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YOU ME AT SIX – „Hold Me Down“ – VÖ: 19.03.2010

Dienstag, 23. Februar 2010 | By | Category: Top News

Kaum ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums Take Off Your Colours – einer Sammlung von Songs, die seine Schöpfer auf Platz 25 der britischen Top 30 und Konzertbühnen auf der ganzen Welt katapultierte – meldet sich die englische Gruppe You Me At Six nun mit ihrem zweiten Longplayer Hold Me Down zurück.

„Wir sind absolut begeistert von der Musik, die wir aufgenommen haben“, verkündet Frontmann Josh Franceschi. „Wir wollten das Eisen schmieden, solange es heiß ist. In den letzten 18 Monaten hat unsere Karriere natürlich eine gewisse Eigendynamik entwickelt, und davon wollten wir profitieren, darauf aufbauen. Viele Bands nehmen sich [zwischen ihren Alben] zwei Jahre frei, aber wozu soll das gut sein?“

You Me At Six - Credits: Andy Fallon © EMI

You Me At Six - Credits: Andy Fallon © EMI

Diese Eigendynamik, von der Franceschi da spricht, erreichte mit der Veröffentlichung von Take Off Your Colours im Herbst 2008 ihren Höhepunkt, doch bereits vor dem Erscheinen dieses Debüts hatten die Jungs aus Surrey Wellen geschlagen.

So waren sie als Support von Angels And Airwaves (der von Blink 182-Mastermind Tom DeLonge gegründeten Combo) in London im inzwischen abgerissenen Astoria aufgetreten.  Ohne ein Debütalbum vorzuweisen zu haben, tourten die jungen Musiker unter anderem mit Charlie Simpsons Fightstar und den amerikanischen Pop-Punkern New Found Glory.

Nachdem Take Off Your Colours endlich auf dem Markt war, erwies sich der Rest als Kinderspiel für You Me At Six: Als Allererstes gelang es ihnen, die 2 000 Plätze im Astoria ganz allein auszuverkaufen. Und wie um zu beweisen, dass dies kein Glückstreffer war, toppten sie diese Leistung mit einem ausverkauften Headliner-Auftritt im legendären Roundhouse in Camden Town (Kapazität: 3 200 Zuschauer). Außerdem tourten YMAS mit den amerikanischen Teenie-Idolen Fall Out Boy und bei einer anderen Gelegenheit mit Paramore durch Kontinentaleuropa.

Im Vereinigten Königreich trat das Quintett bei den Download-, T In The Park- und Give It A Name-Festivals auf, während es in den Vereinigten Staaten und Kanada im Rahmen der Vans Warped Tour und später als eine von fünf  Gruppen mit der AP Fall Ball Tour des Magazins Alternative Press unterwegs war.

Außerdem wurde bekanntgegeben, dass You Me At Six Paramore als Special Guests auf deren Europa-Tournee begleiten werden und dabei unter anderem in der weltberühmten Wembley Arena Station machen.

„Es ist wirklich eine unglaubliche Zeit für uns”, meint Franceschi. „Erst üben wir in unserem Proberaum in Leatherhead, und dann stehen wir plötzlich in Salt Lake City oder sonst wo auf der Bühne. Gemeinsam touren und arbeiten ist immer noch der beste Weg für eine Band, besser zu werden. Man kann so viel proben, wie man will – die praktische Erfahrung, sich tatsächlich die Hände schmutzig zu machen, ist unschlagbar.“

You Me At Six - Credits: Andy Fallon © EMI

You Me At Six - Credits: Andy Fallon © EMI

Aufgenommen vor dem Beginn der britischen Winterzeit – und, genau wie sein Vorgänger, von John Mitchell und Matt O’Grady produziert –, spiegelt Hold Me Down den Sound einer Band, die stolz darauf ist, ihren Job auf die altmodische Art gelernt zu haben – mit langen Fahrten in Dieseltransportern und überfüllten Bussen, billigen Mahlzeiten mitten in der Nacht und zu zweit oder dritt auf einem Zimmer in billigen Motels an der Peripherie windiger Vorstädte.

