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Spandau Ballet sind zurück

Freitag, 2. Oktober 2009 | By | Category: News

Die Kultband der 80er Jahre, die mit unzähligen Hits die Popwelt prägte, meldet sich nach 20 Jahren zurück auf den großen Bühnen! Mit neuer Single, einem neu produzierten Best-Of-Album inklusive zwei neuer Songs und Welttour 2010 melden sich SPANDAU BALLET eindrucksvoll zurück. Ihr Deutschland-Comeback feiern SPANDAU BALLET am 07. November bei WETTEN, DASS…?!

Sie sind eine der erfolgreichsten Popbands der 80er Jahre, haben über 23 Hitsingles hervorgebracht, die weltweit die Charts stürmten und lieferten mit Songs wie „True“, „Gold“, „Through The Barricades“ oder „Only When You Leave“ Pop-Klassiker ab, die ein Teil der Popkultur wurden und bis heute mitreißen und andere Künstler beeinflussen.

Spandau-Ballet (c) Universal Music 2009

Spandau-Ballet (c) Universal Music 2009

Sie verkauften weltweit über 25 Millionen Alben, spielten ausverkaufte Stadientourneen und standen über 500 Wochen in den UK-Charts. Zehn Jahre lang prägten Spandau Ballet die Popszene wie kaum eine andere Band.

Jetzt – knapp 20 Jahre später – kehren Spandau Ballet zurück und präsentieren mit „Once More“ ihre brandneue Single! Am 06. November erscheint ihr gleichnamiges, neues Best Of Album, das ihre grössten Hits in komplett neu produzierten Versionen sowie zwei brandneue Songs enthält. An den Reglern stand hierbei Produzent Danton Supple (Coldplay).

Ihr Deutschland-TV-Comeback feiern Frontmann Tony Hadley, Gary und Martin Kemp, Steve Norman und John Keeble exklusiv bei „Wetten, dass…?!“ am 07. November!

Im März 2010 werden Spandau Ballet im Rahmen ihrer Welttournee drei Shows in Deutschland spielen. Die Tour startet im Oktober in Großbritannien und ist dort bereits seit Wochen ausverkauft!

Über das Comeback der Band sagt Tony Hadley: “Als wir wieder zusammen kamen und der Vorverkauf für die Tour begann, konnte keiner von uns die fantastische Reaktion der Fans und der Medien glauben! Die Gelegenheit ins Studio zu gehen und Musik zu machen, ließen wir uns nicht entgehen!“ Und Gary Kemp fügt hinzu: „Es lief großartig und wir spielten besser, als wir es je getan haben. Der neue Song war ein Weg für uns, um allen zu zeigen, dass Spandau Ballet nicht nur zurück sind, um die alten Hits auf Tour zu bringen, sondern um die Popcharts noch mal aufzumischen und zu erobern!“

Dass alle Zeichen auf Erfolg stehen, zeigen die mehr als positiven Reaktionen von Radiostationen und Fans auf die neue Single „Once More“ in Großbritannien! Spandau Ballet sind zurück – und schreiben ihre einzigartige Erfolgsgeschichte weiter.

„To Cut A Long Story Short“… Die meisten Londoner hörten den Namen Spandau Ballet zum ersten Mal im Mai 1980, als er in der Kultursendung „Twentieth Century Box“ vom London Weekend Television erwähnt wurde. Für an Jugend- und Popkultur Interessierte führte an der von Danny Baker präsentierten TV-Show damals so oder so kein Weg vorbei.

In der besagten Sendung ging es um eine neue Bewegung: The Cult With No Name, eine Gruppe von extrem lässigen Jungs und Mädels, soul boys & girls allesamt, desillusionierten Kunststudenten, freigeistigen Friseuren und angehenden Anzeigenvertretern, deren Kleidungsstil eher an architektonische als an popkulturelle Entwicklungen angelehnt war, während sie sich vornehmlich in den elitärsten Nachtclubs von Soho herumtrieben. Wie man „neue Impulse“ und „Innovation“ buchstabiert, hatten sie sich schon als Teenager bei David Bowie abgeschaut.

Elegant, extrem gut angezogen, und einem Sauberkeitsideal frönend, das weit über einen gewöhnlichen Fimmel hinausging  – ein Kommentar der Band in jener TV-Sendung besagte, dass sie die meisten Konzerte grausam fänden, weil alle immer so dreckig seien –, waren diese Kids, um es mit einem Wort zu sagen: die Szene.

