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Kevin Costner & Modern West feat. Nena – „Let Go Tonight“

Dienstag, 19. Juli 2011 | By | Category: Titel Tipp

„Ich wünschte, jeder könnte das fühlen, was ich am Ende der letzten Tour gefühlt habe“, sagte ein sichtlich euphorischer Kevin Costner nach den gefeierten Gastspielen zum letzten Longplayer „Turn It On“ im vergangenen Jahr. „Ich freue mich, dass das Publikum so viel Spaß hatte. Denn das funktioniert nur, wenn Band und Publikum einen gemeinsamen Traum haben.“

Kevin Costner & Modern West feat. Nena

Kevin Costner & Modern West feat. Nena

Wenn diese Band sich dann entschließt ohne Pause gleich ein neues Album aufzunehmen, bedeutet das weit mehr, als nur eine gute Nachricht für die Fans: Es bedeutet, dass eine Band in Hochstimmung erneut ihre Kreativität unter Beweis stellen will. Dieses Resultat heißt nun „From Where I Stand“.


Kevin Costner & Modern West
sind eine gewachsene Band. Keine Spaßkapelle, kein gecastetes Promotion-Projekt, sondern eine Herzensangelegenheit, die einen vielseitig talentierten Künstler zeigt, der mit seinen Fans „auf bedeutsamere Weise in Verbindung treten möchte, als nur durch ein Autogramm“. Hier geht es nicht um den Hollywoodstar, Erfolgsschauspieler und Filmproduzenten Kevin Costner.

Es geht um die Musik einer vor 25 Jahren entstandenen Band, in der Kevin und seine Freunde eigene Songs schreiben, lange Stunden Proben und alle Entscheidungen gemeinschaftlich treffen. „Dies sind allesamt Menschen, mit denen ich auch in den Urlaub fahre“, sagt Costner. Andersherum schwärmen auch Costners Kumpels von ihrem Boss: „Wenn wir Musik machen gibt es keinen Filmstar. Da gibt es einfach nur Kevin. In dieser Band sind alle gleich.“

Für ihr drittes Studiowerk haben Kevin Costner & Modern West das Adrenalin ihrer Welttournee mit ins Studio genommen und daraus Songs mit purer Rock’n’Roll-Essenz destilliert: elektrisch, energiegeladen, ergreifend. War ihr Erstlingswerk „Untold Truth“ (2008) noch deutlich von der amerikanischen Musiktradition geprägt, erweiterte der Nachfolger „Turn It On“ (2009) ihre frühen Roots-Rock-Einflüsse, ohne sich zu weit von ihren Wurzeln zu entfernen.

Mit „From Where I Stand“ legen Kevin Costner, Gitarrist John Coinman, Gitarrist und Produzent Teddy Morgan, Gitarrist und Keyboarder Park Chisolm, Bassist Blair Forward und Schlagzeuger Larry Cobb diesmal die Betonung eindeutig auf „Rock’n‘Roll“. „Wir wollen ja nicht die gleiche Platte noch einmal machen“, sagt die Band unisono, „also beschlossen wir Neuland zu erforschen.“

Wir schrieben bereits eine Menge Songs, während wir mit ‚Turn It On‘ in Europa unterwegs waren“, beschreibt Kevin Costner den kreativen Prozess. Mehr als 30 Song-Ideen entstanden „on the road“, von denen es die besten zehn auf „From Where I Stand“ schafften – Zeugnis einer souveränen, gereiften und entschlossenen Band, die den nächsten Schritt ihrer künstlerischen Entwicklung dokumentiert.

Bedenken über das angeblich so „schwierige dritte Album“, Schreibblockaden oder mangelnde Kreativität rockten Kevin Costner & Modern West in ihren Sessions einfach über den Haufen, deren einziges Problem darin lag, sie mit Costners „day job“ zu koordinieren wie die Band liebevoll Costners Schauspielberuf nennt. „Wir arbeiteten die Ideen in jeder freien Minute aus, Zuhause bei Kevin oder in seinem Wohnwagen an Filmsets. Wo immer Kevin gerade war“, berichtet Gitarrist Coinman. Dabei entstanden alle Stücke auf akustischen Instrumenten, also ganz ohne Studio-Tricks und Sound-Mätzchen – bekanntlich der ehrlichste Qualitätsmesser, ob Songs tatsächlich funktionieren. Und wie. Denn Kevin Costner & Modern West sind Vollblutmusiker, die authentische, handgemachte Musik zu spielen vermögen.

