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Stakeout – „Geschenk an die Welt“ – Review

Mittwoch, 1. September 2010 | By | Category: Reviews

Die Welt ist so, wie sie ist. Und weil dem so ist, blieb den Gute-Laune-Pop-Punkern von Stakeout auch gar nicht anderes übrig, als einen neuen Tonträger aufzunehmen und ihn mit dem altruistischen Titel „Geschenk an die Welt“ zu versehen.

Die pure Selbstironie, welche bereits im Titel angerissen wird, setzt sich auf den 14 mehr oder weniger weltbewegenden Liedern der CD fort.

Stakeout - Geschenk an die Welt

Stakeout - Geschenk an die Welt

So geht es im Song „Mein Sofa gegen das System“ darum, wie manche Menschen in ihrer Rolle als Konsumenten so aufgehen, dass sie gar nicht daran denken, diese bequeme Position für wen oder was auch immer aufzugeben. Frei nach dem Motto: „Macht doch hier mal einer Revolution.“ Ob die vier Jungs damit allerdings wirklich zum Nachdenken und Handeln animieren oder einfach die Lacher auf ihrer Seite haben möchten, bliebe noch zu klären.

Ich tippe eher auf letztere Möglichkeit, zumal der poppige Sound sich an die jungen und gebildeten Punkrocker aus der Mittelschicht richten dürfte, denen es neben dem Tanzen auch um eine gepflegt-geistreiche Unterhaltung geht, die man im Deutschunterricht schon mal auf Herz und Nieren (= Form und Inhalt) überprüfen könnte. Und warum auch nicht.

Ältere Musikliebhaber, die zum Tanzen zu alt sind und sowieso die Liedtexte einer Band wichtiger als deren Musik finden, werden durch ihre Altersweisheit und in zwei Jahrtausenden erlebte musikalische Sozialisation an den zahlreichen Musikzitaten ihre helle Freude haben. Hier haben es die Jungs meines Erachtens allerdings echt übertrieben. Das kann man schon ein wenig mit den endlosen Ärzte-Sprüchen auf den Live-Konzerten vergleichen. Und auch die Selbstironie in allen Ehren, aber hier macht die Dosis genauso das Gift aus…weuterlesen auf track4.de

http://www.stakeout-sucks.de

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