Und Spandau Ballet waren diejenige Band, die man als Szenetyp hörte. Ihre Unzufriedenheit mit dem, was einem sonst so musikalisch geboten wurde, äußerte sich in einem mechanischen, stilisierten Sound, der auf den Tanzflächen des Londoner West Ends geboren wurde und eine vollkommen neue Ära des Pop einläutete, in der visuelle Elemente und der ganze Look eine entscheidende Rolle spielten. Sie waren gewissermaßen die Kinder von Bowie, die Kinder des Blitz-Clubs, weiße Soul-Brüder, die Funk und Rock verschmähten und sich stattdessen auf elektronischen Sound, Rüschenhemden und Smokings stürzten.

Klingt stümperhaft? Lächerlich? Nun, ihre jugendliche Anmaßung sollte in erster Linie ein Gefühl zum Ausdruck bringen; eigentliches Können war zunächst zweitrangig. „Wir sind nicht einfach irgendeine weitere Band“, sagte Sänger Tony Hadley damals. Und das waren sie auch nicht. Denn sie sollten schon wenig später zu einer der größten britischen Bands überhaupt avancieren.

Den unwiderstehlichen und eingängigen Sound von Spandau Ballets größten Hits kennt jeder, der ein Radio oder ein Laptop besitzt, jeder, der in den vergangenen fünfzig Jahren das Licht der Welt erblickt hat bzw. jeder, der zumindest hin und wieder mal ins Kino geht oder den Fernseher anschaltet: Schließlich waren ihre Songs z.B. bei den „Simpsons“, in der Sitcom „Spin City“, in „Drei Engel für Charlie“, „Eine Hochzeit zum Verlieben“ und „Ugly Betty“ sowie in etlichen Werbespots für Coca-Cola, Sony Ericsson, Caixa, Nissan, Nescafé und zig andere Marken zu hören, während diverse namhafte Musiker ihre Tracks gecovert haben – von The Black Eyed Peas und Nelly bis hin zu Paul Anka und Lloyd & Lil Wayne.

Doch nicht nur das, denn bereits die früheren, ganz klar für den Club geschriebenen Tracks zählten zu den spannendsten Aufnahmen der frühen Achtziger: sie klangen mindestens so neuartig und unverbraucht, so berauschend und dreist wie das, was ihre Zeitgenossen auf Vinyl bannten. Wenn über die ganz großen Namen des Achtziger-Jahre-Pop diskutiert wurde, sind Spandau zwar bisweilen übersehen worden, doch ihre frühen Aufnahmen zählen nach wie vor zu den einflussreichsten und beständigsten dieser Ära. Das wird jeder bestätigen, der diese Zeit selbst miterlebt hat.

Zum Zeitpunkt ihrer Gründung, im Jahr 1979 also, definierte man Coolness – echte Coolness – weniger über Musik, sondern vielmehr darüber, wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Man kann gar nicht laut genug betonen, wie unfassbar angesagt Spandau Ballet im Winter 1979 und im Sommer des Folgejahres waren: „so hip, dass es wehtut“, schrieb die Presse. So gab es am Abend des 26. Juli 1980 z.B. kaum einen Ort auf der Erde, der so cool war wie die HMS Belfast, auf der Spandau Ballet vollkommen lässig ihr Set präsentierten. Doch auch wenn Spandau die modischste Band dieser Ära waren, ging es dabei doch nicht nur um Mode: Ihre Musik war von Bedeutung. Sie hatte Gewicht. Enorm viel Gewicht sogar. Fast schon heldenmütig – in diesem Kontext zumindest – entschlossen sie sich, vor einem Publikum aufzutreten, das sich sonst auf Tanzflächen viel wohler fühlte, wo Songs von Kraftwerk, Bowie, Sparks oder Telex liefen, und sie spielten erfolgreiche Gigs im Blitz-Club, im Londoner Scala Cinema (damals der angesagteste Laden der ganzen Stadt), im Botanischen Garten von Birmingham, im Underground Club in New York, dem Papgayo in Saint-Tropez und selbstverständlich auch im berüchtigten Ku Club in Ibiza (und das schon zehn Jahre bevor die ganze Welt dorthin pilgerte). Und die Rechnung ging auf. Wie bei allen respektablen Musikphänomenen, wurde die Band, nachdem sie einen ordentlichen Hype in der Club-Szene ausgelöst hatte, schon bald mit Vertragsangeboten der Labels überhäuft und unterzeichnete schließlich bei Chrysalis Records, um mit dem von Richard James Burgess produzierten „To Cut A Long Story Short“ endlich die erste Single zu veröffentlichen.

