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Marit Larsen

Montag, 21. Dezember 2009 | By | Category: Top News

Als Marit Larsen mit ihrer Single „If A Song Could Get Me You” im Sommer 2009 in Windeseile die deutschen Charts empor kletterte und schließlich fünf Wochen auf Position eins rangierte, konnte man hierzulande leicht dem Eindruck erliegen, es handele sich bei der bezaubernden Norwegerin um eine hochtalentierte Newcomerin, die gerade erst damit begonnen hatte, mit ihrer Musik die Welt zu erobern. Doch weit gefehlt: in ihrer Heimat und vielen weiteren Ländern der Erde ist die 26-jährige Sängerin und Songwriterin bereits seit Jahren ein Superstar.

Marit Larsen - Foto: Michael Petersohn

Marit Larsen - Foto: Michael Petersohn

Von Mitte der Neunziger Jahre bis 2002 bildete sie zusammen mit ihrer Kindheits-Freundin Marion Raven das Chartpop-Duo M2M, mit dem sie Hits in den USA, halb Europa und Japan landen konnte und dabei mehr als zwei Millionen Alben und zehn Millionen Singles verkaufte. Wie war es also möglich, dass die Menschen in Deutschland noch nie etwas von Marit Larsen gehört hatten? „Wir waren so wahnsinnig jung und die Platten wurden gleichzeitig in mehr als zwanzig Ländern veröffentlicht“, erinnert sie sich. „Wir hatten also pro Land kaum mehr als einen Tag Zeit, um dort Interviews zu geben. Und natürlich konzentrierten wir uns auf die USA.“

Nach der Trennung von M2M nahm sich Marit eine Auszeit, um sich auf ihre Solo-Karriere vorzubereiten. Ihr Debütalbum erschien in Norwegen schließlich 2006. „Es kam mir vor, als hätte ich jahrelang ein Geheimnis mit mir herum getragen, das ich nun mit allen teilen kann”, sagte sie damals, „ich freue mich so sehr darauf, dass Menschen endlich meine neuen Songs hören und auf meine Rückkehr als Solo-Künstlerin.“ „Under The Surface“ hatte alles, was ein Debütalbum braucht, um uneingeschränkt zu beeindrucken und der Longplayer stieß bei Kritikern und Plattenkäufern auf vorbehaltlose Gegenliebe. Die Folge: Innerhalb von nur drei Wochen erreichte das Album Goldstatus.

Gleich mit ihrem Erstling gelang Marit dabei ein sensationeller Spagat: Von Musikliebhabern wurde „Under The Surface“ unter den besten Alben des Jahres gelistet, gleichzeitig brachte es mehrere Airplay- und Singlehits hervor (alleine ihre Debütsingle „Don’t Save Me“ rangierte fünf Wochen an der Spitze der norwegischen Charts) und bescherte ihr einen „MTV Europe Music Award“ in der Kategorie „Beste norwegische Künstlerin“. Mit dem Follow-Up „The Chase“, der in Norwegen im Oktober 2008 erschien, gelang es ihr, diese Erfolge sogar noch zu toppen: Mit der Single „If A Song Could Get Me You“ stellte sie einen neuen Rekord auf – der Song platzierte sich länger auf Platz eins der norwegischen Charts als jeder andere zuvor.

Mit gerade einmal 25 Jahren konnte Marit Larsen im Frühjahr 2009 also bereits auf eine internationale Pop-Karriere mit einem Duo sowie zwei hoch gelobte und erfolgreiche Soloalben zurückblicken. Ein perfekter Zeitpunkt, um ihre Musik nun auch den Menschen im Rest der Welt näher zu bringen. Und so startete das Sony-Music-Label Columbia Deutschland im Mai 2009 die Funkbearbeitung der Single „If A Song Could Get Me You“, die letzten Endes Platz drei der Airplay-Charts erreichte und sich auch in den Verkaufscharts platzierte. Nach nur wenigen Wochen thronte „If A Song Could Get Me You“ schließlich an der Spitze der Media Control Hitliste, wo es sich über einen Monat lang hielt und schließlich für über 150.000 verkaufte Exemplare mit Gold ausgezeichnet wurde.

