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Das Traditionslabel Deutsche Grammophon zieht nach Berlin

Donnerstag, 14. Oktober 2010 | By | Category: News

Grammophon, das weltweit führende Label für klassische Musik, verlegt ihren Sitz von Hamburg nach Berlin. Damit folgt sie ihrem Mutterkonzern, der diesen Schritt bereits vor acht Jahren unternahm.

Die Deutsche Grammophon wird ihre Arbeit zukünftig unter dem Dach der Universal Music Deutschland-Zentrale am Berliner Osthafen als eigenständiges Label fortsetzen. Der Umzug erfolgt im Sommer 2011. Das gab Frank Briegmann, President Universal Music Deutschland, Österreich, Schweiz und Deutsche Grammophon, zusammen mit President Deutsche Grammophon Michael Lang am Donnerstag bekannt.

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„In der über 100-jährigen Geschichte der Deutschen Grammophon gehört die richtige Balance zwischen Innovation und Tradition zu den Schlüsselfaktoren des langanhaltenden Erfolgs. Die Qualität von Künstlern wie Anne-Sophie Mutter, Gustavo Dudamel, Hélène Grimaud und Hilary Hahn – ebenso von den neu unter Vertrag genommenen Künstlern wie Alice Sara Ott, Miloš Karadaglic und Mojca Erdmann – und von deren Einspielungen wird immer das Herzstück des Labels sein“, erklärte Frank Briegmann, der Universal Music Deutschland seit sechs Jahren führt und im Juli 2010 zusätzlich die Verantwortung für Österreich, die Schweiz und das weltweite Geschäft der Deutschen Grammophon übernommen hat.

„Mit dem Umzug der Deutschen Grammophon nach Berlin schaffen wir die organisatorischen Voraussetzungen für eine noch engere Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und sichern damit den zukünftigen Erfolg des größten, traditionsreichsten und renommiertesten Klassik-Labels der Welt. Michael Lang wird auch in Zukunft das operative Geschäft verantworten, die Qualitätsansprüche gewohnt hoch halten und Garant sein für die trotz aller Veränderungsprozesse ebenso wichtige Kontinuität in der Zusammenarbeit mit unseren Künstlern und Geschäftspartnern. Darüber hinaus stärkt die Ansiedlung den Musik- und ganz besonders den Klassik-Standort Berlin.“

Frank Briegmann führt weiter aus: „Zielgruppen formieren sich allerdings neu. Innovative Strategien bei Vermarktung und Vertrieb gewinnen an Bedeutung und Künstler eines neuen Typs erfordern neues Denken und Handeln. So singt z.B. Pop-Superstar Sting in Begleitung des London Symphony Orchestra, der in der Klassik verwurzelte Stargeiger David Garrett veröffentlich ‚Rock Symphonies‘, Operntenor Rolando Villazón interpretiert mexikanische Volksmusik, und Anna Netrebko ist nicht nur Klassik-Fans ein Begriff.“

Die Deutsche Grammophon wurde 1898 von den Brüdern Emil und Josef Berliner in Hannover gegründet und ist damit die älteste Wurzel der Universal Music Group. Sie residierte mehr als 50 Jahre in Hamburg. Das Label ist die unangefochtene Nummer 1 im Klassik-Bereich. Es generiert 80 % seiner Umsätze im Ausland, vor allem in den USA, Japan und Frankreich.

Die Deutsche Grammophon steht für kompromisslose Qualität und innovative Wege der Vermarktung. Zu ihren Künstlern gehörten und gehören traditionell die großen Stars der klassischen Musik wie zum Beispiel Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Rafal Blechacz, Enrico Caruso, Gustavo Dudamel, Dietrich Fischer-Dieskau, Elina Garanca, Hélène Grimaud, Hilary Hahn, Daniel Hope, Herbert von Karajan, Wilhelm Kempff, Anne-Sophie Mutter, Anna Netrebko, Maurizio Pollini, Thomas Quasthoff oder Rolando Villazón.

Neben der großen künstlerischen Vergangenheit verfügt die Deutsche Grammophon auch über eine bemerkenswerte technische Historie. Angefangen mit Emil Berliner, der einer der Gründer war und als Erfinder der Schallplatte und des Grammophons gilt, war das Unternehmen auch in der Folge immer wieder Innovationsführer und veröffentlichte die erste doppelseitige Schallplatte, produzierte 1913 die erste Gesamtaufnahme eines Orchesterwerks – Ludwig v. Beethovens Fünfte Sinfonie mit den Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch –, nahm ab 1946 nur noch auf Magnetbändern auf, startete 1982 die weltweit erste industrielle CD-Produktion, veröffentlichte Laserdiscs und war das erste Klassik Label, das Aufnahmen über einen eigenen Web-Shop im Internet verkaufte.

Quelle: Universal Music

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