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Metro Station mit „Seventeen Forever“ in den Charts

Montag, 21. September 2009 | By | Category: News

Wenn der Begriff „Internet Phänomen” jemals auf eine Band zutraf, dann auf diese hier: Metro Station. Das aus Los Angeles stammende Quartett, das erst vor zwei Jahren von ein paar Siebzehnjährigen gegründet worden war, eroberte in Windeseile die MySpace-Gemeinde – wie die unglaubliche Zahl von 28 Millionen Plays, die ihre vier Songs auf sich vereinen, eindrucksvoll belegt. Doch damit nicht genug: Die drei bisherigen MetroStation-Videos wurden über 35 Millionen Mal bei YouTube angesehen (alleine die Hitsingle „Shake It“ steht bei 23,5 Millionen Plays), dazu kommen 29.000 Pageviews bei Bebo und knapp 17.000 registrierte Fans.  Wahrhaft beeindruckende Zahlen.

Metro-Station

Metro-Station

„Als wir sahen, wie unsere Sachen im Internet abgingen, dachten wir ‘Oh mein Gott, was passiert da? Die drehen ja alle völlig durch auf uns“, schmunzelt Sänger und Gitarrist Trace Cyrus rückblickend. Das Quartett wurde vom US-Magazin Alternative Press in die Liste der „22 besten Undergroundbands“  aufgenommen – im Januar 2009 beglückten Metro Station schließlich mit ihrer ersten UK-Tour erstmals auch ihre zahlreichen Fans in England mit ihrem High-Energy-Dancepop.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass die Band, deren Musik der Inbegriff jugendlicher Überschwänglichkeit ist, augenblicklich jede rauschhafte Sekunde genießt.  „Jeden Abend spielen sich bei unseren Konzerten unglaubliche Szenen ab“, erklärt Trace, „ob in Glasgow oder Birmingham, überall, wo wir hinkommen, sehen wir Kids, die tanzen und Spaß haben. Man hat tatsächlich das Gefühl, etwas erreicht zu haben.“

Selbst der Bandname atmet den eskapistischen Geist ungezügelter Adoleszenz und manifestiert den Wunsch, mit Hilfe der Musik an einen Ort zu entfliehen, an dem man sich zugehörig fühlt. Die eigentliche Begriffsfindung ging dabei durchaus profan vonstatten: Sänger und Gitarrist Mason Musso hatte bei einer Fahrt durch Hollywood ein „Metro Station“-Schild gesichtet und sofort seinen Kollegen Trace angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er den perfekten Bandnamen gefunden habe.

Die Geschichte von Metro Station begann vor zwei Jahren bei den Dreharbeiten der Disney-Teenie-Erfolgs-Show „Hannah Montana“, wo Trace und Mason im Rahmen eines „Rock’n’Roll Blind Dates“, das ihre Mütter für sie arrangiert hatten, erstmals aufeinandertrafen. Aufgrund der verwandtschaftlichen Rahmenbedingungen (Trace ist der ältere Halbbruder von Hannah-Montana-Star Miley Cyrus und Sohn von Billy Ray Cyrus, Mason der Bruder von Schauspieler Mitchel Musso, der in der Serie Oliver Oken spielt) liegt natürlich die Vermutung nahe, dass Popmusik bei Metro Station eine großen Rolle spielt. Das tut es auch. Aber ganz bestimmt nicht so, wie man sich es vorstellt.

„Wir machen zwar Pop, aber elektronischen Pop. Bei unserer Musik geht es ums Tanzen und Spaß haben. Eine Band, die wir alle lieben und die uns maßgeblich beeinflusst hat, ist The Postal Service. Wir lieben diese Art von Musik“, sagt Trace.  „Wenn mich Leute kennen lernen und herausfinden, wer meine Schwester und mein Vater sind, sind sie erstmal geschockt. Doch die Art von Musik, die Metro Station macht, ist komplett anders als das, was sie machen. Es ist auch anders als alles andere, was es da draußen so gibt. Und das ist auch der Grund, warum so viele Menschen die Band schätzen und mögen.“

Das gemeinsame Songwriting von Trace und Mason begann, wie es eben so vor sich geht, wenn zwei beste Freunde zusammen Musik machen: in jeder freien Minute hingen die beiden gemeinsam ab, um an Akkordfolgen und Melodien zu tüfteln. „Wir kamen hervorragend miteinander klar, weil unser Musikgeschmack sehr ähnlich ist. Jeden Tag spielten wir Song von vorne nach hinten und wieder zurück. Aber das war eigentlich nur etwas, was wir als Kumpels machten – als die Sache dann im Internet explodierte, war das eine ziemliche Überraschung für uns“, erinnert sich Mason.

Als schließlich Synth-Spezialist Blake Healy, den sie per MySpace-Message von seiner Band Synthetic Joy loseisten, zu den beiden stieß, war der MetroStation-Sound endgültig gefunden. Blakes Vorliebe für Achtziger-Jahre-Bands wie Joy Division, The Cure, New Order und Depeche Mode ergänzte sich bestens mit Traces und Masons jugendlichem, übermütigen Gitarren-Pop. „Blake ist das Gehirn der Band“, erklärt Trace, „er ist eigentlich unser Produzent“. Das Quartett komplettierte letztendlich Drummer Anthony Improgo.

Für die eigentliche Produktion ihres Debütalbums zog es die Band, die sich die Dienste des Ozone-Managements (Boys Like Girls, We The Kings, Hey Monday, Stereo Skyline) sicherte, nach New York. Unter der Regie der Motion-City-Soundtrack-Gründer Josh Cain und Justin Pierre sowie S*A*M & Sluggo (Gym Class Heroes, Boys Like Girls) nahmen Metro Station dort die Songs ihres selbst betitelten Debütalbums auf.

Herausgekommen sind jede Menge Dance-Pop-Hooklines und Texte, die der Jugend von heute aus dem Herzen sprechen. „’Shake It’ ist ein Song übers Spaßhaben, dessen alleiniger Sinn und Zweck es ist, die Kids zum Tanzen zu bringen“, erklärt Trace. „’Seventeen Forever’ haben wir mit siebzehn geschrieben, es handelt davon, wie man als Heranwachsender nicht erwachsen werden möchte“, erklärt Mason. „Der Song hat für uns eine große Bedeutung: es war der erste, den wir zusammen geschrieben haben und uns war sofort klar, dass er etwas Besonderes ist.“ Dann gibt es da noch Songs wie „Kelsey“, „Coming Around“ und „Wish We Were Older“, die die Band auch ziemlich gerne live spielt.

Obwohl sie sich bei einem Dreh in Hollywood kennen lernten, steht für Metro Station weniger Glamour und Ruhm als vielmehr der Spaß im Vordergrund. „Ich hatte nie den Wunsch, berühmt zu sein“, sagt Trace. „Ich wollte immer nur Musik machen. Wenn uns die Fans nicht sagen würden, wie sehr sie unsere Musik lieben, hätten wir wohl nur ein paar Songs für uns selbst gemacht.“

Das erste, was einem an Trace auffällt, sind seine beeindruckenden Tattoos und Piercings, die er sich stechen ließ, sobald er die Volljährigkeit erreicht hatte. Doch es gibt eine Tätowierung, die heraus sticht: die Worte „stay gold“ an seinen Knöcheln, ein Zitat aus S.E. Hintons Jugendroman-Klassiker „The Outsiders“. Worte, die den Leser mahnen sollen, an der Vitalität, der Freiheit und Unschuld der Jugend festzuhalten.

Genau wie die Musik von Metro Station.

http://www.myspace.com/metrostation

Quelle: Sony Music

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