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Review: Terrorgruppe – Inzest im Familiengrab

Mittwoch, 27. August 2014 | By | Category: Reviews

Solange Menschen sprechen können, versuchen sie sich ihre Welt zu erklären. Andere Menschen, die meinen neben dem Sprechen auch noch das Denken zu beherrschen, versuchen nicht nur ihre Welt, sondern die Welt als Ganzes zu erklären.

Terrorgruppe

Terrorgruppe

 

Das klappt mal ganz gut und ihre weitsichtigen Gedanken finden auch noch lange nach ihrem Ableben Befürworter. Manchmal endet das Ganze aber auch ganz profan in der nächsten psychatrischen Heilanstalt. Das hängt manchmal mit dem Zeitgeist der Epochen, in denen sie ihre Gedanken kundtun, zusammen.

Die Terrorgruppe ist möglicherweise so etwas wie ein Bindeglied zwischen beiden Phänomenen. Irgendwo zwischen Arte und RTL2, immer bedacht den Finger in die offenen Wunden unserer oftmals oberflächlich anmutenden Gesellschaft zu legen, ohne dabei zu moralisieren und allzu steif zu klingen.

Diese Stärke wird auch auf der neuen Single „Inzest im Familiengrab“ sichtbar. Wo andere seitenlange Pamphlete verfassen, langen den Berlinern durchschnittlich 12-16 Zeilen pro Song. Das reicht, um mehr oder weniger ernstgemeinte Stellung gegen essgestörte und verhaltensauffällige Teenager, den gesamtdeutschen Wohlfühlmodus 2014, zu recht unterschätzte Politiker und geltungssüchtige Altpunks zu beziehen. Musikalisch kann die Terrorgruppe dabei ihr hymnisches Punkrock- Repertoire durch den Einsatz einer Orgel ausbauen und weiß selbst beim Country-Song „Kotzende Teenager“ kurzweilig zu unterhalten….weiter auf track4.de

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