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Shinedown – „The Sound of Madness“

Montag, 10. Januar 2011 | By | Category: Titel Tipp

Schon im Herbst 2008 erschien das dritte Album einer Band, die für Kollegen wie Nickelback und 3 Doors Down zur ernsthaften Konkurrenz werden wird: The Sound Of Madness von SHINEDOWN. In den USA auf Anhieb auf Platz 8 der Billboard-Charts gegangen, trifft das Album genau die Balance aus hartem Sound und packenden Rockballaden. Als Referenzpunkte dürfen hier die Songs Devour (jüngst zum Titeltrack des neuen MTV-Formats „Real World: The Island“ auserkoren) und die herausragende Rockballade Second Chance gelten, die sich in den USA Anfang des Jahres auf Platz 1 der Rockradio-Charts spielte und auch bei uns als Single erscheint.

Shinedown

Shinedown

The Sound Of Madness ist wahrscheinlich das beste und eindringlichste Album der Band aus Florida, deren oberstes Gesetz Leidenschaft und Hingabe ist. Ihre Motivation ist bis in jeden Winkel der elf Songs zu spüren, und selbst die sanften Momente auf The Sound Of Madness entwickeln noch eine eindringliche Wirkung.

Aufgenommen mit Star-Producer Rob Cavallo (Green Day, Kid Rock etc), bringt es die geballte Kraft der vierköpfigen Band in die Bahn, die SHINEDOWN mit dem US-Platin-Debüt Leave A Whisper (2003) und dem Nachfolger Us And Them (2005, Gold) eingeschlagen haben. Die Band weiß das, denn für Sänger Brent Smith war von vornherein klar, dass das dritte Album (das zweite , das auch in Europa vertrieben wird), das Entscheidende sein würde: „Ich sagte zu Rob: Wenn ich tot bin, wenn jeder in dieser Band nur noch Vergangenheit ist, dann will ich, dass die Welt The Sound Of Madness als ein Album in Erinnerung behält, das gemacht werden MUSSTE“, so Brent Smith. „Das ist die Motivation für dieses Album und es ist zugleich der Grund, warum die Arbeit daran so lange gedauert hat.

Im Frühjahr 2007 begann The Sound Of Madness, und nach diversen Top-5 Hits wie Fly From The Inside, 45, dem Number-1-Song Save Me und dem Lynyrd Skynyrd-Cover Simple Man hing die Messlatte denkbar hoch. SHINEDOWN nahmen die Herausforderung an und zeigen sich auf The Sound Of Madness als eine Band, die eingespielter ist als je zuvor und eine klare Vision von dem entwickelt hat, was sie ihrem Publikum bieten will: Ein kompromissloses Statement einer Band, die keine halben Sachen macht. So lassen sie auf Songs wie Cry For Help, Sin With A Grin, The Sound Of Madness und der ersten Single Devour reichlich ihre Rock-Muskeln spielen, wagen auf The Crow And The Butterfly, Breaking Inside und Second Chance aber auch emotionale Töne, die sie mit einem 20-köpfigen Orchester verstärken.

Auch textlich sind die Songs direkter als alles, was ich je vorher geschrieben habe,“ erklärt Brent und weist darauf hin, dass es mit If You Only Knew zum ersten Mal einen SHINEDOWN Lovesong gibt. „Ich habe früher immer gesagt, ich würde nie ein Liebeslied schreiben, dass ich einfach nicht der Typ dazu wäre,“ erinnert sich Smith mit einem Lächeln. „Aber die Wahrheit ist, dass ich nie einen Grund hatte, eines zu schreiben. If You Only Knew habe ich für meine Frau Ashley geschrieben, die Ende 2007 unseren Sohn Lyric geboren hat. Ich möchte ihr damit zeigen, wieviel sie mir bedeutet, weil sie mir mehr gegeben hat, als ich mir je hätte vorstellen können. Ich werde den Rest meines Lebens einsetzen, es ihr zurückzugeben und ihr für all das zu danken, was sie für mich tat.

