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Boppin´B am 12.02.2011 im Weinheimer Cafe Central – Konzertbericht

Sonntag, 13. Februar 2011 | By | Category: On Tour

Es gibt Jugendkulturen, die einen in Würde altern lassen. Punk gehört aus meiner Sicht definitiv nicht dazu. Rock ´n´Roll und Rockabilly hingegen schon.

Die Fans dieser Jugendkultur sind größtenteils im gesetzteren Alter und brauchen für ihre etwas lichter gewordene Tolle nicht mehr ganz so häufig wie früher den Kamm. Doch das scheint keinen zu stören. Mit den Fans altern die Bands des Genres-oder umgekehrt?

Boppin B.

Boppin B.

Nur die ahnungslosesten Musiklaien oder Schmalspur-Journalisten würden altgedienten Rockbands ihre Vergänglichkeit unter die Nase reiben. Fragen wie die, wonach man gar nicht nachvollziehen könne, wie man in diesem biblisch anmutenden Alter überhaupt noch ohne künstliches Beatmunsgerät leben, geschweige denn rocken könne, sind absolut tabu, da für die Bands ihre Musik alles ist.

So auch für „Boppin ´B“. Die Aschaffenburger Band gehört nach 26 Jahren im Rockzirkus mittlerweile zu der Gruppe der Rocksaurier und denkt ebenso nicht daran, von der Bühne abzutreten. Warum auch? Dass die fünf Jungs die Bühne wie die Chirurgen die Tupfer brauchen, wird mal wieder beim Konzert im Weinheimer Cafe Central am 12.02.2011 klar.

Bereits bei der Vorgruppe „Conzuela and the pirates“ platzt der Liveclub beinahe aus allen Nähten und lässt erahnen, wie viele Freunde des Rock´n´Rolls an der Bergstraße ansässig sind. Nach einem ordentlichen Set verlassen die Hemsbacher(!) die Bühne und machen Platz für „Boppin ´B“.

Es ist wahrlich schwer zu glauben, dass man nach über 5.000 Konzerten noch eine solche Spielfreude vom ersten bis zum letzten Song haben kann. Die selbsternannte „Rock´n´Roll-Armee“ covert gnadenlos Songs, Evergreens, Schnulzen und andere Gassenhauer der letzten Jahrzehnte im bandeigenen und unverwechselbaren Stil und spielt dazu noch jede Menge eigene Songs. Nach mittlerweile bestätigten Berichten machen sie am heutigen Abend 2/3 des gesamten Sets aus.

Boppin B.

Boppin B.

Nicht fehlen darf dabei Didi´s Kontrabass, der einige Belastungstests an diesem Abend über sich ergehen lassen muss. Aber er hält alle aus. Genau wie die Becken des Schlagzeugs, die hin und wieder den Tritten der übrigen Musiker ausgesetzt sind.

Etwas schlechter geht es dem ein oder anderen Gast, der das Motto „Sex, Drugs and Rock´n´Roll“ ein wenig zu wörtlich nimmt. Jedenfalls den Teil mit den Drogen, in dem Fall Alkohol. Aber es bleibt ein friedlicher Abend und das ist ja das Wichtigste.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass nicht wenige der weiblichen Besucherinnen eine gewisse erotische Ausstrahlung  versprühten. Hatte stellenweise etwas von dem frühen Charme einer Marilyn Monroe.

Jüngeren Lesern möchte ich an dieser Stelle den folgenden Link empfehlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Marilyn_Monroe

http://www.boppinb.com

Bericht und Fotos: Sven Dehoust

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