Der Sound von Spandau Ballet war dabei nicht nur zeitgemäß, sondern absolut bahnbrechend, ja, zukunftweisend sogar. Es war der ultimative Sound der Stunde. Und nervtötend für all diejenigen, die nicht eingeweiht waren. „To Cut A Long Story Short“, im Handumdrehen ein elektronischer Klassiker, sollte eine ganze Ära prägen – und eine großartige Dance-Scheibe war es obendrein (wenn dem nicht so gewesen wäre, hätten die Insider, diejenigen also, die in dieselben Clubs wie die Bandmitglieder von Spandau gingen, den Track auch gleich bei der Geburt erdrosselt bzw. hätten, um die Metapher etwas zu entschärfen, niemals dazu getanzt); „Musclebound“ war ein cleverer, verführerischer Beitrag zum Thema Körperlichkeit, und „Chant No. 1 (We Don’t Need This Pressure On)“ war auf seine Art genauso bedeutend für den Sommer des Jahres 1981 wie „Ghost Town“ von The Specials: ein geniales Mix aus zeitgenössischem Funk und sattem Agitprop-Sound, kurz: ein Song, der den Hang zu ausschweifender Fiedelei, der mit dem beginnenden Jahrzehnt aufkeimte, auf den Punkt brachte, während Brixton und Toxeth in Flammen standen. Er zählt zu den wichtigsten Songs der frühen Achtziger, und das nicht nur im Nachhinein betrachtet.

Als Teil der „New Romantic“-Szene, die aus Clubs wie dem Billy’s oder dem Blitz hervorgegangen war, verstanden Spandau Ballet von Anfang an, wie wichtig die Clubs für sie waren: So waren sie die ersten, die jede einzelne Single auch als 12“-Maxi mit Remix-Versionen veröffentlichten, womit sie der Chart-Konkurrenz den Rang abliefen und in sämtlichen Clubs rauf und runter gespielt wurden, von Canvey Island bis nach New Jersey, von Soho bis SoHo und zurück.

So gesehen sind Spandau Ballet auch nicht auf irgendeinen bereits rollenden Zeitgeist-Zug aufgesprungen; sie waren es vielmehr, die ihn erst aufs Gleis gesetzt haben. Im Handumdrehen avancierten sie zur Speerspitze einer neuen Pop-Bewegung, die den ganzen Globus überrollen sollte. Gemeinsam mit Duran Duran, Sade, Culture Club, Wham! und einem Dutzend anderer Bands aus England, die aus der „New Romantic“-Szene der späten Siebziger hervorging, waren Spandau schon fünf Jahre später internationale Superstars und Vertreter einer funkelnden, unverfrorenen Antwort auf Post-Punk und das aufkeimende linke Indie-Lager, das vom NME abgefeiert wurde (wobei die Macher des NME Spandau Ballet noch nie leiden konnten, und das aus einem simplen Grund: die Redakteure wurden nie in die Clubs gelassen, wo sie gerade auftraten). Spandau Ballet wurden Posterboys des Designer-Pop, und regelmäßige Features in Zeitschriften wie i-D, The Face, Blitz und New Sounds New Styles sorgten dafür, dass ihr Name bald nur noch in Fettdruck zu lesen war. Mit internationalen Blue-Eyed-Soul-Hits wie „True“, „Gold“, „Communication“ und „Lifeline“ wurden sie endgültig zu Ikonen und füllten schon zwei Jahre nach Auftritten in angesagten Clubs ganze Stadien – und das rund um den Globus. Mit der Veröffentlichung von „True“ (1983), ihrem dritten Longplayer, gingen sie zu einem weniger kantigen, zugänglicheren Sound über. Produziert von Tony Swain und Steve Jolley, war das Titelstück – unter anderem – eine Hommage an Marvin Gaye (und 1991 sollte P.M. Dawn ein Sample aus diesem Song grandios für den Mega-Hit „Set Adrift On Memory Bliss“ einsetzen). Parallel dazu legten Spandau Ballet auch ihr Club-Image ab und tauschten das grobe Garn des „New Romantic“-Looks gegen edle Maßanzüge in Pastellfarben ein, die übrigens auch David Bowie zeitgleich für sich entdeckte – so hätte man ihn während seiner „Serious Moonlight“-Tour von 1983 locker für ein sechstes Bandmitglied halten können. Insgesamt entwickelten sich Spandau Ballet zu einer der erfolgreichsten Bands der achtziger Jahre: Im Verlauf ihrer Karriere veröffentlichten sie 23 Hit-Singles, waren alles in allem über 500 Wochen lang in den UK-Charts vertreten und verkauften weltweit allein von ihren Alben über 25 Millionen Stück. Während Songs wie „True“, „Gold“ und „Through The Barricades“ – allesamt schwer angesagte Karaoke-Nummern in der ganzen Welt – schon längst Klassiker sind, wurde „True“ allein in Nordamerika über vier Millionen Mal im Radio gespielt. Und damit nicht genug: Kaum eine Sportübertragung im Fernsehen kommt heutzutage ohne den Song „Gold“ aus…