Nicht nur Liebe ist ein neues Thema auf The Sound Of Madness, das Album enthält mit Devour auch den ersten politischen Song, den SHINEDOWN je aufgenommen haben. Er entstand, nachdem die Jungs die amerikanischen Truppen im Irak besuchten im Angesicht des Endes von George W. Bushs Präsidentschaft. „Ich tu nicht nur so, ich bin wirklich sauer,“ erklärt Smith zur ersten Single. „Und der Song ist meine Nachricht an ihn: Es ist das Ende deiner Amtszeit, und dafür musst du dich verantworten. Ich will nicht zu politisch werden, denn ich bin ein unpolitischer Mensch. Aber als wir aus dem Irak zurückkamen, musste ich den Song schreiben, um das alles loszuwerden.

Andere Songs auf dem Album besitzen autobiographische Wurzeln, etwa Second Chance, in dem Smith erzählt, wie er Knoxville verließ, um sich ganz der Musik zu widmen, oder What A Shame, ein Abschiedsgruß an einen geliebten Onkel, der vor Kurzem starb. Aber viele Songs erzählen von der Reife, die Smith und die Band durch jahrelanges Touren erlangten. „In den sieben Jahren, die wir mit diesem Monster, das sich SHINEDOWN nennt, unterwegs waren, haben wir viele Dinge gesehen. Entweder selbst erlebt, oder aus erster Hand von den Fans erfahren, die auf Dauer zu Freunden wurden. Und die wichtigste Erkenntnis war für mich, dass ich nicht beschönigen will, wie das Leben manchmal spielen kann. So sehe ich mein tägliches Leben.

Drummer Barry Kerch, mit dem Smith die Band im Jahre 2001 in Florida gründete, zeigt sich vor allem mit dem Sound zufrieden. „Wir wollten ein Statement abgeben,“ erklärt er. „Das Album sollte bigger than life werden – ein Rockalbum, das sagt: Okay, wir sind zurück. Das ist unser drittes Album, und dies ist es, worum es uns geht.
Als SHINEDOWN sich mit Cavallo zusammen setzten, der durch seine Arbeit mit Green Day, My Chemical Romance, den Goo Goo Dolls und Kid Rock nicht nur Erfahrungen, sondern auch einen Grammy und mehrere Platin-Awards sammelte, hatte Smith bereits einige Songs auf Tasche und Ideen für weitere, die ihn nicht losließen. „Ich wurde von Smith mitgerissen,“ so Cavallo. „Er stand völlig in Flammen, alles so gut wie möglich zu machen. Brent ist ein Gewinner-Typ: er wollte das beste Album machen, zu dem er fähig ist und nahm sich viel Zeit fürs Songwriting, um sicher zu gehen, dass alles stimmt.“

Cavallo selbst hatte zudem eigene Vorstellungen für den nächsten SHINEDOWN-Schritt. „Ich war mir sicher, dass die Band das Potenzial hatte, viel mehr zu erreichen, als das, was bisher gelaufen ist. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass ein Typ mit einer solchen Stimme wie Smith diesen Weg bis nicht zum Äußersten gehen kann. Wir wollten nur mit Top-Material arbeiten.

Die Message kam bei Smith an, und als man sich zum ersten Mal im Studio in Los Angeles wiedertraf, hatte er 60 Songideen in der Tasche. Die Band nahm 15 davon auf, unter anderem einige, die erst bei der Arbeit im Studio entstanden. Kerch betont dabei, dass Cavallos Beitrag nicht überschätzt werden könnte. „Er brachte nicht nur Wissen ein, sondern auch viel Geduld und eine gute Atmosphäre. Er saß meistens auf einer Couch und ließ uns einfach spielen,. Und plötzlich sprang er auf und rief: ‚Oh fuck, so müssen wir das machen’. Er war sehr energetisch und brachte jeden von uns dazu, immer noch besser sein zu wollen.“

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http://www.shinedown.de

http://www.myspace.com/shinedown

Quelle: MPN

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