In den legendären Blackbird Studios von Nashville, wo bereits Legenden wie wie Bruce Springsteen, Rock-Acts wie die The White Stripes und Pop-Stars wie die Black Eyed Peas aufnahmen, entstand „From Where I Stand“ in nur wenigen Tagen. „Ein Studio mit einem ganz eigenen Vibe“ wie Costner betont. „Dieses Album war deutlich einfacher als alle zuvor, alles passierte ganz natürlich“, ergänzt Gitarrist und Produzent Morgan. „Kevin hat sich zu einem Sänger entwickelt, der seine Botschaft definitiv rüberbringt. Überhaupt ist die ganze Band besser und tighter geworden.

So präsentiert das Sextett mit „From Where I Stand“ griffigen, modernen und urbanen Songwriter-Rock, in denen Kevin Costner nicht nur mit seiner charismatischen Stimme, sondern auch mit bildhaften Texten überzeugt. Etwa im philosophischen „Let The River Carry Itself“ in dem wir „die Zeit vergessen, den Moment genießen um im Hier und Jetzt zu leben.“ Oder im tief persönlichen „Find That Girl“, in dem Kevin Costner den Beginn seiner Liebe zu seiner heutigen Ehefrau Christine gesteht, ebenso in der cineastischen Bilderflut von „Indian Summer“ oder in der traurigen Schönheit äußerster Selbstaufopferung von „The Angels Came Down.“

So sehr man Costner für seine überwältigende Strahlkraft als Schauspieler verehrt: Hier spielt er keine Rolle. Hier ist er nicht der Leinwand-Star, ist weder „Bodyguard“ noch „Der mit dem Wolf tanzt“. Hollywood ist woanders. Hier gibt der Mensch Kevin Costner Einblicke in sein Seelenleben und seine Gedankenwelt. Es geht um wahre Liebe und echte Freundschaft, um Familie und Werte, um selbst Erlebtes. „Ich habe die gleichen Träume und die gleichen Probleme wie alle Menschen. Ich kenne Schmerz, Enttäuschung, Liebeskummer und Sehnsucht. Das Leben macht da keinen Unterschied“, betont der bekennende Motorrad-Fan. Kein Zweifel: Costner ist mit sich, seiner Karriere und seinem Leben im Reinen. Nur ein derart zentrierter Mensch besitzt die Offenheit und Gelassenheit derart persönliche Einblicke zu gewähren. „Das hat überhaupt nichts mit meiner Schauspielerei zu tun, die hat auf der Bühne nichts verloren. Meine Songs sind real und persönlich.“ Und diese Sprache versteht man weltweit.

Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist die mitreißende Single-Auskopplung „Let Go Tonight“, die eine echte Überraschung aufwartet: Kevin Costner feat. Nena! „Sie hat diesem Song etwas ganz Wundervolles gegeben“, sagt Costner, „Nenas Gesang ist die Sahnehaube auf dem Kuchen“, schwärmt auch Gitarrist Coinman, für den sich damit auch persönlich ein Kreis schließt, da er einst in den Siebzigern, als Nena mit ihrer ersten Band „The Stripes“ in kleinen Clubs auftrat und an ihre spätere Weltkarriere noch nicht zu denken war, den Song „Strangers“ für sie schrieb.

Allein das verspricht Einiges für die Deutschland-Tour von Kevin Costner & Modern West. „Live, loud and long“ lautete das Motto der letzten Tour, „das hat auch diesmal seine Gültigkeit“, verspricht der Bandboss den Fans. „Die Band ist eingespielter und besser und wir freuen uns schon. Denn gerade unsere Fans in Europa hatten einen großen Einfluss auf die neuen Songs. Hier haben wir genau so viele Freunde gewonnen wie in den USA.“ Mit „From Where I Stand“ werden einige hinzukommen.

Line-up:
Kevin Costner: Gesang, Gitarre
John Coinman: Gitarre
Blair Forward: Bass
Teddy Morgan: Lead Gitarre, Produzent
Larry Cobb: Schlagzeug
Park Chisolm: Gesang, Gitarre

http://kevincostnermodernwest.com

Quelle: MPN

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