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Kasey Anderson – „Nowhere Nights“

Dienstag, 16. März 2010 | By | Category: Reviews

Nowhere Nights“ heißt die neueste Veröffentlichung des aus Oregon stammenden Kasey Anderson. Die CD ist eine Reflexion seines bisherigen Lebenslaufes und enthält daher teilweise sehr persönliche Lieder. Schon der Opener „Bellingham Blues“ ist eine Auseinandersetzung mit einem Ort, den er schon viel früher hätte verlassen sollen, da er sich dort nicht richtig wohl gefühlt hatte.

Kasey-Anderson

Kasey-Anderson

Auch viele andere Titel handeln von Veränderungen, die notwendig sind, vom Wunsch nach Veränderung oder von der Unausweichlichkeit von Veränderungen. Kasey Anderson hat einen einschneidenden Schnitt in seinem Leben als Anlass genommen, die verschiedenen Facetten von Veränderungen, die es im Leben geben kann, musikalisch umzusetzen.

Etwas aus diesem Rahmen fällt der Song „I Was A Photograph“, der Lance Cpl. James Blake Miller gewidmet ist. Ein von dem Fotografen Luis Sinco während des Irak-Krieges aufgenommenes Bild zeigt Miller als einen erschöpften, Zigarette rauchender Soldat. Dieses Bild wurde von den amerikanischen Medien positiv aufgenommen und zu einem Symbol des Irak-Krieges hochstilisiert. Das Lied beschäftigt sich mit den psychischen Problemen Millers nach dem Krieg.

Den musikalischen Stil Andersons kann man mit Bruce Springsteen oder noch besser, mit Steve Earle vergleichen. So erinnert mich der Titel „Torn Apart“ an Steve Earle’s „Copperhead Road“. Aber während „Copperhead Road“ filigran wirkt, klingt „Torn Apart“ wie ein wuchtiger Klotz.
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