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NATASHA BEDINGFIELD – „Strip Me Away“

Dienstag, 26. April 2011 | By | Category: Top News

Sollte es tatsächlich eines weiteren Reminders bedurft haben, über welche Ausnahmebegabung Natasha Bedingfield verfügt, wenn es um das Schreiben von gleichermaßen tief empfundenen wie hoch dynamischen Pophymnen geht, dann kommt ihr neues Album  „Strip Me Away“ gerade recht. Denn auch auf dem Follow-Up zu „N.B.“, das 2008 erschien, präsentiert die 29-jährige Britin Songs, die musikalisch und textlich gleichsam klug und absolut unwiderstehlich sind.

Natasha Bedingfield - Credits: Sony Music

Natasha Bedingfield - Credits: Sony Music

Die vergangenen fünf Jahre verbrachte die Londonerin, die seit einiger Zeit über einen Zweitwohnsitz in Los Angeles verfügt, vornehmlich auf Konzertreise oder Promotiontour für ihre bisherigen beiden Alben. Die Erfahrungen, die sie dabei rund um Globus sammeln konnte, bescherten ihr eine ganz eigene Sicht der Dinge, die ihr bei der Erstellung des neuen Songmaterials von großem Nutzen sein sollte.

Zusammen mit einem beeindruckenden Produktionsteam aus bewährten Hitmachern, darunter Grammy-Preisträger John Shanks (Michelle Branch, Sheryl Crow), Ryan Tedder (OneRepublic, Kelly Clarkson, Leona Lewis), Wayne Wilkins (Beyonce), John Hill (Shakira, Santigold), Kleerup (Robyn, Cyndi Lauper), Danielle Brisebois (Co-Songwriter von „Unwritten”) und Steve Kipner (der Natashas Smashhit „These Words“ produzierte), schrieb sie für „Strip Me Away“ insgesamt mehr als fünfzig Songs, von denen die besten schließlich den Weg ins endgültige Tracklisting schafften.

Jedes der Stücke spiegelt dabei die immanenten Wünsche, Bedürfnisse und Ängste wieder, die die Menschen in unseren beunruhigenden Zeiten bewegen. Und trotz des plakativ-provokanten Titels bringen die Lieder, die Natasha schreibt, all jene Dinge zum Ausdruck, die ihr am Herzen liegen. Die Botschaft ist klar: verliere dich nicht in materiellen Dingen. Fürchte dich nicht davor, geliebt oder berührt zu werden. Habe keine Angst davor, dass jemand dich unterstützt. Glaube an dich selbst und folge deinem Herzen.

„Fünf Jahre ununterbrochen auf Tour zu sein, hat ohne Zweifel seinen Tribut gefordert“, sagt Natasha Bedingfield, „ich musste danach inne halten und mir vor Augen führen, warum ich eigentlich ursprünglich damit angefangen hatte, Musik zu machen. Ich wollte Songs schreiben, die von den grundlegenden menschlichen Wünschen und Bedürfnissen handeln: was brauchen wir, was wollen wir, was haben wir gemeinsam? Meine Lieder feiern die Empfindungen, die man verspürt, wenn man ein wildes Pferd sieht, dieses Gefühl, frei und unbeschwert zu sein. Genau so möchte ich mich fühlen, und ich hoffe, das ist das, was man spürt, wenn man meine Musik hört.“

Natasha Bedingfield  - Credits: Sony Music

Natasha Bedingfield - Credits: Sony Music

Dieser Spirit ist besonders deutlich bei den Stücken „Weightless”, „Can’t Fall Down”, „Break Thru” und „Run Run Run”. Das Gefühl, selbstbewusst und voller Lebenskraft zu sein, bestimmt auch den Titelsong „Strip Me Away“. „Im Refrain heißt es: ‚Build me up, or cut me down to size/Shut me out but I’ll just scream/I’m only one voice in a million, but you ain’t taking that from me’. Die Menschen können dich schlecht behandeln oder ignorieren, das sollte aber nichts daran ändern, wer du bist oder wie du dich selbst siehst“, erläutert sie, „wir definieren uns nicht über andere, sondern über das, was in uns steckt. Wir dürfen nicht vergessen, welche Kraft die Stimme einer einzelnen Person besitzt.“

Musikalisch bedeutet „Strip Me” für Bedingfield eine ganz bewusste Weiterentwicklung. „Ich hoffe, dass der Sound des Albums die Energie und Magie eines Konzerts wiedergibt. Ich habe versucht, rockige Gitarren und Live-Percussion mit programmierten Beats und Synthesizern zu vereinen. Meine musikalischen Helden reichen von Deborah Harry und Joni Mitchell bis zu Lauren Hill und Björk. Nicht zu vergessen Stevie Wonder, Bob Marley, The Cranberries und Jeff Buckley. Oh – und natürlich Missy Elliot!“ Neben zahlreichen Komponisten und Produzenten, mit denen sie bereits auf ihren beiden bisherigen Alben zusammen gearbeitet hatte, verpflichtete sie für „Strip Me Away“ deshalb auch einige musikalische Kollaborationspartner aus völlig verschiedenen Genres.

Neben der Musik ist es Natasha ein großes Anliegen, einige der Missverständnisse aufzuklären, die sich immer wieder in den Medien über sie finden. „In meiner Kindheit und Jugend habe ich im Kirchenchor gesungen, also nehmen die Leute an, dass ich sehr traditionell und ordentlich bin“, sagt sie, „aber das ist überhaupt nicht der Fall.

Natasha Bedingfield - Credits: Sony Music

Natasha Bedingfield - Credits: Sony Music

Ich bin sehr unkonventionell aufgewachsen. Meine Eltern arbeiteten mit ehemaligen Drogenabhängigen und Obdachlosen. Sie wanderten von London nach Neuseeland aus, wo eine sehr relaxte, natürliche und ‚folkige‘ Atmosphäre herrscht – im Gegensatz zu London, wo es natürlich wesentlich kosmopolitischer, urbaner und hektischer zugeht. Das ist eine einzigartige Kombination. Meine Musik bringt das Aufeinandertreffen dieser beiden Welten zum Ausdruck. Wie urbane Zigeuner in einem großen, faszinierenden Schmelztiegel, mit vielen Unterschieden, die wir feiern sollten.“

Diese spannende Vielfältigkeit zeichnete bereits ihr Debütalbum „Unwritten“ aus, das die britischen Charts auf Platz eins enterte und sich weltweit mehr als zwei Millionen Mal verkaufte. Der Titelsong wurde 2006 zum meistgespielten Song des Jahres im US-amerikanischen Radio und für mehr als drei Millionen verkaufte Exemplare jüngst mit einem BMI Award ausgezeichnet. Gleichzeitig war „Unwritten“ der erste Nummer-Eins-Hit einer britischen Sängerin in den USA seit fast zwanzig Jahren und bescherte Natasha Bedingfield ihre erste Grammy-Nominierung (in der Rubrik „Best Female Pop Vocal Performance”).

Mit „Strip Me Away“ hofft sie nun, ihre Musik auf ein nächsthöheres Level bringen zu können. „Bei der heutigen Popmusik geht es sehr viel um Branding und Image”, erklärt sie, „ich würde allerdings gerne die Hoffnung haben, dass die Welt wieder zu jenen Dingen zurückfindet, die Tiefe und Bedeutung haben, die real sind.“

http://www.natasha-bedingfield.de

Quelle: Sony Music

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