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Goo Goo Dolls – „Home“

Freitag, 28. Mai 2010 | By | Category: Titel Tipp

„The crowded room is full of empty faces, the deepest conversation full of lies…“ Zugegeben: Harte Worte für eine Radiosingle. Nicht jedoch für die Goo Goo Dolls, die bekanntlich noch nie ein Blatt vor den Mund genommen haben. So markiert denn auch „Home“ als erste Singleauskopplung aus dem mittlerweile neunten Studioalbum des Alternative Rock-Trios aus Buffalo den Wendepunkt. In allen Belangen.

Goo Goo Dolls - Credits: WMG

Goo Goo Dolls - Credits: WMG

Ankommen, Zuhause, Heim, „Home“ – große Worte, deren gefährliche Klischee-Klippen üblicherweise nicht wirklich leicht zu umschiffen sind. Selbst für lange erprobte Kapitäne des Showgeschäfts. Es sei denn, man verfügt über die nötige Erfahrung, das Taktgefühl und nicht zuletzt auch die unverzichtbare Ehrlichkeit; den unerschütterlichen Glauben an sich selbst und die Stärke, sich notfalls auch angreifbar zu machen. So wie die Goo Goo Dolls anno 2010.

„Home“ ist die große Hymne of the homeless; gewidmet all den Suchenden, all den Einsamen, all den Verlorenen in viel zu großen Doppelbetten, deren Hoffnung selbst um 3 Uhr nachts nicht schwindet. Ein Paradebeispiel eines Liebesliedes im klassischen Sinne, bei dem es kaum weiter auffällt, dass die Gründungsmembers John Rzeznik und Robby Takac seit fast auf den Tag genau 24 Jahren zusammen spielen. Melancholisch, nachdenklich, treibend. Botschaft immer inklusive.
Ein gewisser Teil unserer neuen Songs handelt ganz klar von den mannigfaltigen Enttäuschungen und widrigen Umstände der schwierigen Zeiten, in denen wir gerade leben. Ziel war es, diesem gefühlsmäßigen Chaos irgendwie Ausdruck zu verleihen“, sagt Rzeznik.

„Viele Menschen sind gezwungen, sich tagtäglich in der Wirtschaftskrise zu behaupten – an genau diese Leute richte ich mich mit meinen Texten!“

Dass Rzeznik auch diesmal blind bzw. taub verstanden wird, steht angesichts der mehr als beeindruckenden Hard-Facts so gut wie außer Frage: So durften sich die Goo Goo Dolls bisher neben vier Grammy-Nominierungen ganze 13 aufeinander folgende Top 10-Multi Format-Hits sowie über zehn Millionen verkaufter Alben auf ihre Fahnen schreiben. Plus dem renommierten Hal David Starlight-Songwriter Award – man hört es, man sieht es, man spürt es irgendwie zwischen den Zeilen. Auch wenn die Suche vielleicht noch nicht zu Ende ist.

„Come take me home tonight, I`m lost without you“. Ein Lippenbekenntnis, das manchmal einfach nötig ist, auch wenn`s schwer fällt. Doch wie heißt es weiter in „Home“: „Sometimes we don`t have a choice“ – mit der reellen Option auf ein Happy End, auf dass irgendwann doch noch alles gut wird. Ganz vielleicht, wenn man nur die Hoffnung nicht aufgibt.

www.googoodolls.com

www.myspace.com/googoodolls

Quelle: MPN

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One comment
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  1. Nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder was neues von den Dolls. Nach der Enttäuschung von Let Love In, die Platte war einfach alles nur nicht im GGD Stil, geht es scheinbar wieder mit etwas mehr Authentizität weiter.
    Home erinnert nun nicht an die „guten alten Zeiten“ aus den 90ern sondern bringt frischen aber glaubhaften neuen Wind mit sich und weckt in mir die Lust auf mehr. Ich kann nur hoffen das sich der Sound auf der CD fortsetzt.

    Ebenfalls bleibt zu hoffen das der Bekanntheitsgrad der Dolls in Deutschland weiter steigt und sich Fans auf ein Deutschlandkonzert freuen dürfen, das letzte liegt ja einige Jahre zurück.

    Ich persönlich freue mich mit meinen 22 Jahren wie ein Kind auf die neue Platte einer Band die ich seit 10 Jahren meine absolute Lieblingsband nennen darf und fühle mich gerade wieder wie 12-13 als ich das erste mal Dizzy und Iris von ihnen gehört habe.

    lg Rene

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