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TEGAN & SARA – Sainthood

Donnerstag, 22. Oktober 2009 | By | Category: Top News

2007 fanden TEGAN AND SARA mit dem Album The Con auch in der deutschen Alternative-Szene endlich den Widerhall, den sie mit So Jealous 2004 in Übersee schon längst bekommen hatten. Auf den Festival-Bühnen überraschten die eineiigen Zwillinge ein erstauntes Publikum mit einer höchst energetischen Bühnenshow, die jeden ihrer feinen Songs zu einem kleinem Happening machte. Nach einer Headliner-Tour, die sie durch die USA und weite Teile Europas reisen ließ, führte sie ihr nächster Weg dann zurück ins Studio, wo sie ihr mittlerweile sechstes Album Sainthood aufnahmen.

Tegan & Sara - Credits: Pamela Littky

Tegan & Sara - Credits: Pamela Littky

Wie schon bei The Con konnten TEGAN AND SARA auch für Sainthood auf das feinfühlige Händchen von Produzent und Death Cab For Cutie-Mitglied Chris Walla bauen, zusätzlich bestieg Howard Redekopp das Boot als Co-Producer, und Dave Sardy setzte sich ans Mischpult, um die unbändige Energie der Schwestern in einem kraftvollen Mix zu vereinigen.

Denn auf Sainthood zeigen sich TEGAN AND SARA durchaus entschiedener und mutiger als auf dem Vorgänger.

Zwar tragen die Songs nach wie vor unverkennbar TEGAN AND SARA-Handschrift, allerdings überraschen sie mit rockiger Entschlossenheit und einer mitreißenden Geradlinigkeit.

So geht die erste Single Hell in raschem Tempo nach vorn los, der Opener Arrow eröffnet das Album mit geschickt eingesetzten Noises und in Don’t Rush bilden elektronische Klänge einen gelungenen Backbeat, auf dem sich eine packende Melodie entwickelt.

Sainthood-Cover Credits:Pamela Littky

Sainthood-Cover Credits:Pamela Littky

Inhaltlich sind es die großen Themen des Herzens, die Sainthood anspricht: Hingabe, Täuschung und das typische Verhalten, das man an den Tag legt, wenn es um Liebe und Beziehungen geht.

Inspiriert von Sehnsucht und dem stillen Handlungen, die man in der Hoffnung vollzieht, dass das Objekt der Begierde uns irgendwann irgendwie bemerken wird, sind es die romantischen Ideale, die TEGAN AND SARA einer genauen Analyse unterziehen: So versuchen wir uns in Perfektion zu üben, wenn wir den Geliebten oder die Geliebte erobern wollen, und hoffen, eines Tages für unseren selbst aufgesetzten Heiligenschein mit Anbetung belohnt zu werden.

Und während wir alles daran geben, für den anderen jemand anderes zu werden, als wir eigentlich sind, werden wir zusehends zu Märtyrern in eigener Sache, denn Liebe kann ebensowenig wie Glaube in die Hände eines Einzelnen gelegt werden.

Doch der Verlauf einer großen Liebesaffäre passt gut in eine Gutenacht Geschichte, vor allem, wenn die Liebe nicht erwidert wird oder das Experiment vor der Zeit scheitert.

Dies ist der Themenkomplex, den TEGAN AND SARA im einem Wort zusammengefasst haben, das zugleich den Titel des Albums bildet und – mit allem nötigen Respekt – der Textzeile eines Songs von Leonard Cohen entnommen wurde: „I practiced all my sainthood / I gave to one and all / But the rumors of my virtue / They moved her not at all.“ („Came So Far For Beauty“).  Aber Sainthood ist trotzdem alles andere als eine melancholische Nabelschau, sondern ein packend rockiges Songwriter-Album mit sehr gelungenen Melodien.

Tegan & Sara - Credits: Pamela Littky

Tegan & Sara - Credits: Pamela Littky

TEGAN und SARA QUIN wurden am 19. September 1980 in Calgary, Alberta (Kanada), geboren und entdeckten an der Highschool ihre Liebe zur Musik und ihre Harmonie als Zwillingspaar. Nach ihrem selbst produzierten Debüt Under Feet Like Yours wurden Elliot Roberts und Neil Young auf die hochtalentierten Schwestern aufmerksam und signten sie mit dem zweiten TEGAN AND SARA-Album This Business of Art (2000) für Youngs Vapor-Label. Noch im selben Jahr ging es mit Young und den Pretenders auf US-Tournee, später schlossen sich – neben einigen Headliner-Touren – Tourneen mit Ryan Adams (2002), Ben Folds (2003), The Killers (2005), Cake (2006) und Death Cab For Cutie (2008) an.

2004 zählte der Rolling Stone (US) ihr Album So Jealous zu den 50 besten des Jahres, und 2005 erhielten sie den Alternative-Adelsschlag, als die White Stripes ihren Song Walking With A Ghost coverten. Jüngst gab es sogar einen Remix von Back In Your Head von Tiësto, an den sich der gemeinsam geschriebene Song I Felt It In My Bones anschloss, der sich auf Tiëstos Album Kaleidoscope befindet.

Aber auch ohne diese Referenzen haben TEGAN AND SARA es geschafft, allein mit der Kraft ihres eigenwilligen Songwritings einen weltweiten und sehr treuen Fankreis aufzubauen.

Im November wird das Traum-Zwillingpaar des Alternative-Rock endlich auch wieder nach Deutschland kommen:
25.11. – LIVE – Hamburg (Grünspan)
26.11. – LIVE – Berlin (Astra Kulturhaus)
27.11 – LIVE – München (Theaterfabrik)
28.11. – LIVE – Köln (Gloria)

http://teganandsara.com

www.myspace.com/teganandsara

Videos:

Back In Your Head

My Number

Quelle: WMG

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