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Mando Diao – GIVE ME FIRE TOUR 2009

Samstag, 5. September 2009 | By | Category: On Tour

Es ist noch gar nicht lange her, dass eine blutjunge Band aus dem schwedischen Städtchen Borlänge daher kam und die Rock’n’Roll-Welt im Handstreich eroberte. Anfang 2004 erschien „Bring ‘Em In“, das furiose Debüt der begnadeten Songwriter mit der großen Klappe. Und danach ging es Schlag auf Schlag.

Mando-Diao-Cover

Mando-Diao-Cover

Jedes Jahr ein neues Album und unzählige Konzerte in kontinuierlich größer werdenden Venues.

Die Alben „Hurricane Bar“ und „Ode To Ochrasy“ erreichten in Deutschland mühelos Gold-Status und mit ihrem bislang letzten Album „Never Seen The Light Of Day“, wo sie unter anderem mit skandinavischer Folk-Musik experimentierten, verblüfften Mando Diao Fans und Kritiker gleichermaßen.

Das vergangene Jahr musste dann zwar ohne ein neues Mando Diao-Album auskommen, doch Jetzt-schon-Klassiker wie „Sheepdog“, „Down In The Past“ oder „Long Before Rock’n’Roll“ gehörten auch 2008 zum Pflichtrepertoire eines guten DJs. Außerdem war es auch so ein ereignisreiches Jahr für die Band. Die beiden Gitarristen, Sänger und Songwriter Gustaf Nóren und Björn Dixgård sind nun verheiratet, Nóren ist darüber hinaus Vater eines Sohnes geworden.

Und im Frühjahr wurde endlich das bandeigene Studio in Stockholm fertig, so dass unter der tontechnischen Regie von Bassist C-J Fogelklou und Keyboarder Mats Björke im Mai 2008 mit den ersten Aufnahmen für ihr Ende Februar 2009 bei Universal erscheinendes fünftes Album begonnen werden konnte. Vollendet wurde der Aufnahmeprozess schließlich im November im sonnigen Long Beach, wo ein Freund der Band ein Studio besitzt.

Mando-Diao-11

Mando-Diao-11

Mando Diao gehören längst zu den ganz Großen, das dürfte unbestritten sein. Ebenso sicher scheint, dass ihr neues Album den Stellenwert noch weiter steigern wird. Kein Song ähnelt dem anderen, und doch sind sie alle typisch Mando Diao.

Und „typisch“ ist bei dieser Band ein Synonym für großartig. Vorneweg marschiert die erste Single „Dance With Somebody“, die so simpel wie großartig ist. „Ja, es ist ein sehr simpler Song“, bestätigt Fogelklou, „wahrscheinlich der einfachste Song, den wir je gemacht haben. Aber die Wirkung dieses Songs ist einfach umwerfend.“ In der Tat.

Da reicht ein stampfender Beat, eine pumpende Bass-Linie, grelle Keyboards und sphärisch verhallte Gitarren, dazu dieser Gesang, der Steine zum Schmelzen bringt. Dank des grandiosen Refrains bekommt man den Smasher mit 70er-Jahre-Disco-Einschlag so leicht nicht mehr aus dem Ohr.

„Dance With Somebody“ bleibt nicht die einzige Überraschung. „Gimme Fire“ offenbart dezentes Reggae-Feeling, bei „The Shining“ treffen sich Ennio Morricone und Lee Hazelwood in einer Mariachi-Bar und mit „Nothing On Me“ geht es dann richtig zur Sache. Das klingt, als hätte man „War Pigs“ von Black Sabbath, Arthur Browns „Fire“ und „War“ von Edwin Starr – in der Version von Eric Burdon – in einen Mixer gepackt und auf Heavy Rotation geschaltet. Mando Diao goes Psychedelic Metal-Pop? „Wenigstens einmal in meinem Leben wollte ich einen Song in dieser Art schreiben“, erklärt Dixgård, der hier auch beim Text kein Blatt vor dem Mund nimmt, wenn er über „Faschisten und gewisse Polizisten“ herzieht. „Es ist ein simpler kleiner Rebellen-Song, mit dem ich mir meine Aggressionen von der Seele geschrieben habe.“

Natürlich gibt es auch wieder Up-Beat-Rocker wie „Go Out Tonight“ oder „Gloria“ mit glasklaren Gitarren und einem cool-laszivem Refrain, der Tom-Jones-Qualitäten besitzt. „Blue Lining“ wiederum rockt so atemlos, kraftvoll und kompromisslos überdreht, wie man es aus den wilden Anfangstagen der Band kennt. Noch ein potentieller Single-Hit. Aber das gilt eigentlich für alle neuen Songs, den sehnsüchtig schmachtenden Groover „High Heels“ zum Beispiel, der den Hörer in die Atmosphäre eines Cabarets im Paris der 40er Jahre eintauchen lässt, oder „Mean Street“, eine beschwingte Good-Times-Nummer, bei der ihre Liebe zu Motown-Vibe und Broadway-Grandezza zur Geltung kommt.

Tourdates:

15.10.09 Stuttgart, Porsche Arena
19.10.09 Frankfurt, Jahrhunderthalle
20.10.09 Dortmund, Westfalenhalle 1
21.10.09 Hannover, AWD Hall
23.10.09 Berlin, Arena Treptow
24.10.09 Leipzig, Arena
26.10.09 Hamburg, Color Line Arena
27.10.09 Düsseldorf, Philipshalle

http://www.mandodiao.com

Quelle: Universal Music

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