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RUMER – Seasons Of My Soul

Dienstag, 16. November 2010 | By | Category: News

Die beste neue Stimme des Jahres***** – Mojo Magazine
„Atemberaubend – die Debüt-Single ließ unsere Münder vor Staunen offenstehen.“ – Music Week
„Ganz klar ihr Weg zum Ruhm… Rumer ist überwältigend.” – The Independent
„‚Slow‘ klingt bereits wie ein Klassiker. Und dies ist zweifellos erst der erste von vielen.“ – Times
„Das aufregendste Talent der Stunde.” – Observer
“Der Hype ist gerechtfertigt – die neue Sängerin ist der Real Deal.” – Sunday Times
„’Slow’ ist viel mehr als nur eine schöne Eintagsfliege. Sie ist die beste ihrer Art von allem, was wir seit Langem gehört haben.“- Guardian
“Überwältigend- Rumer beweist, dass die Welt ihre Songs wirklich braucht.”- Telegraph

Rumer - Credits: WMG/Atlantic UK

Rumer - Credits: WMG/Atlantic UK

Jools Holland liebt sie, Elton John lobt sie und Burt Bacharach ließ sie einfliegen, um Songs mit ihr zu schreiben. Die Songs auf ihrem Debüt-Album Seasons Of My Soul stammen allerdings fast komplett aus RUMERs eigener Feder, und das muss auch so sein, denn hier erzählt die britische Songwriterin von ihrer eigenen Geschichte. Allerdings auf einem so hohen Niveau, dass sie jeden berühren, der sich den überaus eleganten und intensiven Klängen hingibt.

Die erste Single Slow übte jedenfalls schon eine hinreißende Wirkung aus und spielte sich auf Platz 4 der britischen Charts. Sowohl auf dem Glastonbury Festival wie auf dem Hard Rock Calling wurde sie zudem von der Menge gefeiert! Ein perfekter Startblock für eine Songwriterin, die zurzeit überall auf offene Ohren stößt.

Mit 11 Songs präsentiert RUMER auf Seasons Of My Soul ein beeindruckendes Repertoire an äußerst reifen Kompositionen, die zwischen heiterer Gelassenheit und dem Hauch von Melancholie changieren. Die gelungenen Arrangements, die mit wunderbar weichen Bläsern und leicht jazzigem Touch angesetzt sind, tragen die nahezu schwebende Stimme RUMERs beinah wie ein Windhauch durch die Songs. Eine Stimme, die bereits vielfach mit der von Carole King und Karen Carpenter verglichen wurde, und vielleicht könnte man auch noch k.d. lang als Vergleichsstütze mit heranziehen – wenn Vergleiche in diesem Fall denn überhaupt angebracht sind.

Für die Aufnahmen ihres ersten Albums konnte RUMER auf die Erfahrung Steve Browns zurückgreifen, der die Songwriterin bei einem Auftritt im Cobden Club in Kensal Rise entdeckte und sie bei dreien der elf Songs auch kompositorisch unterstützte. Ihren ersten Hit Slow allerdings schrieb sie im Alleingang: „Es ist ein Liebeslied”, beschreibt RUMER den Song, bei dem man sich auf Anhieb in diese Stimme verliebt. „Allerdings geht es um eine unerwiderte Liebe, und der Refrain hat so ein bisschen die Funktion wie der Chor in einem griechischen Drama. Er erinnert daran, dass man sich dem Gefühl der Liebe nicht zu schnell und unbedacht hingeben soll.“ Sehr viel gelöster – wenn auch nicht minder melancholisch – wirkt dagegen Aretha, das einen Hauch klassischen Soul mitbringt und eine berührende Hommage an die große Dame des Soul darstellt: Es geht, neben anderen Dingen, um „die Dankbarkeit, die man Künstlern gegenüber empfindet, die einen stets begleiten, auch in schwierigen Zeiten. Jeder hat seine eigene Aretha. Ich könnte mir kein Leben ohne eine Aretha vorstellen.“

