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TRAIN: „Save Me, San Francisco“

Samstag, 27. März 2010 | By | Category: Top News

Während der letzten fünfzehn Jahre ist es Train gelungen, mit ihrem Grammy-prämierten Song „Drops of Jupiter (Tell Me)” und den Chart-Erfolgen „Meet Virginia” und „Calling All Angels” einen bleibenden Eindruck in der Musikszene zu hinterlassen. Seit ihrer Gründung 1994 in San Francisco wurde die Band im Laufe einer langen, erfolgreichen und manchmal auch schwierigen Karriere mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Nach der Veröffentlichung des Albums „For Me, It’s You“ im Jahr 2006 legte die Gruppe eine dreijährige Pause ein.

Train - Foto: Mark Holthusen

Train - Foto: Mark Holthusen

In dieser Zeit erlebte Train einen in jeder Hinsicht prägenden Wandel. Ihr fünftes Album, „Save Me, San Francisco“, führt zurück zu den Anfängen von Train, zurück zu dem ursprünglichen Rocksound, der sie erfolgreich machte – während die Band heute eine stärkere Einheit bildet als jemals zuvor.

„Ich glaube, dass die Auszeit, die wir uns genommen haben, dazu führte, dass unser  Zusammenhalt gewachsen ist”, sagt Frontmann Pat Monahan über diese Phase. „Wir haben gemerkt, wie wichtig wir füreinander sind, und die mehrjährige Pause hat uns dabei geholfen, uns selbst besser zu verstehen und zu erkennen, welchen Beitrag wir für die Gruppe leisten können, anstatt immer nur das zu sehen, was uns das Leben als Band nicht bieten konnte.”

Im Rückblick war San Francisco die Inspiration für die Gründung und die Identität von Train, deswegen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Titelsong des Albums der Stadt gewidmet ist, die der Band so viel bedeutet. „Wir verdanken San Francisco alles, denn die Stadt nahm uns wieder auf, als wir an einem Punkt waren, wo wir nirgendwo anders hätten bleiben können”, erklärt Monahan. „Im Grunde ist dieses Album unsere Art, Anerkennung und Dank zu zeigen. Wir haben erkannt, dass wir vor allem in San Francisco als Band bestehen müssen, bevor wir anderswo Erfolg haben können. Als wir noch in San Francisco lebten und dafür kämpften, den Durchbruch zu schaffen, hatten wir unsere glücklichste Zeit, obwohl uns das damals nicht einmal klar war.”

„Save Me, San Francisco” ist die persönliche Geschichte von den Anfangsjahren der Gruppe und spiegelt nicht nur die Stimmung des Albums sondern auch die wahre Seele der Band wider. Der Text beschreibt die bescheidenen Anfänge der dreiköpfigen Band Mitte der 90er Jahre und führt bis zu dem Zeitpunkt, als vor allem auch Monahan die Küstenstadt verlässt. „Der Bezug zu meinem Leben ist sehr wichtig, aber Jimmy, Scott und ich haben viel durchgemacht während der letzten 14, 15 Jahre, deswegen hat es auch für sie eine große Bedeutung. Wir alle leben nicht mehr in San Francisco, und wir vermissen die Stadt.”

Im April und Mai 2009 verbrachten die Bandmitglieder viel Zeit mit ihrem Produzenten Martin Terefe (KT Tunstall, Jason Mraz, James Morrison) in den Kensaltown Studios in London. Monahan ist davon überzeugt, dass dieser Mann der Band dabei geholfen hat, “zu den Anfängen des ersten Albums zurückzukehren”. „Martin hat eine unglaublich inspirierende Umgebung für die Gruppe ermöglicht”, sagt der Sänger. „Ich schätze seine Arbeitsweise sehr, weil er wirklich genau weiß, was er tut. Während der Arbeit an diesem Album hatte ich so viel Spaß wie noch nie in meinem Leben. Ich glaube, ich habe insgesamt sieben Alben gemacht, aber dieses hier hat auf jeden Fall am meisten Spaß gemacht.”

