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Morrissey – Swords (Ltd. Deluxe Edt.) – VÖ: 30.10.09

Montag, 19. Oktober 2009 | By | Category: Top News

Also wenn 2009 nicht das Jahr von Morrissey war und noch ist… Nicht nur, dass der Maestro weiterhin vor stets ausverkauften Häusern rund um diese Welt tourt. Nein, da war vorher auch noch sein neuntes Studioalbum „Years Of Refusal“, das nicht nur von der Kritik gefeiert, sondern auch sein viertes wurde, mit dem er in die Top 3 der britischen Charts einsteigen konnte.

Morrissey - Credits: Travis-Shinn

Morrissey - Credits: Travis-Shinn

Nicht zu vergessen die frisch remasterten Deluxe-Versionen seiner 1990er-Klassiker „Southpaw Grammar“ und „Maladjusted“, die Morrissey höchstpersönlich beaufsichtigte. Doch damit nicht genug: Denn jetzt krönt der große Charismatiker das wohl produktivste Jahr seiner seit 1988 andauernden Solo-Karriere mit „Swords“ – und 18 ausgewählten Songs, die es bisher nur als B-Seiten seiner 13 Hit-Singles aus den letzten vier Alben gab.

Morrissey hat schon immer viel Wert darauf gelegt, dass seine B-Seiten kein „Ausschuss“ sind, sondern qualitativ auch jederzeit eine A-Seite oder ein Albumtrack hätten sein können. Und so verwundert es nicht, dass „Swords“ feinstes Material versammelt. 12 Songs darauf entstanden in Zusammenarbeit mit Gitarrist Alain Whyte, für den Rest zeichnen Boz Boorer, Jesse Tobias und sein ehemaliger Keyboarder Michael Farrell als Co-Autoren. Die Musik ist ungeheuer kraftvoll und abenteuerlich, dazu ist Morrissey’s Stimme ein kleines Wunder an Ausdruck und Flexibilität. Mit Stil, Witz und Weisheit legt dieser Mann die Wahrheit(en) unter der Oberfläche bloß, auch in persönlicher Reflektion. „Munich Air Disaster 1958“ etwa erinnert an die Spieler von Manchester United, die damals bei einem Flugzeugunglück zu Tode kamen. Und das Live-Cover von David Bowie’s 73er-Song „Drive-In Saturday“ wirft ein kleines Schlaglicht auf Morrissey’s Teenager-Tage, wenn er die amouröse Konfusion des Textes variiert und nicht die Stones sondern die New York Dolls anhimmelt. Und Chrissie Hynde, die ja selbst mit ihren Pretenders schon Morrissey (nämlich „Everyday Is Like Sunday“) gesungen hat, singt ein bisschen mit ihm, nämlich Backing-Vocals bei „Shame Is The Name“.

Morrissey-Sword-Cover-2009

Morrissey-Sword-Cover-2009

Morrissey ließ es sich nicht nehmen, „Swords“ selbst zusammenzustellen. Und beweist dabei untrügliches Gespür für die richtige Sequenz, etwa wenn auf die Todesahnung des wunderschönen „The Never-Played Symphonies“ das Versprechen einer Wiedervereinigung im Leben danach kommt, die „Sweetie-pie“ zelebriert. Wie sagte er im März zu seiner „Tour Of Refusal“? Genau: „All’ unsere Antworten werden in unseren Songs sein.“

Die erste Auflage von „Swords“ wird zudem mit einer Bonus-Disc ausgeliefert, mit acht superben Live-Stücken, die ganz aktuell im Juli dieses Jahres in Warschau aufgenommen wurden. Darunter finden sich Songs aus den letzten beiden Alben, aber auch vom 1994er-Werk „Vauxhall And I“ sowie das Smiths-Stück „You Just Haven’t Earned It Yet, Baby.“ Das fand sich 1986 auf der B-Seiten-Sammlung der Band mit dem Titel „The World Won’t Listen“. Die Welt hat aber doch zugehört und tut es auch weiterhin, wenn Morrissey seine unverkennbare Stimme erhebt. Im Oktober und November gibt es weiter Live-Termine in Europa, bevor er zum Sprung in die USA ansetzt.

http://www.myspace.com/morrissey

http://www.itsmorrisseysworld.com

Quelle: Universal Music

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