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Various – „35 Years Bear Family Records“ – Review

Sonntag, 26. September 2010 | By | Category: Reviews

Irgendwann Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts (ja, es ist genauso lange her, wie es sich anhört), fing ich an, mich für Country Musik zu interessieren. Leider war das Angebot der Plattenhändler in unserem Dorf und den benachbarten Kleinstädten in diesem Bereich sehr eingeschränkt. Bequem über Internet Informationen suchen und die Musik – wie auch immer – bestellen, ging nicht. Das kam erst viel später. Daher war ich froh, als ich die Adresse eines Versandhandels fand, der auch ein großes Angebot an Country-Scheiben haben sollte.

35-Years-Bear-Family-Records

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Ich erinnere mich noch an den ersten Katalog – im Vergleich zu dem, was ich bisher kannte, ein Riesenangebot. Eine Einkaufsmöglichkeit, von der ich – soweit es mein Geldbeutel zuließ – regen Gebrauch machte. Aber die Firma aus Norddeutschland war nicht nur ein Versandhandel. Nein, sie veröffentlichte auch selber Schallplatten. Und eine davon musste ich dann unbedingt haben: die „Texas Country Road Show“ mit Clay Blaker und den Emsland Hillbillies. Dann kam die nächste heraus, von Marty Robbins. Und da hat es mich schließlich gepackt: gute Qualität, liebevoll zusammengestellt, hervorragende Klangqualität.

Seitdem sind Produkte dieser Firma immer wieder auf meiner Einkaufsliste – LPs, LP-Boxen, CDs und CD-Boxen – und ich bin nie enttäuscht worden. Man konnte sich darauf verlassen – der Name dieser Firma bürgt für Qualität.

Und jetzt feiert dieses kleine Unternehmen, der Weltmarktführer für Wiederveröffentlichungen, das 35jährige Firmenjubiläum. Experten wissen bereits, wer gemeint ist: Bear Family Records von Richard Weize.

Aus diesem Anlass spendieren die Bären eine drei-CD-Box mit Buch zu einem unvergleichlich günstigen Preis. Die CDs enthalten 68 Lieder rund um das Thema Bär im engeren oder weiteren Sinn, speziell für dieses Jubiläum geschrieben und aufgenommen von befreundeten Musikern, und bieten damit eine Menge Musik aus den unterschiedlichsten Genres, der man anmerkt, dass die Musiker mit Spaß und Freude bei der Sache waren.

Besonders erwähnen möchte ich Deke Dickerson mit seinem „Bear Family Talkin‘ Blues“, der sehr witzig das Suchtpotential von Bear Family Produkten beschreibt.

Gut gefallen hat mir auch die Neuaufnahme des alten Klassikers „Running Bear“ von Ian Gomm & Jeb Loy Nichols. Diese Fassung wird langsamer als gewohnt gesungen und dadurch erzeugen die beiden eine enorme Spannung. Ich jedenfalls habe bis zur letzten Note darauf gewartet, dass die Musiker endlich Tempo aufnehmen und das Lied so bringen, wie man es eigentlich kennt – diese langsame Version ist stark gemacht.

Roland HeinrichsSixteen Discs“ wurde inspiriert von Merle Travis‚ „Sixteen Tons“. Allerdings dreht sich der Text wieder um die Produkte aus dem Hause Bear Family. Sehr lustig.

Jon Emery wieder erzählt die Geschichte von Goldlöckchen und den drei Bären, aber ganz anders als man sie kennt. Nur so viel sei verraten: es geht um Gitarren und Musik. Am Ende spielen alle Hillbilly Rock ’n‘ Roll und sind eine glückliche Hillbilly Bear Family……weiterlesen auf track4.de

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