Schwierige Zeiten hat RUMER mit Sicherheit durchlebt, mindestens jedoch Zeiten, in denen es Anlass zu Verwirrung gab. Ihre Kindheit verbrachte die heute 31-Jährige als siebtes Kind eines britischen Paares in der Nähe von Islamabad in Pakistan. Relativ isoliert wuchs sie ein paar Jahre in einer Auswanderer-Siedlung auf – ohne Fernsehen, ohne Zeitung und in einer Atmosphäre, in der alle Kinder der Siedlung unbändig hin und her laufen konnten. Musik war der bevorzugte Zeitvertreib der Geschwister, und als RUMER sieben Jahre alt war, schenkte ihr Bruder ihr eine Gitarre – auf der in den letzten Jahren übrigens auch die Songs von Seasons Of My Soul entstanden. „Es war eine völlig unwirkliche Landschaft“, so erinnert sie sich. „Unser Universum war einzig und allein durch uns selbst definiert.“

Alles änderte sich, als die Familie zurück nach England ging und sich im Naturschutzgebiet New Forest bei Southampton ansiedelte. Zum ersten Mal im Leben gab es einen Fernseher, was RUMER sofort ausgiebig nutzte und sich sämtliche Filme mit Judy Garland anschaute. Entwurzelt in der neuen Umgebung, flüchtete sie sich in Filmromantik und Musik – wie man bei Slow und Come To Me High heraushören kann „Meine Songs schöpfen aus den Elementen der Folk-Tradition, mit der ich aufgewachsen bin“, erklärt sie. „Aber als ich begann, Songs zu schreiben, kombinierte ich das mit kinematischen, epischen Akkorden. Ich bin immer auf der Suche nach einer romantischen Melodie. Eigentlich wollte ich immer nur den Soundtrack für Hedy Lamarr schreiben, wie sie eine Wendeltreppe hinuntergeht.“

Doch es dauerte nicht lange, bis die Eltern sich trennten, denn ihr vermeintlicher Vater erfuhr, dass sie in Wirklichkeit die Frucht einer Affäre war, die ihre Mutter mit dem pakistanischen Koch der Familie hatte. Diese denkbar verwirrende Erkenntnis traf sie mit elf Jahren. „Mein Dad ging aber sehr sensibel damit um. Er änderte sein Verhalten mir gegenüber überhaupt nicht, obwohl das alles sehr schmerzhaft für uns alle war.“ Nach der Trennung der Eltern verbrachte RUMER die meiste Zeit des Jahres bei ihrem Vater in Carlisle und fuhr lediglich im Sommer nach New Forest zu ihrer Mutter. Mit 16 besuchte sie das Art College in Devon und wurde Mitglied in der Indieband La Honda. Schon damals wurden Radio 1 und der NME aufmerksam, doch erkrankte ihre Mutter schwer an Brustkrebs, und RUMER beschloss, zurück nach New Forest zu gehen. Dort richtete sie sich in einem Wohnwagen auf einem Schrottplatz ein und hielt sich über Wasser, indem sie Bands für lokale Clubs buchte und – trotz fehlender Qualifikation – als Dozentin für Drama im örtlichen College arbeitete. „In meinem Wohnwagen kehrte ich zu meiner Kindheit zurück“, erinnerte sie sich rückblickend.

