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Peter Fox

Dienstag, 20. Oktober 2009 | By | Category: Top News

„Das ist jetzt auch kein großes Ding. Das war von Anfang an klar, dass das keine längere Solo-Karriere wird und ich habe auch nie was anderes behauptet. Ich habe von Anfang an gesagt, dass Peter Fox nur ein Projekt ist, ich mache eine Platte und danach geht es mit SEEED weiter. Und genau so mache ich das jetzt auch. Das ist ja nicht das Ende meiner Karriere als Musiker. Insofern ist jetzt auch nicht so wahnsinnig dramatisch.“

Peter-Fox: Credits-WMG

Peter-Fox: Credits-WMG

Dass dieser Soloausflug allerdings zu einer der erfolgreichsten Karrieren im deutschen Showgeschäft werden würde, das hätte im Spätsommer des Jahres 2008 keiner gedacht. .

Als der SEEED Frontmann Pierre Baigorry vor knapp einem Jahr unter dem Namen Peter Fox das Album „Stadtaffe“ vorstellte, handelte es sich zunächst einmal nur um ein extrem liebevoll gemachtes Stück Musik. Pierre war nicht bereit, das Album eher aus der Hand zu geben, bevor es nicht exakt so war, wie er es sich vorgestellt hatte. Orchester und live aufgenommene Drumsets. Texte, an denen über ein Jahr lang gefeilt wurde und endlose Sitzungen, in denen am Sound geschraubt wurde.

Peter Fox wollte ein Album machen, das ihm gefällt und zwar zuerst und vor allem IHM.

Doch anscheinend hat es am Ende dann doch noch ein paar anderen Leuten gefallen. Über 800.000 mal wurde die CD allein in Deutschland verkauft, dazu gab es TopTen Platzierungen in der Schweiz, Österreich und sogar in Holland und Belgien. Außerdem wurde das Album mit Ehrungen wir drei Echos, der EinsLive Krone, dem MusikAutoren-Preis 2009 und, und, und überhäuft und Peter Fox geriet zum gesamtdeutschen Phänomen auf dessen Konzerten man Motorradrocker und Szenegirls, sechsjährige Kinder und Finanzbeamte oder Dich und Deine Mutter treffen konnte. Das ist Fakt – geplant war es allerdings nicht.

Von seiner Tätigkeit bei SEEED hatte Pierre 2006 ein bisschen Geld übrig und weil er nicht viel anderes damit anzufangen wusste, steckte er es in das, was er seiner Meinung nach am besten kann: In die Musik. Weil er ein wenig verrückt ist und sich für Dinge wie die Arbeit mit einem klassischen Orchester interessiert und ähnlich liebevolle Produktionsweisen, wurde das Projekt ein kleines bisschen aufwändiger.

Pierre verfolgte eine Vision. Er wollte eine der besten und coolsten Platten machen, die jemals in Deutschland gemacht wurden. Ob ihm dies gelungen ist, mag die Geschichte entscheiden, aber dass Hunderttausende genau diese Vision von cooler und guter Musik aus Deutschland teilen, war… überraschend.

Peter Fox - Credits: WMG

Peter Fox - Credits: WMG

Es folgten zwei ausverkaufte Hallen-Tourneen und ein rauschender Sommer mit 70 Liveauftritten bei denen Peter Fox plus Band und die unglaubliche ColdSteel-Drumline klar machten, dass es nicht nur um eine sehr gute Platte, sondern auch um die beste LiveShow ging! Auf  der ersten Tour kamen die Neugierigen, die SEEED-Fans und Musik-Interessierten – die Sommer-Festivals aber wurden zu einer Art Volksfest:

Die verschiedensten Menschen feierten zusammen, Menschen, die in ihrem sonstigen Leben nie zusammen gekommen wären, fanden sich plötzlich inmitten einer tanzenden und tobenden Masse wieder. Menschen, die eigentlich sogar zu cool zum Tanzen sind, weinten und Menschen, die schon lange nicht mehr auf einem Konzert waren kamen ins schwitzen – seit Jahren vielleicht zum ersten mal.

Es war großartig. Die Konzerte setzten Maßstäbe. Die Liebe zum Detail, mit der die Platte gemacht wurde, merkte man auch den Live Konzerten an. Jedes Hintergrundbild war mit Bedacht gewählt, von den Bühnenoutfits über die Beleuchtung bis hin zur Choreografie wurde nichts dem Zufall überlassen und mit den Drummern von Cold Steel, aus North Carolina brachte Peter Fox die Tradition des Showtrommelns aus den USA nach Deutschland, was vom ekstatischen Publikum frenetisch gefeiert wurde.

Über die Monate hinweg frickelten und werkelten Pierre und viele Beteiligte an der Perfektionierung der Konzerte, auch wenn er selbst zugibt, dass dieser Zustand wohl nie zu erreichen sei: „Perfekt ist es auch bei uns nie – ich hatte gerade wochenlang mit den Audiospuren der DVD zu tun. Wenn ich dann höre, dass ich eine halbe Strophe lang schief singe, dann denke ich nur: Anfänger!“

Das ist vielleicht übertrieben, spiegelt aber wider, was in der Gedankenwelt von Pierre Baigorry vor sich geht: „Natürlich muss man lernen, dass es besser ist, am nächsten Tag über die Bühnenfehler zu diskutieren . Dann haben alle gefrühstückt und dann ist alles entspannter. Meistens kriege ich´s hin …“

Pierre Baigorry ist ein Getriebener und zu seinem eigenen Leidwesen interessiert er sich nicht nur für die Musik, Instrumente, Aufnahmetechniken, Bühnenoutfits und Choreografien sondern auch noch für Kameraführung, optische Geräte und Filmmaterial. Das ist schlecht für die Produktionskosten aber gut für das Endergebnis. So wurden bei den Dreharbeiten zur anstehenden DVD pro Konzert hauptsächlich sechs Kameras eingesetzt, die auf klassischem 16-mm Filmmaterial gedreht haben. Aufgezeichnet wurden hierbei die phänomenalen Konzerte in der Berliner Wuhlheide und Pierre ärgert sich, dass man nicht alles auf 16-mm aufnehmen konnte, weil es schlichtweg zu teuer gewesen wäre.

Wahlweise ärgert er sich aber auch über seine eigene Verrücktheit, oder darüber, dass er so schlecht loslassen kann: „Auf jeden Fall haben wir ein krasses Fass aufgemacht für die DVD. Mich interessiert das einfach, der ganze Film-Bereich – interessiert mich extrem…Leider ! Leider deswegen, weil, je weniger man sich mit diesen Sachen auskennt, desto mehr muss man ja auch anderen Leuten überlassen. Und am Ende denkt man sich dann wieder: Mann. Warum mach ich das jetzt eigentlich schon wieder? Aber, so ist das halt.“

So ist es halt und deshalb ist es auch die beste und coolste Musik aus Deutschland und deshalb ist es auch die beste und coolste Konzert DVD der letzten Jahre und deshalb… ist es ab jetzt auch wieder SEEED, die beste und coolste Band der Welt und deshalb… ist jetzt auch genug.

www.peterfox.de

www.myspace.com/peterfoxxx

Quelle: WMG

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