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Die Fantastischen Vier – Heimspiel – VÖ: 23.10.09

Mittwoch, 30. September 2009 | By | Category: Top News

DIE FANTASTISCHEN VIER 20 Jahre deutsches Pop-Niveau

„Es war doch nur eine Beschäftigung junger Kids, und plötzlich wurde daraus eine ernsthafte Berufsperspektive.“ So beschreibt And.Ypsilon, Produzent der Fantastischen Vier, die Anfangstage von einer der erfolgreichsten Bands, die Deutschland je gesehen hat. Es war der 7. Juli 1989, als vier gerade zum Twen gewordene Stuttgarter Jungs aus Europaletten eine Bühne zimmerten und erstmals unter dem Namen Die Fantastischen Vier in einem ehemaligen Kindergarten in Stuttgart-Wangen auftraten.

"Heimspiel" (2009)

"Heimspiel" (2009)

40 Zuschauer zählten sie damals, die dabei halfen, den Grundstein für eine der Aufsehen erregendsten Musik-Karrieren in Deutschland zu legen. Zuvor hatten sie einen neuen Sound für sich entdeckt: die Rapmusik, die über die in Stuttgart ansässigen US-GIs ins Ländle exportiert worden war.

Michael B. Schmidt, Michael Beck, Thomas Dürr und Andreas Rieke waren fasziniert von diesem Klang und der Magie des gesprochenen Wortes – und leisteten Pionierarbeit, indem sie diesen aufregenden neuen Sound mit deutschen Texten versahen
. Geradezu prophetisch ist der Titel ihres ersten Albums: „Jetzt geht’s ab“ – eine Losung, die die Vier mit den Künstlernamen Smudo, Michi Beck (in Frühtagen auch DJ Hausmarke), Thomas D und And.Ypsilon ernst nahmen und kraftvoll umsetzten.

So gelang ihnen 1992 mit „Die da“, der ersten Single-Auskopplung ihres zweiten Albums „4 gewinnt“, der erste Charts-Erfolg mit deutschem Sprechgesang.
Nur einer von vielen Gründen, warum die Fantastischen Vier für die Geschicke der deutschen Popkultur eine zentrale Rolle spielen. Denn sie hoben die damals entstehende Szene deutscher Rapmusik aus ihrem Nischendasein und sensibilisierten die Öffentlichkeit für die Strahlkraft des gesprochenen Wortes im Wechselspiel mit Rap- und Pop-Elementen zu gleichen Teilen.

Der Rest ihrer in Deutschland einzigartigen Karriere ist Geschichte: Mit Werken wie „Die 4. Dimension“, „Lauschgift“ und „4:99“ dehnten sie ihren Einflussbereich und Erfolg immer weiter aus, diversifizierten ihren eigenen Stil, fanden immer wieder neue Ansätze an Texten, Themen, Aussagen und Meinungen. Gerade der feine, vielseitige, niemals zotige und immer treffende Humor ist es, der dabei aus den vier interessanten Figuren mit den höchst unterschiedlichen Charakteren eine unwiderstehliche Einheit formte.

Spätestens seit dem Jahrtausendwechsel gehören die Fantastischen Vier zu den ‚Elder Statesmen’ der deutschen Popmusik. Sie schufen mit ihrer Version der MTV-Unplugged-Idee, die sie mit einem Orchester in einer Tropfsteinhöhle auf die Bühne brachten, eine neue Form von akustisch intoniertem Sprechgesang. Ihre Mischung macht’s, denn sie sind vier individuelle Persönlichkeiten, bei der erst die Verbindung ihrer Ideen und überschäumenden Kreativität, gebündelt in knackigen, immer wieder neue Stile auslotenden Songs, zu diesem einzigartigen Ergebnis führt. Wie verschieden sie sind, zeigen nicht nur ihre zahlreichen Solo-Werke, die sie als Urlaub von der Hauptband verstehen. Es zeigt sich auch auf der Bühne, wenn aus vier grundverschiedenen Charakteren diese magische Einheit des Momentes wird.

Diese Einzigartigkeit ließ sich erst kürzlich wieder beobachten: Zum 20. Band-Geburtstag beschenkten sie sich selber mit einem Open Air auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, 60.000 Fans feierten mit. Das am 02.10. unter dem Titel „Heimspiel“ erscheinende Live-Ereignis, bei dem sie von ihrer brillanten Band sowie dem Orchester der Bolschoi-Oper Minsk begleitet wurden, war der nächste Höhepunkt in einer endlosen Kette von Ereignissen. Und der nächste kündigt sich bereits an: Im Frühjahr 2010 wird ihr kommendes, mittlerweile 8. Studioalbum erscheinen.

Ein Ende dieser außergewöhnlich kreativen Einheit ist nicht in Sicht.

Heimspiel Cover

Heimspiel Cover

http://www.diefantastischenvier.de/

Quelle: Sony Music

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