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„Soul Kitchen“ – die Musik zum neuen Kinofilm von Faith Akin

Donnerstag, 17. Dezember 2009 | By | Category: News

Musik sei Essen für die Seele, erklärt der Wirt des „Soul Kitchen“ in Fatih Akins gleichnamigem neuen Film. Recht hat er. Doch in diesem kurzen Satz wird nicht nur die inhaltliche Ausrichtung der Komödie prägnant und treffend auf den Punkt gebracht, sondern auch auf die enge Verbindung zwischen Essen und (Soul-)Musik verwiesen.

Soul-Kitchen

Soul-Kitchen

Denn sowohl kulinarische als auch musikalische Hochgenüsse sind schließlich vorrangig geprägt von der konzentrierten Bündelung unbändiger Kreativität, anhaltender Frische und – schlicht und ergreifend – gutem Geschmack.

Denn Fatih Akin und sein Music-Supervisor Klaus Maeck (ehemaliger Manager der Einstürzenden Neubauten) servieren auf der „Soul Kitchen“-Doppel-CD ein opulentes und wohlklingendes 27-Gänge-Menü, das vollkommen ohne künstliche Geschmacksverstärker auskommt und sich stattdessen auf die reine Essenz ihres Ursprungs besinnt – nämlich auf die ihr inhärente Seele. Und so wird dem geneigten Zuhörer einiges geboten, was man in dieser Fülle und Kombination nicht alle Tage auf dem Plattenteller gereicht bekommt.

Ausgewiesenen Feinschmeckern wird der „Soul Kitchen“-Soundtrack zudem in einer Deluxe-Edition angeboten. Dieser Version liegt zusätzlich noch ein Kochbuch bei, in dem sämtliche Rezepte aus dem Film enthalten sind. Wenn einem bei so einem Package nicht bereits die Spucke weggeblieben wäre, könnte einem dabei glatt das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Selbstverständlich wird auf „Soul Kitchen“ weder nur altbewährtes „Soul Food“ wieder aufgewärmt, noch ausschließlich nach traditioneller Rezeptur gekocht. Auch die junge Garde wirft die ein oder andere musikulinarische Neuerung in die Waagschale und weiß durch die Verwendung ungewöhnlicher Ingredienzien durchweg zu überzeugen.

Denn Soul ist schließlich nicht alles. Die Seele kennt keine Grenzen, und schon gar keine musikalischen. So besticht der „Soul Kitchen“-Soundtrack mit einem ungewöhnlichen Mix aus eben jenem Soul mit Hamburger HipHop- und Elektro-Sounds, live gespielter Rockmusik, Rembetiko und La Paloma.

Das Septett Locomondo aus Athen kombiniert auf dem Track „Frangosiriani“ beispielsweise die griechischen Wurzeln seiner Mitglieder mit den Einflüssen karibischer Musik. Shantel hält auf „Manolis“ die Kochschürze für den Balkan hoch und die „Love Ravers“ mischen dem Soundbrei ihrer „Mission Of Love TBC“ eine nicht unerhebliche Prise eines betörenden Aphrodisiakums bei. Selbst ein so gestandener Vertreter wie Jan Delay, quasi der Jamie Oliver des Funk, schafft es mit Stücken wie „Disko“ oder „Soundhaudegenfeat. Silly Walks Soundsystem noch einmal gänzlich neue Geschmackserlebnisse in die Lebenswelt seiner Zuhörer zu zaubern. Und was soll man sagen: Es schmeckt furios.

Denn sämtliche Akteure gehen mit einer ungemeinen musikalischen Frische zu Werke und verfüttern ihr Liedgut direkt vom Plattenteller in die Ohrmuschel, ohne es vorher erst umständlich weichkochen zu müssen. Allen Protagonisten geht es hörbar um den ungetrübten akustischen Geschmack. Und der macht wirklich Appetit auf mehr.

Weitere Infos gibt es unter www.soul-kitchen-film.com und www.facebook.com/SoulKitchenFilm

Quelle: Universal Music

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