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Omnia – „Wolf Love“

Dienstag, 26. Oktober 2010 | By | Category: Titel Tipp

Der Ruf des freien Geistes –  Wie kaum eine andere Formation haben OMNIA den Begriff „Paganfolk“ geprägt und zu einem blühenden Genre der folkloristischen Musikszene gemacht. Bis tief in die Neunzigerjahre reichen dabei die Wurzeln der niederländischen Gruppe, die sich nunmehr vom Duo zum Sextett entwickelt hat, stets derselben künstlerischen Vision folgend: „Freiheit“! Und diese bündelt sich in vielgestaltiger Weise auf ihrem neuesten Album „Wolf Love“.

Omnia

Omnia

Die dreieinige schöpferische Essenz von OMNIA fügt sich aus den Multiinstrumentalisten Steve Sic, Jenny und Luka zusammen, die der Band ihren einzigartigen Klang, Charme und die unverwechselbare Ausstrahlung verleihen.

Die Drei folgen dabei keinem eng eingefassten Konzept, wodurch sie mit jeder Platte erfrischendes Neuland betreten und sich in neue klangliche Regionen vorspielen. Trends oder Charts haben für die Niederländer nicht die geringste Bedeutung.

Steve beschreibt ihre Auffassung von Kunst und Leben – die bei OMNIA eine symbiotische Einheit bilden – mit einem Lächeln auf den Lippen als „absolut freie und undogmatische Verehrung der Natur auf eine sehr boheme Weise.“
Musik ist für OMNIA kein Produkt, es ist Leben! Klänge fließen Ambrosia gleich aus ihren Seelen, werden mit künstlerischem Feingefühl in Kompositionen verwandelt und auf virtuose Weise mit zahlreichen Tonwerkzeugen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Epochen der Welt zum Klingen gebracht. Wenn man genau hinhört, huscht hier und da eine kleine Fee durch das Notengefüge oder stapft ein zorniger Troll mit schweren Kriegstrommeln bewehrt durch die Arrangements.

Jeder Song, den wir schreiben ist auf irgendeine Art autobiographisch“, verrät Steve über die Musen der Formation. „Wenn wir traurig sind machen wir traurige Lieder, wenn wir fertig sind machen wir psychotische Musik. Schweben wir auf Pilzen, machen wir schamanische Musik und wenn wir ein kleines Stelldichein im Wald haben, schreiben wir über Sex in der Natur – es ist alles wahres Leben!“

Doch zum Leben der Heidenfolker gehört auch die Hingabe zu edler Lyrik, zur gebündelten Kraft des Wortes und zu fließenden Versen. So verwundert es nicht, dass in der Vergangenheit auch William Shakespears Hexen oder Edgar Allan Poes Rabe von OMNIA zu neuem Leben erweckt wurden. „Tue was du willst, alles ist erlaubt“ lautet das Credo, weshalb man sich nicht wundern darf, die Musiker in sakralem Umfeld zu erleben, wie 2005 in der St. Johns Kirche in Utrecht oder anno 2007 mit einer Verschmelzung aus wuchtigen Paganfolk-Hymnen und technoider Elektronik.

omnia-wolflove-cover

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Berührungsängste haben OMNIA nicht. So entdeckten sie bei ihrer letzten Scheibe „World Of Omnia“ das Klavier für sich, das nun auch Eingang in ihr neuestes Werk „Wolf Love“ gefunden hat. Aber nicht nur das, denn der weiche Klang des Pianos ist zu einem elementaren, tragenden Bestandteil OMNIAtischer Ausdruckskraft geworden.

In alter Tradition lässt man das Repertoire illustrer Instrumente durch einige Gastmusiker bereichern, wodurch auch das Cello und die Nyckelharpa zu Klange kommen.
Doch die Vielfalt der Instrumente dient keinen quantitativen Dogmen, sondern dem Geist des jeweiligen Liedes. Verse, Melodien und Tonwerkzeuge verbinden sich zu einem dichten, magischen Zauber, zu einer Beschwörung der Natur, der ungebundenen Existenz, fernab von gesellschaftlichen Zwängen.

Da ist es nicht verwunderlich, dass OMNIA mit „Dance Until We Die“ nicht nur ein sozialkritisches Donnerwetter vom Stapel lassen, sondern zugleich Anleihen aus dem Rap in ihre Musik einbauen – die Synthese dieser beiden scheinbar unvereinbaren Stilrichtungen gelingt grandios und darf als Geburtsstunde des Pagan-Rap bezeichnet werden.

Aber „Wolf Love“ unterscheidet sich von seinen Vorgängern vor allen Dingen durch seine mannigfaltige Vielseitigkeit – ein Abwechslungsreichtum der jeden Moment der Scheibe in neuem Glanze erstrahlen lässt. Da winden sich eingängige Melodieläufe mit anschmiegsamem Pop-Appeal den Gehörgang hinauf, um sich als Ohrwurm festzusetzen. Andernorts erklingen OMNIA in weltmusischer Galantheit, um jedoch im nächsten Augenblick schlaghosenbewehrt und mit freudvollen Hippie-Klängen in die Tiefen der 68er hineinzuhüpfen. Und dann sind da diese warmen Weisen, bei denen die Niederländer zu ihren Wurzeln zurückkehren und die alten Götter mit treibenden Rhythmen oder sanfter Melancholie ehren.

So entfesseln OMNIA ein weiteres Mal die Kräfte der Natur, facettenreich, organisch, virtuos und ehrlich. Wundervolle Balladen gesellen sich zu mystischen Beschwörungen und pochenden Urgewalten. Um es in Worten der keltischen Neo-Hippies zusammenzufassen: „‚Wolf Love‘ hat mehr musikalische Abwechslung und unverbrauchte Verrücktheit wie ‚Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club‘ der Beatles.“

www.worldofomnia.com

www.myspace.com/worldofomnia

Quelle: Absolut Promotion

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