Der außerordentliche Erfolg von Spandau Ballet wurde durch ihr Mitwirken an der legendären Band-Aid-Aufnahme und ihren Auftritt beim Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley-Stadion im Sommer 1985 endgültig besiegelt – schließlich handelte es sich dabei nicht nur um das wichtigste Konzert der achtziger Jahre, nicht nur den größten Gig aller Zeiten, sondern zugleich um ein gesellschaftspolitisches Jahrhundert-Event: Nie zuvor waren globale Anliegen so laut und deutlich präsentiert worden.

Seit ihrer Auflösung gegen Ende des Jahrzehnts, nach zehn Jahren also, in denen sie beispiellose Erfolge gefeiert hatten, starteten die Kemp-Brüder ihre schauspielerische Laufbahn mit einem gefeierten Auftritt im Film „The Krays“, woraufhin Gary auch im Whitney-Houston-Streifen „Bodyguard“ in einer der Hauptrollen glänzte und Martin mit seiner Rolle in der BBC-Serie „EastEnders“ zwischenzeitlich zum beliebtesten Schauspieler Großbritanniens wurde.

Tony Hadley trat eine erfolgreiche Solokarriere an, übernahm am Londoner West End die Rolle des Billy Flynn im Musical „Chicago“ und ging als Sieger aus der Reality-TV-Show „Reborn In The USA“ hervor.

Steve Norman ist auch nach seiner Zeit mit Spandau Ballet der Tanzfläche treu geblieben: Er war die letzten zehn Jahre in der House-Szene aktiv, hat Songs mit seiner Band Cloudfish aufgenommen und ist an der Seite von DJs als Saxofonist in unzähligen Clubs aufgetreten.

Und John ist seinem Hang zum, wie er es ausdrückt, „Mit-Dingen-auf-andere-Dinge-schlagen“ stets treu geblieben und hat das dementsprechend für diverse Künstler getan, unter anderem auch für Tony Hadley.

Spandau-Ballet-Once-More-Album

Spandau-Ballet-Once-More-Album

Spandau Ballet gab es zehn Jahre lang: Eine Laufbahn, die perfekt und vollkommen symmetrisch die Achtziger umspannt – von den Clubs in Soho und Ibiza bis nach Hollywood und in die großen Stadien Europas und Australiens. Gemeinsam mit anderen Vertretern des New Pop haben sie ein ganzes Jahrzehnt definiert und dabei vielleicht sogar bewiesen, dass sich Kajal, Umhänge mit Schottenmuster und druckvolle Drumcomputer nicht unbedingt gegenseitig ausschließen müssen. Sie kamen, sie sahen und sie feierten. Und dann waren sie wieder weg und ließen ein ansehnliches Erbe zurück.

Jetzt sind sie zurück, um noch einmal zu tanzen.

Das Album „Once More“ erscheint am 06. November.

SPANDAU BALLET im TV:

07.11.09 ZDF / Wetten, dass…?! / 20:15 Uhr

SPANDAU BALLET live:

05.03.2010 München – Zenith
06.03.2010 Berlin – Columbiahalle
07.03.2010 Düsseldorf – Philipshalle

http://www.spandauballet.com/

Quelle: Universal Music

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