Kurz nach der Single „If A Song Could Get Me You“ erschien auch ein gleichnamiger Longplayer in Deutschland mit den besten Songs der beiden in Norwegen erschienenen Alben „Under The Surface“ und „The Chase“, der sich auf Anhieb auf Position drei der deutschen Album Charts platzierte. Für die Musikerin, die bei der Anordnung der Songs  große Sorgfalt walten lässt, war das Erstellen des Tracklistings eine gleichsam schwierige wie auch hochinteressante Aufgabe. „Mir war natürlich bewusst, dass ‚Don’t Save Me’ und ‚Under The Surface’ vom ersten Album die beiden Songs sind, die vom Publikum immer das beste Feedback bekommen, also hatte ich keine Zweifel, dass sie nun auf ‚If A Song Could Get Me You’ enthalten sein sollten. Mir war aber auch bewusst, dass in Deutschland noch niemand meine Musik kannte“, erklärt sie.

Marit Larsen - Foto: Michael Petersohn

Marit Larsen - Foto: Michael Petersohn

Mittlerweile hat sich die Lage grundlegend geändert. Durch ihre jahrelange Erfahrung im Musikbusiness weiß die junge Musikerin genau, worauf es wirklich ankommt: „Es ist so wichtig, dass man sich im Klaren ist, was man will, sowohl als Künstler als auch als Mensch. All die Herausforderungen, mit denen wir uns täglich konfrontiert sehen, haben Konsequenzen, die unsere gesamte Zukunft beeinflussen können.“

Beide Alben entstanden in den Propeller Studios in Oslo unter der Regie von Kåre Vestrheim, in dessen Produzenten-Lebenslauf sich illustre Namen wie Hanne Hukkelberg, Morten Harket und Gluecifer tummeln. „Kåre und ich sprechen eine eigene musikalische Sprache”, sagt Marit Larsen, die auf ihren Alben neben Gesang auch Gitarre, Klavier, Mandoline und Harmonika spielt, um sicher zu stellen, dass auch alles exakt nach ihren Ideen umgesetzt wird. „Ich mache mir nichts aus Stilrichtungen und Genres. Ich möchte nur gute Musik machen. Gute Melodien zu schreiben ist meine Lebensaufgabe.“

Auch das Konzept „Hitsingle“ ist ihr eigentlich eher fremd. „Für mich ist jeder Song, der auf dem fertigen Album ist, ein ‚Hitsong’“, erklärt sie. „Nicht, weil ich mir jedes Stück im Radio vorstellen kann, sondern weil irgendwann im Laufe der Entstehung jeder Song einmal mein Lieblingssong war. Man komponiert und schreibt, man schreibt und komponiert, und ab und zu hat man das Gefühl, dass ‚niemand jemals einen solchen Text aus dieser Perspektive geschrieben hat’ oder dass einem ‚diese Melodie einfach nicht mehr aus dem Kopf geht’. Das ist für mich das, worum es beim Songwriting geht.“

Ein Album voller Lieblingssongs von einer bezaubernden Künstlerin, die genau weiß, was sie will: es ist eigentlich kaum verwunderlich, dass Marit Larsen die Herzen der deutschen Musikfans im Sturm für sich gewinnen konnte. Ein Erfolg, der auch die Künstlerin selbst beflügelt. „So viel Feedback und Euphorie von den Menschen zurück zu bekommen, ist einfach unglaublich“, freut sie sich. Und weil Marit und ihre Fans nicht genug voneinander bekommen können, steht nach den Konzerten im November bereits für Februar und März 2010 eine umfangreiche Deutschlandtour auf dem Programm:

15.02.2010 Hamburg Große Freiheit
16.02.2010 Hannover Musikzentrum
17.02.2010 Bremen Modernes
19.02.2010 Erfurt Gewerkschaftshaus
20.02.2010 Dresden Beatpol
21.02.2010 Leipzig Anker
23.02.2010 Bochum Zeche
24.02.2010 Düsseldorf Savoy
26.02.2010 Köln E Werk
28.02.2010 München Ampere
01.03.2010 Stuttgart Theaterhaus
02.03.2010 Mainz Frankfurter Hof
03.03.2010 Offenbach Capitol
07.03.2010 Saarbrücken Garage
08.03.2010 Ulm Roxy
09.03.2010 Nürnberg Hirsch
12.03.2010 Freiburg Jazzhaus
14.03.2010 Basel Volkshaus
15.03.2010 Zürich Härterei

http://www.maritlarsen.de/

Quelle: Sony Music

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