RSS Feed abonnieren


Shew Sharlatan gewinnen Finale vom Red Bull Tourbus Newcomer Contest in Hamburg

Samstag, 12. September 2009 | By | Category: Top News

800 Fans feierten im Uebel & Gefährlich • Kilians beschließen den Abend mit Extra-Gig

HipHop schlägt Gitarrenrock: Shew Sharlatan entern das Busdach

Hamburg, 11. September 2009 – Zwei Aliens am Mic feuern Donnerstagabend im Uebel & Gefährlich die Crowd an. Grüngesichtige Kapuzenpullizombis stampfen über die Bühne und wedeln mit Papp-Sprechblasen. Das Publikum winkt mit Schildern, die zwei gekreuzte Knochen zeigen. Konfettibomben explodieren.

Shew-Sharlatan(c)Dirk  Mathesius

Shew-Sharlatan(c)Dirk Mathesius

Aus den Boxen dröhnen Beats, die klingen, als hätten Deichkind zurück zum Hip Hop gefunden. Aber der Blickfang beim großen Finale vom Red Bull Tourbus-Wettbewerb sind eindeutig die zwei als Clowns verkleideten MCs von Shew Sharlatan. Sie fegen wie irre über die Bühne und schaffen das Kunststück, als einziger HipHop-Act des Abends all die rumzukriegen, die vorher schon zur rockigen Konkurrenz Infight, Big Tennis und Betty True abfeierten.  Kein Wunder, dass Shew Sharlatan nach diesem Auftritt zum Sieger des Red Bull Tourbus Newcomer Contest gekürt wurden und vom 11. bis 20. September mit dem Oldtimerbus auf Deutschlandtour gehen werden.

Es war also ein Abend der Überraschungen im Uebel & Gefährlich, wo sich rund 800 Fans versammelt hatten, um das Finale des Red Bull Tourbus Newcomer Contest zu feiern. Vier Bands waren angetreten, um Publikum und Jury auf ihre Seite zu ziehen. Der Gewinn: eine eigene Tour mit dem Kult-Oldtimer. Die Kilians bildeten dabei als Tourbus-Veteranen der ersten Stunde einen Teil der Jury, für die Moderation war der ehemalige Top of the Pops-Moderator Ole Tillmann am Start. Zum Abschluss des Abends spielten die Kilians noch einen Extra-Gig.

Die ebenso geschichtsträchtige wie kultige Bunkerkulisse des Uebel & Gefährlich passte vorzüglich zur explosiven Stilmischung, die sich da auf der Bühne traf. Den Startbeat durften die Freiburger Infight mit ihrem räudigen Disco-Punk knallen lassen, was sie auch mit großer Freude taten. Ihr Testosteron-befeuerter Sound passte super zum Betonwandcharme des Clubs und brauchte nicht lange, um die ersten Tanzbeine zucken zu lassen. Nervosität dann in den ersten Sekunden des Betty True-Gigs. Sänger Marcus gestand atemlos nach gelungener Show: „Am Anfang dachte ich noch, ich krieg den Einstieg nicht richtig. Aber dann habe ich mich von Takt zu Takt gesteigert und einfach sauwohl gefühlt. Ein mordsmäßiger Spaß!“ Fand auch das Publikum.

Man verzeihe das plumpe Wortspiel, aber großes Tennis gab’s dann im wahrsten Sinne bei Big Tennis: mit klarem Heimvorteil und Gitarrenmelodien, die ein ganzes Stadion ausfüllen könnten. Ihre Pop-Punk-Aufforderung „Gimme Your Love“ erübrigte sich fast, schlug ihnen doch genug Liebe entgegen, inklusive Pappschilder der Fans – und Tennisbälle. Kein Witz – zum Ende des Gigs wurden Tennisbälle durchs Publikum, auf die Bühne und wieder von der Bühne runter geworfen. Wie heißt das noch immer im Wimbledon: „Advantage, Big Tennis!“ Sänger Möpse rief danach noch immer atemlos ins Mikro: „Mir fehlen die Worte. Es hat soviel Spaß gemacht. Einfach geil!“

Die Sieger des Abends waren überraschenderweise aber eben Shew Sharlatan, die zeigten, dass HipHop made in Brandenburg auch in Norddeutschland funktionieren kann – und zwar selbst vor einem Rockpublikum. Was aber auch nur funktioniert, wenn man so ein Partykommando am Start hat wie diese Jungs. Mit den Clowns, den Aliens, den Neonkapuzenzombis und vor allem mit ihrem elektrobetriebenen Party-HipHop brachten sie das Publikum so zum feiern, dass selbst die Kilians-Fans vergaßen, dass sie ja eigentlich auf Gitarrenmucke abfahren. Felix, MC bei Shew Sharlatan meinte später: „Unbeschreiblich. Einfach geil. Die Leute haben so abgefeiert und uns angespornt!“ Und gestand sympathischerweise noch ein: „Das Uebel & Gefährlich flößt einem schon ein bisschen Respekt ein. Aber als wir auf der Bühne standen, haben wir einfach nur Gas gegeben.“

Mit ihrem Auftritt überzeugten sie auch die Jury. Kilans-Sänger Simon: „Shew Sharlatan hat eine Wahnsinns-Show abgeliefert. Sie leben für das, was sie machen. Der Red Bull Tourbus ist eine super Plattform für sie – sie werden die Leute erobern.“ Auch Jurymitglied Andreas Weitkämper, A&R bei Warner Music, meinte über das Brandenburger MC-Kommando: „Mit Abstand das beste Entertainment. Ein sehr zeitgeistiger Sound. Sie machen auch den Eindruck, großen Spaß daran zu haben. Die werden ihren Weg gehen.“ Tja, oder vielmehr werden sie einen Teil des Weges nun fahren – und zwar vom 11. bis 20. September mit dem Red Bull Tourbus. Die Termine gibt’s in Kürze auf www.redbulltourbus.com und www.myspace.com/shewsharlatan.

Der Red Bull Tourbus ist für alle da, die hoch hinaus wollen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Konzerte werden vom Fahrzeugdach eines Mercedes-Oldtimerbusses Baujahr 1968 gespielt. Betten auf Räder, modernste Tontechnik und mobile Bühne – der Red Bull Tourbus bietet alles, was Bands für spontane Live-Auftritte brauchen.

Quelle: Styleheads GmbH

Tags:

Leave Comment