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Jennifer Hudson – „I remember me“

Mittwoch, 13. April 2011 | By | Category: Titel Tipp

„Dieses Album ist eine neue Einführung in mein Leben“, sagt Jennifer Hudson. „Es ist das Gefühl einer Reise, auf der ich mich selbst wiederfinde und mich ganz neu kennenlerne“.

Mit „I Remember Me“ geht Jennifer Hudson, die zu den größten Stars der letzten Jahre zählt, einen bemerkenswerten Schritt nach vorn. Das Album ist der Nachfolger ihres Debüts „Jennifer Hudson“ aus dem Jahr 2008, das Goldstatus erreichte und mit dem Grammy ausgezeichnet wurde. Und auch wenn es sich damals um ihren Erstling handelte, hatte sie zu diesem Zeitpunkt schon die Fernsehwelt (durch ihren Erfolg bei der Casting-Show „American Idol“) sowie die Filmwelt (durch ihren triumphalen Auftritt in „Dreamgirls“, für den sie mit dem Oscar ausgezeichnet wurde) erobert.

Jennifer Hudson

Jennifer Hudson

„Das erste Album war für mich selbst und die Hörer eine Gelegenheit herauszufinden, wer ich bin“, sagt sie. „Dieses Mal konnte ich mich viel mehr einbringen. Wir haben alles ein wenig vorangetrieben und sind das Album mit einem ganz bestimmten Ansatz angegangen. Ich bin wirklich stolz darauf, ein Album geschaffen zu haben, mit dem ich so  zufrieden sein kann und auf dem ich mich selbst so sehr wiederfinde.“

Die Songs auf „I Remember Me“ wurden von einer Reihe der größten Talente der heutigen Musikwelt geschrieben und produziert; dazu gehören R. Kelly (der hinter der ersten Hit-Single des Albums „Where You At“ steckt), Alicia Keys, Ne-Yo, Polow da Don und Salaam Remi. Harvey Mason, der schon mit Künstlern von Aretha Franklin über Justin Timberlake bis Whitney Houston gearbeitet hat, produzierte die gesamten Vokaleinlagen Hudsons. Das Album selbst wurde von den Legenden Clive Davis und Larry Jackson produziert.

„Dem Album gelingt es wirklich, Jennifers typischen umwerfenden Klang einzufangen, mit Material, das ihrer würdig ist“, sagt Davis, Chief Creative Officer bei Sony Music Entertainment. „Es ist etwas ganz Besonderes und ich weiß einfach, dass es noch viele Jahre lang Anklang finden wird“.

„Eines Morgens bin ich aufgewacht und habe einfach mit dem Schreiben angefangen“, sagt sie. „Ich habe das Gefühl, in 29 Jahren vier verschiedene Leben geführt zu haben und wenn ich das Ich von heute mit dem von vor zehn Jahren vergleiche, kann ich diese Person nicht einmal wiedererkennen. Die einzige Möglichkeit, mich überhaupt zu identifizieren, ist über meine Hände, mein vertrautes Gesicht, manchmal ist das die einzige Erinnerung, die ich an meine Identität von damals noch habe. Also nahm ich diesen Abschnitt, den ich geschrieben hatte, und dachte, dass die einzige Person, die mir dabei helfen konnte, diesen Song fertig zu stellen, Ryan Tedder war.“

„Dieser Tagebucheintrag handelte von Jennifer, die in einen Spiegel blickt und sich selbst sieht“, sagt Tedder, Produzent von Smash-Hits von Größen wie Beyoncé, Kelly Clarkson und Leona Lewis. „Das Großartige daran war, dass sie trotz aller Tragödien noch immer wusste, wer sie war, und dass ihr ein ganzes Leben voller Erinnerungen und Liebe für ihre Familie bleibt, das ihr niemand nehmen kann.“

Das Echo von Hudsons eigener Geschichte tritt auch an anderer Stelle von „I Remember Me“ hervor. „Ich stamme aus einem Umfeld, in dem Singen eine große Rolle spielte“, sagt sie. „Wir sind alle im Chor aufgewachsen und genau dort hat wirklich alles angefangen. Als ich sieben war, wusste ich, was ich tun wollte – damals habe ich begonnen, den Traum zu verwirklichen, und ich habe niemals zurückgeblickt“.