Da überrascht die Bereitschaft dieser Band, eine Extraschicht zu fahren, wenig, denn selbst in ihrer frühsten Inkarnation waren die Mitglieder von You Me At Six – damals kaum mehr als 15 Jahre alt – dazu bereit, sich selbst und ihre Instrumente in Happy Shopper-Bussen und Zügen durch das halbe Land zu befördern, um einen Gig spielen zu können, den sie mit jemandem per MySpace organsiert hatten.

Doch irgendwann zwischen den Aufnahmen ihres ersten Albums und der Veröffentlichung ihres zweiten Werks avancierte You Me At Six vom Hobby zur Berufung. Und das ist nicht zu überhören.

„Ich weiß, man erwartet von mir, dass ich das jetzt sage, aber ich kann nicht glauben, wie stark Hold Me Down geworden ist“, verkündet Franceschi. Wie das? “Die Tatsache, dass wir inzwischen so viel besser spielen, ist offensichtlich das Ergebnis unserer vielen Touren. So viel Arbeit bedeutet, dass wir uns inzwischen richtig gut kennen gelernt haben, was sich in unserer Musik widerspiegelt. Wenn man die ganze Nacht zusammen in einem Tourbus verbringt – dann wächst man entweder zu echten Freunden zusammen, oder man sucht das Weite. Und ich meine <<echte>> Freunde, denn wenn man wochenlang im amerikanischen  Mittelwesten unterwegs ist oder im Van durch die kanadischen Rockies fährt, gibt es keinen Ausweg.“

Hold Me Down ist für You Me At Six ein brillanter Schritt vorwärts in Sachen musikalische Finesse und textliche Kühnheit. Worte, die in einem Song wie Underdog zu hören sind – der in einer Strophe vor dem Gefühl warnt “that comes and goes like the strength in your bones” (das kommt und geht wie die Kraft in deinen Knochen), doch “to put your mind at rest/I’ll never let the two of us be friends” (um dich zu beruhigen/lasse ich uns beide niemals Freunde werden). Oder in Contagious Chemistry, wo Josh Franceschi seinen “Dearest Enemy” (Liebsten Feind) warnt, ihn bitte niemals zu “smother me/I swear that I need some room to breathe/ what with you all up, down and all over me/you’re not a name just a face/it’s contagious” (erdrücken/ich schwöre, dass ich Raum zum Atmen brauche/während du über, unter und überall auf mir bist/du bist kein Name, nur ein Gesicht/das ist ansteckend).

You Me At Six - Credits: Andy Fallon © EMI

You Me At Six - Credits: Andy Fallon © EMI

Passend zu so viel Vorahnung und entschiedenen Gefühlen lebt Hold Me Down von der Vereinigung klassischen Songwritings – jede beliebige dieser 12 Kompositionen könnte, in ihre reinste Form destilliert, mit Akustikgitarre und Gesangsstimme vorgetragen werden  – mit einer Band, die es krachen lässt und austeilt wie ein Bett voller Feuerwerkskörper.

Lautstark, wenn ihnen danach ist, sanft, wenn der Song es verlangt, und ungewöhnlich ansteckend, haben You Me At Six Energie und Emotionen im Überfluss. Ihre Musik ist eine Sammlung von Songs, die mitten aus dem Leben gegriffen sind.

„Heute kommen und gehen Bands unglaublich schnell”, erklärt Josh Franceschi. „Das ist beängstigend. Aber so etwas wollen wir nicht. Wir wollen bleiben, und das werden wir auch, denn wir haben, was man dazu braucht. Ich denke, das Publikum wird von Hold Me Down überrascht sein.

Einige der Vorstellungen, die manche Leute davon haben, wie wir wirklich sind, liegen ziemlich weit daneben, und ich freue mich darauf, einiges richtigstellen zu können. Wie wir das erreichen wollen? Indem wir hart arbeiten: uns dem Publikum aufdrängen und nicht wieder weggehen.”

http://www.myspace.com/youmeatsix

www.youmeatsix.co.uk

Quelle: EMI

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