vision-Partnerschaft. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. www.worldvision.de

Quelle: WorldVision

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