Für die Sängerin, die noch immer in ihrer Geburtsstadt Chicago lebt, ist es wichtig, die Verbindung zu ihren Gospel-Wurzeln am Leben zu halten. „Ich muss einen geistlichen Song auf meinem Album haben“, sagt sie, „und keinen weichgespülten, keinen wo einfach der Name Jesus in einen R&B-Song eingestreut wird, mit so etwas kann ich nichts anfangen!“ Hudsons Debütalbum schloss mit ihrer Interpretation von „Jesus Promised Me a Home Over There“ und die gleiche Albumposition ist auch auf „I Remember Me“ von einem geistlichen Lied belegt; auch wenn dieses aus einer eher unerwarteten Quelle stammt.

Im letzten Jahr trat Hudson auf dem Abschiedskonzert des Country-Duos Brooks and Dunn auf. Die zwei hatten sie darum gebeten, einen ihrer Hits aus dem Jahr 2005 namens „Believe“ zu singen. Auch wenn sie anfangs nicht sicher war, warum Brooks and Dunn gerade dieses Stück für sie ausgewählt hatten, verliebte sie sich an jenem Abend in den Song. Darum musste er auf dem Album erscheinen. Produziert von Harvey Mason beendet „Believe“ das Album mit einem emotionalen Höhepunkt.

Der Song „Still Here“ bietet ebenfalls einen Bezug zu Hudsons persönlicher Geschichte. Der von Diane Warren geschriebene Text ist eine bewegende Hommage an die Familie der Sängerin. „I will never forget how you touched my life“, singt Hudson. „I still see you, I still feel you/And we’ll never be apart“. (Ich werde nie vergessen, wie ihr mein Leben berührt habt. Ich sehe euch noch immer. Ich fühle euch noch immer/Und wir werden nie getrennt voneinander sein“)

Aber nicht alles auf „I Remember Me“ ist so ernst. Die drei Tracks, an deren Produktion Alicia Keys mitgewirkt hat, haben alle einen klassischen Funk/Disko-Klang („wie von Chaka Khan inspiriert und dann zeitgemäß gestaltet“, sagt Hudson). „Der Song ‚Angel’“, sagt die Sängerin, „hat diesen besonderen Kick – als würde die Schulband den Gang entlangkommen und Jennifer würde vorn stehen und singen“.

Das temperamentvolle Stück „Feeling Good“, seit langer Zeit untrennbar mit der großen Nina Simone verbunden, hat Hudson als Song für ihre Weight-Watchers-Kampagne neu aufgenommen. Noch mehr Inspiration kommt mit dem Stück „I Got This“, produziert von der Hit-Maschine Stargate. „Schon seit Brandy ‚Sittin’ on Top of the World’ sang, wollte ich so einen Song“, sagt Hudson. „Es ist eine Hymne, eine Erinnerung daran, dass du es in dir hast, dass du es tun kannst. Ich kann sehen, wie alle mit einstimmen, wie alle zusammen singen und sich gegenseitig ermutigen.“

Intensiv und intim, fröhlich und tanzbar – „I Remember Me“ stellt die Bandbreite und die Entwicklung von Jennifer Hudson als Künstlerin unter Beweis. Das Album ist ein Zeugnis über die Heilkräfte der Musik und über die anhaltende musikalische Reife einer Sängerin, deren Name praktisch schon zu einem Markenzeichen geworden ist, obwohl sie sich noch immer im Frühstadium ihrer Karriere befindet.

„Ich habe mich weiterentwickelt und das Album zeigt das“, sagt Hudson. „Man kann die Energie von allen Menschen fühlen, die an diesem Projekt beteiligt waren. Und dieses Gefühl ist einfach umwerfend.“

Quelle: Sony Music

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