Train-Cover

Train-Cover

„Save Me, San Francisco“ repräsentiert den lebendigen Sound von Train und erinnert an den Rockstil mit Blues- und Folk-Einflüssen, der die Band anfangs bekannt gemacht hat. „Die Musik ist eigentlich ziemlich einfach”, beschreibt Monahan das Album. „Andererseits ist es ziemlich cool, weil es voller eingängiger Riffs und Melodien steckt. Ich glaube, das ist viel wichtiger als eine aufwendige Produktion oder beeindruckende Soundeffekte für den Gesang. Auf eine gewisse Weise mussten wir zurück in die Vergangenheit, um wieder nach vorne blicken zu können.”

Passenderweise ist das Thema von „Save Me, San Francisco“ genauso unkompliziert wie der Sound des Albums. In seinen Texten befasst sich Monahan oft mit Geschichten, die von dem ewigen Rätsel der Liebe erzählen. Das Album handelt, so sagt er, von „Liebe in allen möglichen Facetten”.

„Bei manchen Songs hatte ich eigentlich keine besondere Absicht, es entwickelte sich aber fast so etwas wie ein Motiv”, meint er. „Oft war es beim Schreiben der Songs für dieses Album so, dass ich nicht unbedingt dachte ‚Hey, das erinnert mich an eine Situation, die ich auch kenne’. Es geht eher darum, wie ich bestimmte Dinge im Leben sehe, entweder aus meiner Perspektive oder auch aus der Perspektive einer anderen Person.”

Inzwischen ist eine lange Karriere als Künstler ziemlich selten geworden, aber Train besteht schon seit fünfzehn Jahren als Band und kann nun eines der besten Werke ihrer Laufbahn vorweisen. Monahan ist stolz auf das, was die Band erreicht hat, und er macht sehr deutlich, wie dankbar er für den Erfolg ist, den sie bisher hatte. Doch obwohl Train schon fast alles erreicht hat, steckt Monahan immer noch voller ehrgeiziger Pläne und hofft, dass die Fans der Gruppe treu bleiben werden.

„Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, früher Häuser anzustreichen”, erzählt er. „Ich hatte Spaß, weil ich die Leute sehr mochte, mit denen ich zusammenarbeitete. Aber diese Arbeit ist nicht das, was ich wirklich will – nicht, weil es etwa ein unwürdiger Job wäre, sondern weil ich auf der Bühne die Person sein kann, die ich wirklich bin. Ich will einfach nur die beste Form meiner Existenz leben, und ich glaube, der Weg dazu ist die Musik. Trotzdem werde ich nie aufhören, davon zu träumen, im ausverkauften Madison Square Garden aufzutreten. Insofern habe ich ganz einfache Ziele, aber gleichzeitig sind es ziemlich hochgesteckte Ziele. Die Fans von Train haben die guten und die schlechten Zeiten miterlebt, sie sind ein Teil unserer Geschichte. Manchmal lieben sie unsere Musik und manchmal auch nicht. Ich glaube, dieses Album wird unseren Fans wirklich sehr gut gefallen, vielleicht sogar noch besser als die Musik der letzten Jahre.”

http://www.myspace.com/train

http://www.trainline.com

Quelle: Sony Music

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2 comments
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  1. […] Auf dem Soundtrackalbum zu „Vincent will Meer“ findet sich neben sechs Stücken der Frankfurter Musikproduzenten von Stevie B-Zet & Ralf Hildenbeutel  (Laith Al-Deen, Yvonne Catterfeld, Sven Väth u.a.) ein Song, mit dem eine Grammy-preisgekrönte US-Band ihr lang erwartetes Comeback gibt: Train. […]

  2. Wow, danke für den Tipp. Das lohnt sich doch mal, beim Festival gibt man ja eh uclndeinh viel Geld aus Und die Foo Fighters sind wieder dabei – was Besseres kann es gar nicht geben.VA:F [1.9.11_1134]Bewertung: 0 (aus 0 Stimmen)

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