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Gunter Gabriel – Mein letzter Gruß

Samstag, 25. Februar 2017 | By | Category: News

Gunter Gabriel wird in den Medien oft als „deutscher Johnny Cash“ bezeichnet. Tatsächlich hat der Sänger sein Idol über viele Jahre immer wieder getroffen, sie standen miteinander auf der Bühne und wurden Freunde.

Gunter Gabriel

Gunter Gabriel

Noch kurz vor seinem Tod besuchte Gabriel Cash in seinem zuhause in Hendersonville / TN. In diesem Jahr würde die Country-Ikone Johnny Cash seinen 85.Geburtstag feiern. Aus diesem Grund komponierte Gabriel sein neuestes Lied „Mein letzter Gruß“ – eine Hommage an Johnny Cash und dessen Bedeutung für den deutschen Sänger.
„Mein letzter Gruß“ gibt es in zwei Versionen: Radio Edit und Album Version. Beide Mixe sind auf dem kommenden Album „LickLab Akustik Session“ (AWP Records) enthalten.

Gunter Gabriel über Johnny Cash

Ich habe das große Glück gehabt, dass ich mein Idol eines Tages getroffen habe. Aber nicht mit großen Augen und offenem Mund, und mir dabei sagte: wie geil ist das denn, dass ich bei dem zuhause im Garten sitze? So war ich nie. Ich habe immer voller Respekt das zu würdigen gewußt, was da auf dem Blatt Papier stand. Cash hatte eine besondere Beziehung zu Deutschland, weil er als Soldat in den 1950er Jahren hier stationiert war und einer der Songs, die später weltberühmt wurden – nämlich Folsom Prison Blues – hat er tatsächlich in Landsberg am Lech geschrieben. Diese Verbindung zu Deutschland ist später durch mich auch irgendwie wach geblieben. Die Aufforderung zu ihm nach Hendersonville zu kommen, war natürlich für mich das Größte im Leben. Ich mußte dann sehen, wie verfallen er war. Diese ganze Aura, das ganze Drum und Dran dieser starken Ikone, das war alles weg. Es war der Schock meines Lebens.

Gunter Gabriel über sein erstes Akustik-Album

Dieses rein akustische Spielen ist für mich ja nichts Neues, weil ich zuhause beim Komponieren von Songs immer nur mit meiner Gitarre arbeite und auch bei Jobs mit meiner kleinen Gruppe immer wieder auch im kleinen Kreise spiele. So wie es die Urform des Musizierens überhaupt ist. Das ist für mich nicht neu, aber immer wieder sehr erfrischend. Es ist ein großes Vergnügen, eine große Genugtuung, es ist ein fortwährender therapeutischer Akt, der hier abläuft. Du hast ja keine Ermüdungserscheinungen, sondern so zu spielen ist eine große Befriedigung. Ich bin davon überzeugt, dass die Sachen, die wir aufgenommen haben, von denen man ja nicht weiß, ob sie wirklich in den Regalen von Fans landen – was ich aber wirklich glaube – eines Tages Kult werden wird. Es ist eine einmalige Geschichte, die Langzeitqualitäten hat.

Gunter Gabriel über die deutschen Texte

Die Texte, die ich gemacht habe, sind nicht so schnell hingehauene Proforma-Geschichten, die mit dem, was Cash gesungen hat, nichts zu tun haben. Ich bin immer bemüht gewesen, ganz haarscharf an der Geschichte dran zu bleiben um die Botschaft deutlich zu machen. Das ist mir wichtig, damit die Leute wissen, wie tief ist denn Cash gegangen in seiner Aussage. Es ist dabei gar nicht so wichtig, dass Cash eine Figur war, die wie ein Denkmal da stand. Das gilt im Übrigen für mich auch, ich bin in diesem Zusammenhang nicht wichtig. Es sind immer die Botschaften: Was will der Junge mit diesem Song sagen? In dieser Tradition lebe ich auch und in dieser Tradition habe ich auch die Texte übersetzt.

Gunter Gabriel über die Arbeit mit Nils Tuxen

Es ist eine Gnade, dass man jemanden hat, mit dem, man in kurzer Zeit so ein Album aufnehmen kann. In dieser Unplugged Konzeption haben wir mehr als 20 Songs innerhalb von nur 3 Tagen fertiggestellt. Das ist nur möglich, wenn du jemanden hast, wie Nils Tuxen, der mir sehr eng verbunden ist, seelisch und auch von der Auffassung her, und der die Instrumente, die ich nur laienhaft beherrsche, perfekt spielen kann. Mit dem ich mich absprechen kann, mit dem ich zwei, drei Durchgänge machen kann, und wir dann wissen: So machen wir es. Es ist ein Glücksfall, dass ich das so erleben kann. Das ist nur möglich, wenn du jemanden wirklich liebst, bei dem die Chemie stimmt und der Kaffee in diesem kleinen Kellerstudio.

Quelle: awmusic.de / MPN

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