Rumer - Credits: WMG

Rumer - Credits: WMG

Ihre Mutter starb im Jahre 2003, und die Reise durch die tiefe Trauer kann man im Song Healer erahnen, dessen Text sie seinerzeit schrieb. Doch nun wurde es Zeit für einen Aufbruch. RUMER ging zurück in die Nähe von London und lebte in einer Art Kommune, die zu einer „charismatischen, philanthropischen Baroness gehörte. Ich spülte das Geschirr, kochte und machte die Betten. Dieser Ort war voller faszinierender Leute, die aus verschiedenen Gründen aus der Gesellschaft herausgefallen waren.“ In dieser Atmosphäre entstanden viele Songs, die man auf Seasons Of My Soul hören kann, unter anderem auch Blackbird, der ihr zeigte, dass sie stark genug war, sich wieder in die wirkliche Welt zu begeben. „Blackbird war der Wendepunkt“, so sagt sie heute. „Es geht um viele Dinge, aber hauptsächlich um die Abhängigkeit von Kummer. Der Song gab mir den Mut, nach London zu gehen und endgültig zu versuchen, mit meiner Musik irgendwohin zu gelangen.“

In London nahm sie so ziemlich jeden denkbaren Job an, von der Kellnerin über Popcorn-Verkäuferin und Friseur bis zur iPod-Technikerin im Apple-Shop. Der Erfolg als Musikerin kam nicht automatisch, so sehr man dies angesichts ihrer Stimme auch vermuten könnte. Genauer gesagt, dauerte es zehn Jahre, in denen sie in jedem erreichbaren Club in London auftrat. „Man muss ziemlich tough sein“, erklärt sie. „Ich wurde ständig abgelehnt und versuchte trotzdem, immer besser zu werden. Es gibt eine Menge Musiker, die aufgeben, denn man muss sich der Sache opfern.“

Das Glück kam mit einem Open Mic-Gig im Cobden Club, bei dem Steve Brown (It’s A Wonderful Life; Spend, Spend, Spend), zufällig anwesend war, weil sein Sohn mit seiner Band an diesem Abend spielte. „Eigentlich kriegt man mich nicht in diese Open-Mic-Shows. Ich war nur da, um meinen Sohn zu sehen,“ erinnert sich Brown, der Songs für Harry Hill geschrieben hatte und als Band-Leader Glenn Ponder in der Alan Partridge-Fernsehserie Knowing Me, Knowing You mitgespielt hatte. „Ich sah dieses nervöse Mädchen auf der Bühne stehen und befürchtete das Schlimmste. Und nach zehn Sekunden war ich wie hypnotisiert.“ Brown wurde RUMERs Produzent – „Eigentlich würde man uns überhaupt nicht zusammenbringen“, lacht RUMER. „Aber wir sind eng verbunden, weil wir dieselbe Liebe zur Musik empfinden.“

Fieberhaft begannen RUMER und Steve nun an den Songs zu arbeiten, mit dem Ergebnis, das sich die Neuigkeiten über diese außergewöhnliche Sängerin schnell herumsprachen. Und nachdem selbst Burt Bacharach dieser Stimme nicht widerstehen konnte, wurde es Zeit für Glückstränen: „Ich weinte vor Freude, als ich seine Einladung bekam. Denn wenn Burt Bacharach sagt, dass du gut bist, spätestens dann musst Du es selbst glauben!“

All die Vergleiche mit den großen Namen der klassischen Popmusik schüchtern sie nicht ein: „Ich habe mich immer ein bisschen als Outsider gefühlt“, bestätigt RUMER. „Ich habe mich nie dafür interessiert, was gerade Mode oder wer gerade populär war. Alles was ich wollte, war, etwas mit Qualität zu machen, etwas, das dem Lauf der Zeit standhalten würde, etwas, zu dem die Menschen immer wieder zurückkehren und das seine Wurzeln im Authentischen hat. Denn das ist die Musik, die ich auch selbst höre.“
Nun, es hat lange gebraucht, bis RUMER an diesen Punkt kam, aber Seasons Of My Soul beweist einmal mehr, dass Zeit manchmal auch auf der Seite des Glücks steht. Und jetzt, da sie aus ihrem Versteck gekommen ist, muss man gestehen, dass RUMER offensichtlich zu den Glücklichen gehört.

http://www.myspace.com/rumerlovesyou

Quelle: WMG

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