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Red Hot Chili Pipers – „Blast live“

Samstag, 27. März 2010 | By | Category: Reviews

Seit der Besprechung des Albums „Bagrock For The Masses“ habe ich wieder öfter meine leichten karierten Hosen angezogen, um meine geistige Verbundenheit mit dem schottischen Volk zu zeigen. Der kalte Winter sorgte dann allerdings dafür, dass dieses „Band“ zerrissen wurde.

Red-Hot-Chili-Pipers

Red-Hot-Chili-Pipers

Ich bin eben kein Schotte, nur ein süddeutsches Weichei, welches sogar im Sommer immer Unterwäsche trägt. Nun, Ende März, traut sich der Lenz ab und zu wieder was und lässt die Tagestemperaturen sogar auf  zweistellige Bereiche steigen. Plus natürlich. Ist es da nicht ein glücklicher Zufall, dass mir ausgerechnet jetzt die neue Live-DVD bzw. Live DVD der „Red Hot Chili Pipers“ zukommt?

In meinem Review möchte ich mich vor allem auf die Live-DVD der Dudelsack-Rocker beschränken, weil sie der Live-CD von der Auswahl der Titel (bis auf wenige Ausnahmen) sehr ähnelt.

Die Menü-Führung der DVD ist übersichtlich und kommt ohne großes Schnickschnack zu den drei „Hauptmenü-Punkten“. Zum einen kann man sich das Konzert der Pipers im alten Fruchtmarkt von Glasgow komplett ansehen oder sich für einzelne Titel entscheiden.

Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, mithilfe des letzten Hauptmenü-Punktes hinter die Band-Kulissen zu blicken.Hier muss man sich dann zwischen einem aufschlussreichen Interview und einem nicht minder aufschlussreichen Tour-Film entscheiden. Oder auch nicht, denn es bleibt wie immer der Weg zurück zum Hauptmenü offen.

Das vermutlich ausverkaufte Konzert zeigt, dass die Pipers in ihrer Heimat längst Plantinstatus erreicht haben und dass sie die Professionalität, die sie bereits im Studio bewiesen haben, auch live umsetzen können. Die Band gibt wieder alles, was man von ihren Fans nicht unbedingt bescheinigen möchte. Gut, es ist mehr ein Familienkonzert, aber etwas mehr Enthusiasmus wäre sicher möglich gewesen. Und mehr hübsche Frauen. Die kann man auch engagieren, damit sie die erste Reihe ein wenig aufpeppen.

Doch was ist das? Nach 30 Minuten (Gesamtspielzeit 80 Minuten) dröhnt mir der Kopf und ich glaube, das erste Opfer der Frühlings-Schweinegrippe (das Wort werde ich mir schützen lassen, Bayer!) zu sein. Jedoch ich stelle beim Abschalten des Fernsehers fest, dass ich doch kerngesund bin und ich mir wohl nur eine Überdosis „Red Hot Chili Pipers“ genehmigt habe.

Ich muss in Zukunft wohl darauf achten, den Sound der Schotten in Maßen zu konsumieren, sonst werde ich ihn in sehr bald überhaupt nicht mehr hören können.

Fazit: Der Zauber des ersten Albums ist leider dahin, trotz der guten Bemühungen der Band.

mehr Infos auf track4.de

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